Ford Ranger Raptor 2022

Ford Ranger Raptor 2022

Ford hat den Ranger mit grossem Aufwand zum Offroad-Boliden hochgerüstet. Die neue Top-Variante geht auch beim Antrieb neue Wege.
Ford legt auch in der neuen Generation des Pick-ups Ranger ein leistungsstarkes Raptor-Modell vor. Diesmal aber nicht mit Dieselmotor, sondern mit Biturbo-V6-Benziner. Der Dreiliter-Motor bringt es auf 288 PS Leistung sowie 491 Nm Drehmoment und kommt im Paket mit angepasstem Fahrwerk, Permanent-Allradantrieb und Achssperren. Anders als beim Vorgänger-Pick-up kommt die Raptor-Ausführung nicht als krönender Abschluss, sondern als selbstbewusster Vorbote. Bevor die zivilen Diesel-Modelle mit vier und sechs Zylindern Anfang 2023 starten, steht das Spitzenmodell bereits Ende 2022 beim Händler. Neben dem neuen Motor zählen eine Zehngangautomatik und der permanent arbeitende Allradantrieb zur Ausrüstung. In den Standardmodellen kommt eine zuschaltbare Variante zum Einsatz, die vor allem bei der Fahrdynamik auf festen Strassen unterlegen sein dürfte. Als weitere Spezialität im Antriebsstrang bringt der Raptor eine Geländeuntersetzung und Differenzialsperren für Vorder- und Hinterachse mit. Der Fahrer kann zudem aus sieben elektronisch gesteuerten Fahrprogramme wählen, darunter vier Offroad-Programme inklusive eines “Baja”-Modus für Rallye-Feeling abseits befestigter Strassen.
Beim Fahrwerk setzt Ford auf grosse Federwegen und eine Vorderachse mit Leichtmetall-Achslenkern und adaptive Rallye-Stossdämpfern, die mit Teflon-Öl befüllt sind und so weniger anfällig für Überhitzung sein sollen. Die hinteren Dämpfer sind ebenfalls elektronisch steuerbar und lassen sich versteifen, um das Einsinken des Hecks zu verhindern. Serienmässige Geländereifen und Unterfahrschutzelemente an Kühler, Getriebe und Motor runden das Offroad-Programm ab. Zur weiteren Ausstattung zählen LED-Matrixscheinwerfer, Soundsystem und das neue Infotainmentsystem mit grossem Hochkant-Bildschirm. In der auslaufenden Ranger-Generation gab es seit Mitte 2019 eine Raptor-Variante, die zuvor den grossen US-Trucks der Marke vorbehalten war. Der von einem auch aus anderen Ranger-Modellen bekannten 157 kW/213 PS starken Vierzylinder-Diesel angetriebene Pritschenwagen hatte jedoch eher den Charakter eines Sondermodells, die Neuauflage ist deutlich eigenständiger konzipiert.
Norilsk. Die Nickelindustrie hat die Grossstadt immer noch fest in der Hand. Verschmutzung und ein Flair wie aus Sowjetzeiten sind die bleibenden Eindrücke.
Highlights der grössten US-Tuning-Messe SEMA

Highlights der grössten US-Tuning-Messe SEMA

Highlights der grössten US-Tuning-Messe SEMA

 

SEMA 2018: Oldies, Offroader und OMG’s!

Wenn die Herbstblätter fallen, findet in Las Vegas die verrückteste – weil grösste – US-Tuning-Messe statt. Für uns Europäer sind die scharf gemachten Ami-Cars stets ein Grund zum Schmunzeln, aber auch zum Staunen. Vorhang auf für die grössen, schrägsten und abgefahrensten SEMA-Modelle 2018.

Chevrolet Chevelle Laguna 1973

Ein wichtiger Trend der SEMA war das Restomod-Tuning, also das Restaurieren von Oldtimern bei gleichzeitiger Modernisierung ihrer Technik. Beispielhaft dafür ist eine Chevelle Laguna aus dem Jahr 1973. Chevrolet zeigt dabei, was neue Motoren in alten Autos bewirken können. So wurde dem Oldie ein modernes 6,2-Liter-V8-Herz der Corvette ZR1 verpflanzt.  Die mehr als 750 PS können dank umfangreicher Fahrwerksmodifizierungen sogar einigermassen sicher auf die Strasse gebracht werden. Ansonsten wurde der 45 Jahre alte Ami-Schlitten mit einer Aussenlackierung in Metallic-Schwarz, neuen LED-Scheinwerfern und fetten Goodyear-Reifen mit leuchtend roten Schriftzügen veredelt.

Fotos Chevrolet Chevelle Laguna seitlich

Ein Oldie mit moderner Technik: Die 73er Chevelle Laguna mit neuem ZR1-Motor.

Ford Mustang

Der Ford Mustang ist in seiner jüngsten Ausbaustufe in vielen optimierten Versionen in Las Vegas vertreten. So etwa ein schwarz lackierter und mit lila Streifen als auch lilafarbenen 20-Zoll-Rädern aufgepeppter Mustang GT von Galpin Auto Sports. Er zeichnet sich unter anderem durch Performance-Fahrwerk, Frontsplitter, Wide-Body-Kit, Heckspoiler und einen, mittels eines Roush-Kompressors, deutlich erstarkten Fünf-Liter-V8-Motor aus. Diesem Aggregat will etwa CJ Pony Parts mit gleicher Zwangsbeatmungstechnik mehr als 700 PS entlocken. In diesem Fall wurde der grau-schwarze Mustang GT Fastback mit kupferfarbenen Akzenten, 20-Zoll-Rädern in Satingold, Wide-Body-Kit und Frontsplitter aufgehübscht.

Überrollkäfig, Recaro-Performance-Sitze und ein Getriebe mit verkürzten Schaltwegen sorgen zusätzlich für Motorsport-Feeling. Das ist beim Mustang GT von CGS Motorsport weniger ausgeprägt, wenngleich es sich auch hier um ein extrem hochgezüchtetes Sportmobil handelt. Diesen Eindruck vermitteln etwa die 22-Zoll-Räder, hinter denen 41-Zentimeter-Bremsscheiben mit Sechskolbenbremszangen von Brembo durchschimmern. Selbstredend gibt es Extra-PS dank Roush-Kompressor. Ausserdem hat CGS eine LED-Illumination innen und aussen installiert, die unter anderem den Boden unter Fahrzeug erstrahlen lässt.

Mustang front seitlich

Der Ford Mustang von CJ Pony Parts leistet über 700 PS. Und so sieht er auch aus.

Pimp my Ford F-150

Ein vielfach anzutreffender und oft wild aufgemotzter Ford ist die Pick-up-Ikone F-150 samt vieler grösserer Brüder aus der F-Serie. Dank Twinturbo über 1’000 PS stark ist ein von ZB Customs gepimpter F-150, der sich so besonders gut als Driftmaschine einsetzen lässt. Ebenfalls in diese Leistungsregion dringt der Freak-O-Boost genannte F-150 von Full-Race Motorsports mit seinem 3,5-Liter-V6-Benziner vor. Nur unwesentlich schwächer ist der von Speedkore per Kompressor-Zwangsbeatmung von ursprünglich rund 400 auf über 900 PS erstarkte V8. Hingegen ist ein F-350 Super Duty mit 6,7-Liter-Diesel mit 456 PS und fast 1’300 Newtonmeter Drehmoment nach Ansicht von Extang bereits werksseitig ausreichend mit Leistung gesegnet.

Bei ihrem Tuningprojekt stand vielmehr die Nutzwertigkeit im Vordergrund, denn die grosszügige Ladefläche verwöhnt bei Ausflügen in die Wildnis mit OLED-Fernseher, Kühlschrank, Grill und Spieltisch. Ebenfalls mit einem unveränderten Diesel zeigt das Wilderness Collective einen zum Expeditionsmodell umfunktionierten F-250, der unter anderem ein Dachzelt und eine Enduro mit sich führt. In ähnlicher Weise den Freizeitwert im Fokus hat der Umbau eines F-150 von Transfer Flow, der mit zwei Kajaks und Scheinwerfer-Batterie auf dem Dach sowie einer Lagerfeuer-Airbrush-Lackierung und Unterboden-Beleuchtung romantisches Abenteuer weit abseits jeder Zivilisation verspricht.

OLED-Fernseher, Kühlschrank, Grill und Spieltisch sind die Highlights des Ford F-350 von Extang.

Ford Pick-up Ranger

“Base Camp” heisst diese für Touren durch schweres Gelände optimierte Ranger-Variante, die neben allerlei verfeinerter Allradtechnik auch ein Dachzelt mitführt. Für noch viel härtere Abenteuer gedacht ist der Xbox Ranger von Addictive Desert Designs, dem dank einer extremen Fahrwerkshöherlegung, BFGoodrich-Reifen und robuster Front- und Heckschürzen kein Hindernis zu gross sein dürfte. Wer genug von Holperpisten hat, kann sich in diesem Ranger zur Abwechslung an einer Xbox-Spielkonsole vergnügen, deren Bild auf einem 42-Zoll-Display angezeigt wird.

Für Romantiker mit einem Faible für die freie Natur: Der F-150 von Transfer Flow mit zwei Kajaks und Scheinwerfer-Batterie.

RAM 1500 Rebel Concept

Und das macht Ram aus dem Pick-up 1500! Die konzerneigene Tuningabteilung Mopar hat zum Beispiel das 1500 Rebel Concept realisiert, welches dank Höherlegungs-Kit und speziellen 18-Zoll-Offroad-Reifen von Goodyear weitere fünf Zentimeter über den Dingen steht und zudem mit verstärktem Unterbodenschutz, schwarzen Alu-Trittbrettern und einem Trägerbügel hinter der Fahrgastkabine aufgewertet wurde. Ausserdem sorgt ein Powerdome in der Motorhaube dafür, den über 400 PS starken 5,7-Liter-V8 mit zusätzlicher Frischluft zu versorgen. Statt mit einer Hochlegung zu mehr Geländekompetenz zu verhelfen, hat Mopar den Ram 1500 Big Horn Low Down abgesenkt und auf sportliche 22-Zöller gestellt, was helfen dürfte, die ebenfalls über 400 PS des Hemi-V8 besser auf den Asphalt zu bringen.

RAM Rebell seitlich Gelände

Die Mopar-Abteilung von Ram zeigt auf der SEMA das 1500 Rebel Concept.

VW Jetta Air Design

Vom Verschlimmbesserungswahn der Amis bleiben auch deutschen Automobile nicht verschont. Mehrfach getroffen hat es etwa den biederen Jetta, der in einer Version von Jamie Orr extrem aggressiv daherkommt. Dank eines in drei Stufen höhenverstellbaren Sportfahrwerks kann sich die Limousine sehr flach machen, was dann die 20-Zoll-Räder tief in die Radkästen sinken lässt. Spoilerwerk, Brembostopper mit Sechskolbenzangen sowie Recaro-Sitze innen runden den sportlichen Trimm ab. Den Tuning-Flair der 80er- und 90er-Jahre versprüht ein von Air Design umgebauter Jetta SEL, der etwa 19-Zoller trägt, die DTM-inspirierten Hockenheim-Rädern aus den 90er-Jahren ähneln. Ausserdem im Vintage-Look ist die dreifarbige Grafik in den Flanken gehalten. Ebenfalls mit Zusatzstreifen optisch hervorheben kann sich ein von H&R getunter Jetta, der unter anderem mit Spoilerschmuck, H&R-Sportfahrwerk und 19-Zoll-Räder Rotiform BUC optisch die Muskeln spielen lässt.

VW Jetta Air seitlich

Ein bisschen 80er- und 90er-Jahre-Flair versprüht das Tuning-Projekt eines von Air Design umgebauten Jetta SEL.

Ford Ranger, ein Pick-up für alle Fälle

Ford Ranger, ein Pick-up für alle Fälle

Ford Ranger, ein Pick-up für alle Fälle

 

Er ist so etwas wie der heimliche Bestseller in der Ford-Familie, führt souverän die Verkaufshitparade seiner Spezies an – und ist dennoch weithin unbekannt. Jetzt bekommt der Pick-up Ford Ranger eine Rundumerneuerung.

Seelisberg. Ford hat sich den Ranger vorgeknüpft. Der bis zu 5,35 Meter lange Pick-up kostet jetzt mindestens 24’750 Franken, dann allerdings nur mit Heckantrieb. Unter der wuchtigen Haube, deren Design jetzt an die US-Ikone F150 erinnert, werkelt ein Fünfzylinder-Diesel mit 147 kW/200 PS, der schon nach der Papierform eine gute Figur macht. Die Durchzugskraft von 470 Newtonmetern steht dem Riesen gut. Die mögliche Spitze von immerhin 175 km/h ist für die Fans, die für diese Version gut 44’800 Franken ausgeben müssen, eher Nebensache.

4x4Schweiz-News: der neue Ford Ranger Pick-up Heckansicht vor See

Natürlich rollt der Ford Ranger im Normalbetrieb mit Heckantrieb. Sollte der Wunsch aufkommen, mal ins Unwegsame abzubiegen, reicht ein kleiner Dreh am Schalter in der Mittelkonsole. Die Vorderachse kommt ins Spiel, die Elektronik verteilt die Antriebskraft gerecht auf alle vier Räder. Dann allerdings ändert sich das Fahrverhalten abrupt. Bleibt man auf griffigem Untergrund müht sich der Zweitonner nur widerwillig um enge Kurven und beansprucht einen recht üppigen Wendekreis. Die Lehre daraus: Allrad nur, wenn´s schlammig, sandig oder glatt unter den Rädern wird. Denn der Ranger ist ein lupenreiner Geländewagen, den auch Wasserdurchfahrten bis zu 80 Zentimetern Tiefe nicht schocken, der über Böschungen krabbeln kann und der eine Schräglage bis zu 35 Grad akzeptiert.

4x4Schweiz-News: der neue Ford Ranger Pick-up

Unser Ford Ranger hatte eine Doppelkabine – eine von drei Karosserievarianten, es gibt auch eine zweisitzige Version und eine mit schmaler Rückbank. Hier bietet er fast schon PW-Komfort, auf Wunsch beledert und mit vielen weiteren zeitgemässen Details. Die Preisliste bietet Internet-Anbindung mit speziellen Ford-Apps, Satellitenradio oder ein neues Navigationssystem mit Sprachsteuerung und jetzt 20,3 Zentimeter grossem Monitor. Bestellbar sind auch Abstandsradar, Rückfahrkamera, Einparkhilfe und manches mehr. So soll der Riese auch für Freizeitsportler interessant werden, die auf der 1,55 Meter langen Ladefläche diverse Geräte transportieren können. Auch die Zugkraft von bis zu 3,5 Tonnen spricht für den Ford Ranger als Spielgefährten.

4x4Schweiz-News: der neue Ford Ranger Pick-up, Cockpit 4x4Schweiz-News: der neue Ford Ranger Pick-up, Interior und Cockpit 4x4Schweiz-News: der neue Ford Ranger Pick-up, AWD, 4WD Schalter

Die Bilanz nach einer Tour, die auch mal ins Gelände führte: Der Ranger ist geeignet für Profis und Individualisten mit besonderem Anspruch. Er fährt sich problemlos, solange man sich nicht in verwinkelte Altstädte verirrt oder einen Parkplatz in der City sucht. Der Verbrauch des starken Diesels von im Schnitt zehn Litern auf 100 Kilometer ist erträglich, der Komfort besser als das klobige Äussere vermuten lässt. Kritiker solcher Mobile können dennoch beruhigt sein: Man muss sich schon lange an einen Strassenrand stellen, bis man einen Ranger in freier Wildbahn erspähen wird.

Mehr Bilder und den Fahrbericht lesen Sie im nächsten eMAG

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Jannos Kolumne: Ford F150 Raptor

Jannos Kolumne: Ford F150 Raptor

Jannos Kolumne: Ford F150 Raptor

 

Der Ford F 150 Raptor Der Ford F 150 Raptor ist im Grunde eine gepimpte Version des normalen F 150, aber es hat sich gelohnt, denn er hat jetzt 20 PS mehr statt serienmässigen 396 PS. Mit 417 PS kann man ziemlich spektakuläre Sprünge hinlegen. Am Design hat sich auch ganz schön was verändert. Das ganze Chrom an der Front ist jetzt weg. Stattdessen ist die jetzt matt schwarz lackiert. Er sieht ganz schön böse aus und der Motor brüllt wie ein motziger Löwe, das ist nicht nur heisse Luft.

Was aber am erstaunlichsten ist: Man kann mit diesem 3-Tonnen-Monster driften. Auf dem Sender RTL 2 in der Sendung „Grip – Das Motor-Magazin“ zeigen Matthias Malmedi und Nicki Schelle wie das geht. Man kann, wenn man sich traut (!) 417 PS nur auf die Hinterachse stürmen lassen. Dann sind aber durchdrehende Räder garantiert… 

Jannos Fazit: Der Ford ist wirklich allerhöchste Liga und damit spreche ich Ford ein offizielles Lob aus. Kleiner Tipp: „The Beast“ von Geiger-Cars ist teuer, dafür aber auch hart getunt.

 

Unser Kolumnist: JK

Janno Kuhn ist mit 11 Jahren zwar unser jüngstes Redaktionsmitglied, aber es gibt wohl kaum einen grösseren Autofan. „Ich liebe Autos und verpasse keine Autosendung.” sagt er von sich selbst. Er ist mit ganzer Leidenschaft dabei. Er beurteilt Marken und deren Modelle aus der Sicht eines Elfjährigen. Er verurteilt aber auch wenn nötig. Für ihn zählen nur Emotionen und keine rationalen Überlegungen der Erwachsenen. Bis jetzt konnte er sich noch auf keine Marke oder Modell festlegen, dass er mit 18. Jahren dann mal fahren möchte.

Hat dir mein Beitrag gefallen? Hier gibt es noch mehr von mir.

Jannos Kolumne: heute kommt der F-150 unter die Räder.

Jannos Kolumne: heute kommt der F-150 unter die Räder.

Jannos Kolumne: heute kommt der F-150 unter die Räder.

 

Der Ford F 150 ist ein ein Wagen, mit dem man sehr viel Spass haben kann, wenn das passende matschig-schlammige Gelände zur Verfügung steht. Man kann ihn aber auch als Transportmittel für Gras oder Möbel benutzen. Häufig wird er in Texas gefahren, weil dort die Wege zu den Weiden meist ungemütliche Schotterpisten sind und mit 390 PS (287 kW) sollte selbst der steilste Weg kein Problem sein.

Leider ist die Ladefläche nicht gross genug, um auch mal ein verirrtes Rind nach Hause zu fahren!

Von vorne sieht er aus wie eine französische Bulldoge, diese guckt aber ein bisschen langweilig! Im Gegensatz zum Ford F 1 von 1948: Der hatte nämlich eine Front wie eine Schweinenase. Dafür trägt er einen berühmten Titel, nämlich den des am längsten gebauten Pick-up der Welt, immerhin schon seit 59 Jahren.

Ford F1 front

Jannos Fazit: Mir persönlich ist der der F-150 von heute viel zu hässlich, da gefällt mir der F 100 von 1953 viel besser. Auch wenn er schlappe 50 Jahre vor meiner Geburt gebaut wurde.

Mehr zum Ford F-150 gibt es hier: Ford F-150: Wie das Land, so das Auto.

Unser Kolumnist: JK

Janno Kuhn ist mit 11 Jahren zwar unser jüngstes Redaktionsmitglied, aber es gibt wohl kaum einen grösseren Autofan. „Ich liebe Autos und verpasse keine Autosendung.” sagt er von sich selbst. Er ist mit ganzer Leidenschaft dabei. Er beurteilt Marken und deren Modelle aus der Sicht eines Elfjährigen. Er verurteilt aber auch wenn nötig. Für ihn zählen nur Emotionen und keine rationalen Überlegungen der Erwachsenen. Bis jetzt konnte er sich noch auf keine Marke oder Modell festlegen, dass er mit 18. Jahren dann mal fahren möchte.

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Ford F-150: Wie das Land, so das Auto.

Ford F-150: Wie das Land, so das Auto.

Ford F-150: Wie das Land, so das Auto.

 

Modern und rückständig zugleich, innovativ und rustikal und vor allem riesig gross: Der neue Ford F-150 ist ein Spiegelbild seiner Heimat. Und vor allem ist der Pick-Up ein faszinierendes Auto, aus dem man gar nicht mehr aussteigen möchte – zumindest, wenn man damit in Texas unterwegs ist.

San Antonio/Texas/USA. Viel näher als in Gruene liegen die alte und die neue Welt wohl nirgends beisammen. Denn in dem verschlafenen Kaff zwischen New Braunfels und San Antonio sprechen sie Deutsch aber leben amerikanisch, man isst Burger im Biergarten, der Town Square heisst noch Marktplatz und wo man hinschaut, wehen deutsche und amerikanische Flaggen am gleichen Mast. Gruene wurde zwar 1872 von Deutschen gegründet – aber es liegt im Herzen der USA.

Ford F150 – der legitime Nachfolgers des Planwagens der Siedler

Brezeln, Bratwurst und die Bibel in Fraktur – beim Bäcker, auf der Speisekarte der Town Hall und in der Auslage des örtlichen Buchladens ist das deutsche Erbe quicklebendig. Doch auf der Strasse sucht man nach Audi, Mercedes oder VW vergebens. Denn Gruene liegt in Texas und dort fährt man keine Kleinwagen, wie sie die in Good Old Europe bauen. Wer etwas auf sich hält in Gruene, TX, der ist im Ford F-150 unterwegs. Als Amerikas Pick-Up Nummer 1 ist er schliesslich nicht nur das meistverkaufte Auto im Land – und das schon seit über 30 Jahren. Er ist auch der legitime Nachfahre des Pritschenwagens, mit dem die Siedler einst Staaten wie Texas erobert, den Wilden Westen zivilisiert und Städte wie Gruene überhaupt erst gegründet haben. Kein Wunder also, dass Ford ausgerechnet diesen Flecken für die erste Ausfahrt mit dem neuen Modell gewählt hat, das in diesen Tagen in den Handel kommt.

Audi, Jaguar oder Land Rover werden zu Nebendarstellern

Dabei wäre der F-150 im Silicon Valley, na ja, zumindest in der pulsierenden Innenstadt von San Antonio, genauso gut aufgehoben wie hier auf dem gar nicht so platten Land. Denn so rustikal die Grundidee vom Pick-Up mit Starrachsen und Leiterrahmen auch sein mag, ist der F-150 in der 13. Generation ein richtig modernes Auto. Er ist zum Beispiel das erste Auto diesseits der Luxusklasse, das komplett aus Aluminium gebaut wird. Und zwar in Grossserie. „Mit einer Jahresproduktion von bis zu 700’000 Autos werden wir zum grössten Alumium-Abnehmer in der Fahrzeugindustrie“, prahlt Chef-Ingenieur Pete Reyes. Selbst Audi, Jaguar oder Land Rover werden da zu Nebendarstellern.

Wenn Chefkonstrukteur Reyes den Amerikanern den Leichtbau schmackhaft machen will, dann kommt er ihnen nicht mit Emissionen oder Effizienz. Obwohl der F-150 nach seiner 300 Kilo-Diät ein Fünftel weniger verbraucht und in der sparsamsten Version mit nicht einmal zehn Litern zufrieden sein dürfte. Denn Klimaschutz ist Nebensache in einem Land, in dem die Air-Condition nie ausgeschaltet wird oder die Pick-Ups vor dem Diner in Greune den ganzen Abend im Leerlauf orgeln, nur damit die Cola im Cupholder schon kühl bleibt.

“More capable than ever”

Und über die Tankrechnung denkt auch keiner nach, wenn die Gallone Sprit gerade mal wieder billiger ist als der Liter Bier aus einer deutschen Export-Brauerei. Reyes erzählt seinen Kunden lieber, was der neue F-150 jetzt alles schleppen kann, wo er an sich selbst nicht mehr so viel zu schleppen hat: „More capable than ever“, lautet sein Mantra, mehr Nutzen als je zuvor: Also noch mehr Rinderhälften oder Heuballen, Bauschutt oder Minibagger und noch mehr Campingausrüstung oder Sportgerät, sagt der Chief Engineer und in seinen Zuhörern erwachen die Siedler, die beim grossen Treck in den Westen wieder etwas weniger zurück lassen müssen.

Ein Truck aus Aluminium, dem Labberblech, aus dem die Bierdosen gemacht werden, die jeder ordentliche Cowboy mit einem gezielten Tritt in eine kleine Kugel verwandeln kann? Damit sich bei aller Begeisterung nicht auch eine gehörige Portion Skepsis ins Bewusstsein schleicht, streut Reyes in jeden zweiten Satz ein, wie „tough“ der neue F-150 ist: Er erzählt von einem mehrere Millionen Meilen langen Marterprogramm, von Folterstrecken und Dauerläufen unter härtesten Bedingungen. Und er schickt seine Premierengäste nicht nur über Highways und Byways und hängt ihnen tonnenschwere Trailer an den Haken. Er treibt sie auch über einen Offroad-Parcours, auf dem der Pick-Up zum Amphibienfahrzeug wird und sich mit seinem Allradantrieb durch knietiefen Schlamm wühlen muss.

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Der Chief Engineer und freut sich dabei über bis zu 20 Prozent mehr Miles per Gallon. Möglich wird das mit einem Antrieb, der ähnlich revolutionär ist wie der Aufbau des F-150. Denn über die 2,7 Liter Hubraum des neuen 325 PS- und 510 Nm starken V6-Motors hätten die Cowboys auf der Kung Ranch noch bis vor ein paar Jahren herzhaft gelacht. Und ein Pick-Up mit Start-Stopp-Automatik scheint ihnen so sinnvoll wie eine Smith & Wesson mit Platzpatronen. Doch bei Fahrleistungen auf dem Niveau eines Acht- und dem Verbrauch eines Vierzylinders bleibt selbst dem hartgesottensten Cowboy das Lachen im Halse stecken: „Mehr Motor braucht man nicht“, wundern sich die US-Tester – dabei hatten sie eben noch ein Hohelied auf den V8 gesungen, den Ford mit fünf Litern Hubraum und 385 PS für die ewig gestrigen sicherheitshalber doch noch im Programm gelassen hat.

Für Preise, die umgerechnet bei lächerlichen 21’000 Franken beginnen, gibt es nicht nur Extras wie automatisch ausfahrende Trittleitern, Flutlichter an allen Ecken und Enden, die erste elektrische Ladeklappe, ein extrem variables Innenleben mit bequemem Zugang durch weitflüglig öffnende Portaltüren und jede Menge Lack und Leder.

Cowboy-Feeling inklusive

So revolutionär der F-150 unter dem Blech sein mag, so vertraut fühlt es sich an, wenn man mit diesem Trumm durch Texas kutschiert: Man wähnt sich tatsächlich wie auf dem Kutschbock, schaukelt über schartige Highways und lässt sich im Nu von der Gelassenheit anstecken, die von dem riesigen Pick-Up ausgeht. Statt am Limit zu fahren, geniesst man lieber den Luxus, den der F-150 zu bieten hat: Platz ohne Ende und in der Top-Version ist sogar das Cowboy-Feeling inklusive. Denn in Kooperation mit der legendären King Ranch hat Ford aus dunklem Holz und weichem Leder ein Ambiente geschaffen, das förmlich nach Blockhaus und Kaminfeuer duftet – Brandzeichen in den Sitzen inklusive.

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In Städten wie Gruene ist man damit der Star und darf vor der Townhall in der ersten Reihe parkieren – selbst wenn das Heck zwei Meter auf die Strasse ragt. Und sogar die paar deutschen Touristen, die auf der Suche nach ausgewanderten Verwandten über die staubigen Strassen schlendern, schütteln nicht den Kopf, sondern schauen neugierig nach dem blauen Riesen, der da nach einem Tag in Texas staubig und schmutzverkrustet abkühlt,  wie ein Pferd, das nach einem heissen Ritt über die Steppe vor dem Saloon am Trog steht.

Viel näher als hier in Gruene werden sie dem Golf der Amerikaner allerdings nicht kommen. Denn obwohl Ford sein Modellprogramm gerade globalisiert und endlich die US-Legende Mustang ganz offiziell nach Europa exportiert, bleibt der F-150 dem amerikanischen Kontinent vorbehalten, erteilt Chefkonstrukteur Reyes allen Sehnsüchten eine Absage. Schliesslich würden wir so ein Auto doch ohnehin nicht verstehen.

Ford F-150 Raptor für hartes Gelände:

Der neue Ford Raptors 2015

Die Speerspitze seiner erfolgreichen Pick-ups F-150 zeigte Ford auf der Detroit Motor Show 2015. Der besonders robuste F-150 Raptor ist nicht nur leichter, sondern auch stärker geworden. Und das obwohl zwei Zylinder weniger unter seiner wuchtigen Haube arbeiten. Hier geht es zum ganzen Artikel…