Autosalon Genf 2018 – GIMS

Autosalon Genf 2018 – GIMS

Autosalon Genf 2018 – GIMS

 

„Business as usual“ könnte das Motto der 88sten Auflage des Genfer Autosalons lauten. Auf kaum einer anderen Automesse wird heute noch eine derart ungenierte PS-Show geboten wie in Genf. Das offizielle Plakat der Frühjahrsmesse zeigt einen Sportwagen, der extreme Leistung und aufregendes Design verspricht. Und eben jene unverhohlene Zurschaustellung von Kraft und Luxus macht wie in den Jahrzehnten zuvor das einzigartige und besondere Flair der Messe aus. Doch da natürlich auch hier das Thema Elektrifizierung nicht wegzudiskutieren ist, weist der Autosalon 2018 eine besonders grosse Bandbreite auf.

Die Highlights des Genfer Autosalon GIMS 2018

Ganz der Genf-Tradition entsprechend präsentieren Sportwagenhersteller neueste Kreationen, die sich in puncto Leistung in der Regel weit jenseits der Vernunft bewegen. Zu den Klassikern der Szene gehören auch in diesem Jahr wieder Koenigsegg, Pagani, McLaren oder Ferrari. Diese zum Tafelsilber der Messe zählenden Marken warten mit neuen PS-Protzern wie dem Senna oder dem 488 Pista auf, die sich leistungstechnisch durchweg jenseits der 700 PS bewegen. Es geht aber noch deutlich mehr, wie die Neuheiten der exotischen Hersteller Zenvo oder Corbellati am Autosalon 2018 zeigen.

Jeep Willys 1941

Jeep Willys 1941

Ist der Autosalon 2018 also die Messe der Unvernunft?

Ja und nein, denn es gibt eben auch diverse elektrisch getriebene Premieren. Zu den wiederum leistungsorientierten Stromern zählt ein neues Auto der kroatischen Firma Rimac oder das Coupé 1 der Volvo-Tochter Polestar. Darüber hinaus zeigt VW mit der Studie I.D. Vizzion, wie die Antwort der Wolfsburger auf Teslas Model S aussehen könnte. Und dann kommen nach Genf noch einige nicht ganz so starke und nicht ganz so hoch bauende Alltagsautos für Jedermann. Dazu gehört die vierte Generation der Mercedes A-Klasse, die optisch dem Vorgänger ähnelt, dafür aber im Innenraum ein neues und höheres Premium-Niveau erreicht. Ebenfalls innen und aussen deutlich aufgefrischt hat Kia die Neuauflage des Ceed. Der neue Kompakt-Koreaner wird sich als klassischer Fünftürer und zusätzlich in einer gänzlich neuen Karosserievariante präsentieren, bei der es sich voraussichtlich um eine Shooting-Brake-Version handeln wird. In neuem Look und auf neuer Plattform fährt in Genf ausserdem die dritte Generation des Toyota Auris vor, der wieder als Besonderheit einen ökologisch korrekten Hybridantrieb bietet. Bislang von Ford noch nicht bestätigt, könnte als weitere Kompakt-Neuheit der neue Focus sein Stelldichein in Genf geben. Eine Klasse höher werden noch die Neuauflagen des Volvo V60 und des Peugeot 508 zu sehen sein. Die französische Löwenmarke zeigt zudem mit dem Rifter den Nachfolger des Hochdachkombis Partner, der als Schwestermodell Berlingo in leicht abgewandelter Form auch bei Citroen stehen wird. In einer dritten Variante wird Opel den französischen Hochdachkombi ab Sommer als Combo verkaufen, der allerdings nicht in Genf stehen wird. Opel hat erstmals seit Jahrzehnten die Messe am Lac Léman abgesagt. Für die Rüsselsheimer lautet das Motto des Genfer Autosalon 2018 in diesem Jahr also eher „Business as unusual“.

Suzuki Swift Sport

Suzuki Swift Sport

Suzuki stellt am Autosalon 2018 den Swift Sport vor

Klein, stark, leicht – die Sportvariante des Suzuki Swift präsentiert sich in der Neuauflage wieder als juveniles Spassmobil. Fahrspass verspricht vor allem das geringe Gewicht. Anders als beim alten Modell kommt kein 1,6-Liter-Saugmotor, sondern ein durchzugsstarker 1,4-Liter-Turbo zum Einsatz, der mit 230 Nm fast 50 Prozent mehr Drehmoment liefert. Geschaltet wird manuell über ein Sechsganggetriebe, das die Kraft an die Vorderräder des knapp 3,90 Meter kurzen Kleinwagens leitet. Optisch ist das Sport-Styling von eher dezenter Natur. Der vergrösserte Kühlergrill trägt ein Wabengitter, die umgestaltete Frontschürze mit zusätzlicher Spoilerlippe lässt das Gesicht forscher wirken. Dunkel unterlegte Scheinwerfer, schwarze Seitenschwelleraufsätze, 17-Zoll-Leichtmetallräder, dunkel getönte Heckscheiben und auf Wunsch ein grellgelber Aussenlack runden das Design-Programm für die Top-Variante aussen ab.

Ford Mustang „Bullit“

Ford Mustang „Bullitt“ mit 475 PS

Der Ford Mustang „Bullitt“ mit 475 PS zog am Genfer Autosalon 2018 viel Aufmerksamkeit auf sich

50 Jahre nachdem Steve McQueen in „Bullitt“ durch die Strassen von San Francisco raste, legt Ford ein Sondermodell des aktuellen Mustang als Hommage an den legendären Filmwagen auf. Der Mustang „Bullitt“ kommt mit 475 PS daher, die das Pony-Car auf 262 km/h beschleunigen. Passenderweise ist die Sonderversion im gleichen „Dark Highland Green“ lackiert wie das legendäre Filmauto, das nach 40 Jahren wieder aufgetaucht ist. Wie beim Original verzichtet Ford beim neuen Auto auf den übermässigen Einsatz von Chrom-Zierrat und setzt eher auf dunkle Akzente. Auch im Innenraum erinnert viel an das Filmfahrzeug: alle Ziernähte sind in Grün gehalten und auf dem Schaltstock des manuellen Sechsgang-Getriebes thront der gleiche, einer weissen Billardkugel ähnelnde Knauf wie im Filmklassiker aus den 60ern. Optional gibt es ausserdem Schalensitze von Recaro mit Lederbezug.

Giugiaro

Giugiaro Sybilla

Sybilla heisst die elektrisch angetriebene Limousine

Der Genfer Salon lebt nicht zuletzt von seinen aufregenden Fahrzeug-Studien. In diesem Jahr präsentiert Star-Designer Giorgetto Giugiaro die Studie einer Elektro-Limousine. Das Concept Car namens Sybilla ist in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Energieunternehmen Envision entstanden und soll zeigen, dass Elektroautos auch als Energiepuffer oder zur Notstromversorgung von Häusern genutzt werden können. Bei der Fünf-Meter-Limousine käme dem 75 kWh grossen Akku diese Aufgabe zu. In erster Linie ist das Konzeptfahrzeug von Giugiaros Studio GFG Style aber Design-Schaustück. Hingucker ist das grosse Glas-Kuppeldach, das nach vorne gleiten kann, um den Einstieg ins Fahrzeuginnere freizugeben. Zudem tönt es sich bei Sonneneinstrahlung selbstständig ab. Innen gibt es vier Einzelsitze und ein Jet-Lenkrad für den Fahrer. Letzteres wäre streng genommen nicht nötig, da die Limousine auch autonom fährt.

Audi R8 RWS

Audi R8 RWS mit 540 PS

Audi R8 RWS

Eine Audi Performance Maschine mit Heckantrieb? Vor zwei Jahren hätte es das wohl noch nicht gegeben: Damals figurierte die Performance-Division Audi Sport noch als quattro GmbH. Und was diese neue Variante des Supersportwagens Audi R8 auszeichnet, ist ein puristische Antriebskonzept: Der R8 RWS verzichtet auf die angetriebene Vorderachse und präsentiert sich als reiner Hecktriebler. Quattro passt hier also nicht. Mit diesem Konzept wird der R8 RWS zu einer extremen Fahrmaschine, die sich zwar handzahm geben kann, nach Wunsch allerdings auch gerne den leichtfüssigen Drifter herauskehrt: Die 540 PS und 540 Nm Drehmoment landen zu 100 Prozent auf der Hinterachse mit mechanischer Differentialsperre. Und so lässt sich der R8 RWS für Könner nicht nur mit der extrem präzisen, elektromechanischen Servolenkung, sondern auch mit dem Gaspedal hervorragend lenken. Das sollte man übrigens zunächst einmal auf abgesperrter Piste ausprobieren.

Cupra Ateca

Cupra Ateca

Der CUPRA Ateca kommt als Zweiliter-Turbobenziner mit 300 PS

Was in München die „M GmbH“ und in Ingolstadt „Audi Sport“ ist, soll in Martorell nun „Cupra“ werden. Trugen bisher die sportlichen Seat-Derivate nur diesen Beinamen, werden sie in Zukunft unter der Marke Cupra mit dem kupferfarbenen Dreizack-Logo ausgeliefert. Seat-Vorstandsvorsitzender Luca de Meo betitelt die Cupra-Derivate als „Liebeserklärung an den Motorsport.“ Deswegen setzt er bei der hauseigenen neuen Performancemarke auf die Mitarbeiter der Motorsportdivision des Unternehmens. Vertriebs- und Marketingvorstand Wayne Griffiths spricht dabei gerne von dem englischen Wort „sophisticated“. Mit dem Label Cupra möchte Seat eine eigene, exklusive Community aufbauen und rechnet damit, dass die Sportmodelle künftig rund zehn Prozent des gesamten Produktmixes ausmachen werden. Zur Einführung zeigt der Hersteller nun den Cupra Ateca, eine scharfe Version des kompakten SUV. Der Ateca bekommt den aus dem Leon Cupra bekannten Zweiliter-Turbobenziner mit 300 PS, Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb.

Skoda Vision X

Skoda Vision X

Skoda Vision X mit 1,5-Liter-Verbrenner für kontinuierlichen Allradantrieb.

Skoda gibt mit der Crossover-Studie Vision X einen Ausblick auf sein kleinstes SUV und zeigt die automobile Zukunft des tschechischen Autobauers. Das Concept-Car zeigt typische Skoda-Tugenden, aber die grösste Neuheit steckt unterm Blech: ein Hybrid mit kombiniertem Erdgas-, Benzin- und Elektroantrieb. Ein E-Aggregat an der Hinterachse, das seine Energie aus einem 48-Volt-Batteriesystem bezieht, sorgt im Zusammenspiel mit dem 1,5-Liter-Verbrenner für kontinuierlichen Allradantrieb. Über ein Planetengetriebe fliessen bei Bedarf bis zu 1’000 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterräder. Verpackt ist das Ganze in einem stylischen Äusseren. Der neue Skoda-Chefdesigner Oliver Stefani ist besonders stolz auf die neue Front mit neuem Lichtkonzept. Der schwarze Grill des Vision X ist übrigens aus böhmischem Glas modelliert. Hinten zeigen zum C geschwungene Rücklichter und der Hüftknick die Familienähnlichkeit zum Karoq. Und hinter der Heckklappe liegen im Genfer Unikat zwei Elektro-Skateboards für die letzte Meile durch die Fussgängerzone zum Ziel. Ernster wird es dagegen wieder bei der zweiten grossen Neuigkeit unterm Blech: das Gegenstück zum Elektromotor ist nämlich im Vision X ein CNG-Aggregat. Es lässt sich also zusätzlich zum Benzin mit Gas betreiben und soll Skoda damit beim Erreichen der CO2-Vorgaben helfen.

Subaru Outback

Subaru Outback

Subaru Outback 4×4 mit EyeSight und integriertem Spurhalte-Assistent

Des Schweizers liebster „Subi“ ist zweifelsfrei der Outback. Damit das auch weiterhin so bleibt, haben die Japaner ihr Flaggschiff optisch und technisch überarbeitet. Wie immer ist der markentypische Boxermotor und der symmetrische Allradantrieb an Bord. Anders als bei anderen Herstellern ist das Allradsystem bei Subaru keine Option, durch die ein zweiradgetriebenes Auto auf 4×4 aufgerüstet wird, sondern integraler Bestandteil des Fahrzeugkonzepts. Die symmetrischen Anordnung des Antriebsstrangs ist somit auch der Namensgeber für das Antriebskonzept: Die Kurbelwelle des Motors, das Getriebe, die Kardanwelle und alle Differentiale sind auf der Längsachse des Fahrzeugs angeordnet. Zu den technischen Neuerungen beim Modelljahrgang 2018 zählen neben neuen Leuchteinheiten eine im Kühlergrill integrierte Front-Sicht-Kamera und Seitensichtkamera sowie ein im Fahrerassistent-System EyeSight integrierter Spurhalte-Assistent.

Nissan Leaf

Nissan Leaf am tanken

Der Nissan Leaf schafft bis zu 378 km Reichweite

Elektroautos werden langsam Normalität auf unseren Strassen. So passt es ganz gut, dass der Nissan Leaf als weltweit meistverkauftes Elektroauto in der zweiten Generation sein schrulliges Blechkleid gegen eine etwas konventionellere Karosserie tauscht. Wichtigste Neuerungen neben dem Design: Mehr Reichweite. Der Stromspeicher nimmt im neuen Leaf genau den gleichen Raum ein wie im Vorgänger, hat aber deutlich mehr Kapazität. Statt wie bisher 30 kWh gehen jetzt 40 kWh Strom in den Tank. Im europäischen Messzyklus steigt die Reichweite damit von 250 auf 378 km. Der deutlich realitätsnähere WLTP-Test bescheinigt dem Leaf immerhin rund 280 Kilometer Reichweite. Geladen wird der Akku entweder über ein Typ-2-Kabel oder per Gleichstrom mit Chademo-Stecker (bis 50 kW), der die Batterie in 40 Minuten zu 80 Prozent füllt.

Hyundai Nexo

Das Brennstoffzellen-SUV Hyundai Nexo

Hyundai bringt das Brennstoffzellen-SUV Nexo schon in wenigen Monaten auf den Markt

Mit dem neuen Nexo ringt Hyundai erneut um die Öko-Krone unter den Autoherstellern mit alternativem Antrieb. Der Nachfolger des Hyundai ix35 Fuel Cell basiert auf einer eigenständigen Plattform und verfügt über eine vollständig überarbeitete Brennstoffzellentechnologie. Herzstück des Mittelklasse-SUV ist eine mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle, die einen 163 PS starken E-Motor mit Strom versorgt. Aus den gut sechs Kilo Wasserstoff in den drei Karbontanks im Unterboden generiert die Brennstoffzelle im Normzyklus Strom für knapp 600 Kilometer. Am gesamten Fahrzeug wurde viel Detailarbeit geleistet. So liess sich der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle auf 60 Prozent steigern. Die gute Aerodynamik profitiert vom flächig verkleideten Unterboden, den versenkten Türgriffen, den zweiteiligen Aero-Felgen und dem Luftkanal an der D-Säule. Um den zukunftsweisenden Charakter des Hyundai Nexo zu untermauern, verfügt die zweite Seriengeneration des Brennstoffzellen-SUV über eine Vielzahl an Fahrerassistenzsystemen. Dazu gehört auch der Blind Spot View Monitor, der beim geplanten Spurwechsel die Fahrzeugumgebung im Fahrerdisplay angezeigt.

Mitsubishi e-Evolution Concept

Mitsubishi e-Evolution Concept - Crossover und Elektromotor

Mitsubishi gewährt einen Blick in die Zukunft der Marke

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz will Mitsubishi Autofahrer besser machen. Das nun an Bord einer Studie vorgestellte Computer-System coacht sogar während der Fahrt. Crossover und Elektromotor – das soll die Zukunft von Mitsubishi sein. Wie sich beide Trends zu einem neuen Marken-Flaggschiff kombinieren lassen, zeigen die Japaner mit der Studie e-Evolution. Den Antrieb des kompakten Allraders übernehmen insgesamt drei E-Motoren, einer an der Vorderachse, zwei hinten. Das Zusammenspiel von Antrieb, Auto, Fahrer und Umwelt wird von einer künstlichen Intelligenz geregelt, die dem Menschen die Arbeit erleichtern und ihn darüberhinaus auch coachen soll. Das System analysiert dazu die Fähigkeiten des Fahrers und gibt per Sprachdialog Feedback, um diese zu verbessern. Mitsubishi spricht bei der Studie von einem Blick in die nahe Zukunft der Marke.

Volvo V60

Volvo V60 am Autosalon Genf

Der Volvo V60 ist in puncto Sicherheit vorbildlich ausstaffiert, wovon man sich am Genfer Autosalon 2018 überzeugen konnte

Nach und nach entledigt sich Volvo dem Erbe der bereits 2010 beendeten Ford-Ära. Als nächstes erneuern die Schweden den V60, der wie zuvor die Baureihen XC90/60 und S90/V90 auf der mit Neueigner Geely einwickelten SPA- statt wie bisher auf Mondeo-Plattform aufsetzt. Und damit ist bereits der technische Rahmen gesteckt: Der V60 ist einfach ein kleiner Zwilling des V90. Optisch scheint das Downsizing eher ein Vorteil, denn die Proportionen sind weniger ausladend. Wie auch die anderen V- und XC-Geschwister bietet der V60 innen ein sehr übersichtliches und schnörkellos schickes Interieur. Schalter und Knöpfe sind hier Mangelware, dafür gibt es zentral im Armaturenbrett einen 9,2-Zoll-Touchscreen, über den sich neben Navi- und Medien-Funktionen unter anderem auch Klima, Sitzheizung oder Assistenzsysteme steuern lassen. Mäusekino und Schalterwust gehören also der Vergangenheit an. Einer wichtigen Tradition der Schweden-Marke bleibt der V60 treu, denn in puncto Sicherheit ist die Neuauflage vorbildlich ausstaffiert, wie das umfangreiche Arsenal moderner Assistenzsysteme untersteicht.

New Stratos

New Stratos in Schwarz metallic

Vom New Stratos werden nur 25 Exemplare produziert – ein rares Exponat am Genfer Autosalon 2018

Alle wollten ihn, ausser Ferrari. Das Veto des Sportwagenherstellers verhinderte den Bau einer Kleinserie des New Stratos. Jetzt bekommt der Retro-Renner seine zweite Chance. Eine bereits vor Jahren angedachte Produktion des New Stratos als Hommage an den 70er-Jahre-Sportwagen Lancia Stratos wurde aufgrund des Vetos von Ferrari gestoppt. Unter dem ersten und bislang einzigen Exemplar steckte nämlich ein Ferrari F430. Mit einer Serienproduktion auf dieser Basis wollte sich der Sportwagenhersteller aus Maranello nicht einverstanden geben. Entsprechend wurde das massgeblich vom deutschen Unternehmer Michael Stoschek initiierte Projekt auf Eis gelegt und galt als gescheitert. Doch die Manifattura Automobili Torino (MAT) wird Produktion von 25 Exemplaren des New Stratos auf der Automesse ankündigen und zugleich drei Varianten des Retro-Sportlers vorstellen.

Range Rover SV Coupé

Range Rover SV Coupé

Das Range Rover SV Coupé kommt voraussichtlich als Top-Benziner mit acht Zylindern, 5,0 Litern Hubraum und Kompressoraufladung

Zurück zu den Wurzeln: Wie schon in den 70er-Jahren legen die Briten eine dreitürige Variante des Range Rover auf. Diesmal aber als streng limitierte Superluxus-Edition. Der dreitürige Range Rover ist eine Hommage an das 1970 vorgestellte Ur-Modell, das ebenfalls ohne Fondportale auskam. Erst in den frühen 80er-Jahren wurde der Luxus-Geländewagen zum heute bekannten Fünftürer. Das zweitürige SUV-Coupé krönt künftig die Range Rover-Familie. Der Luxus-Allrader wird aus Anlass des 70. Geburtstags von Land Rover in einer Auflage von 999 Exemplaren per Hand gebaut. Entwickelt wurde das Modell von der konzerneigenen Tuningabteilung Special Vehicles Operations, weshalb der volle Name „Range Rover SV Coupé“ lautet. Für den Antrieb dürfte der aus dem Fünftürer bekannte Top-Benziner mit acht Zylindern, 5,0 Litern Hubraum und Kompressoraufladung zum Einsatz kommen. Im Innenraum findet das neue Infotainment-System aus dem kleinen Bruder Velar Verwendung.

Mercedes-Benz A-Klasse

Mercedes-Benz A-Klasse in Mattgrau

Die Mercedes-Benz A-Klasse kommt wie gewohnt sportlich daher

Nach dem grundlegenden Wandel vor sechs Jahren vom Mini-Van im One-Box-Design hinzu einem sportlichen Hatchback-Modell blieben ein paar Unzulänglichkeiten. Den Kunden hat dies nicht gestört. Im Gegenteil, die A-Klasse verkaufte sich besser denn je und bildet für viele Käufer den Einstieg in die Markenwelt von Mercedes. Wie sich die neue A-Klasse nun präsentiert, lässt einen schon ein bisschen mit offenem Mund dastehen. Denn sie verfügt nicht nur über das modernste Cockpit im Hause Mercedes, sondern auch über das fortschrittlichste Bediensystem, das weltweit im Kompaktsegment überhaupt angeboten wird. Es nennt sich MBUX und könnte selbst Alexa von Amazon die Stimme verschlagen. Bei MBUX (das steht für Mercedes-Benz User Experience) läuft fast alles über die Bildschirme. Plural? Ja, die A-Klasse besitzt gleich zwei Displays, vereint unter einer riesigen Glasfläche, ganz ähnlich dem Widescreen in S- und E-Klasse. Bei so viel neuer, digitaler Ausstattung scheint der Rest der neuen A-Klasse fast zu verblassen. Design-Direktor Gorden Wagener verpasste dem Kompaktmodell gegenüber der Vorgängerversion glattere Flächen, ohne es am sportlichen Auftritt mangeln zu lassen.

BMW X2

BMW X2

Der neue BMW X2 setzt deutlich vom acht Zentimeter längeren X1 ab

Als drittes SUV-Coupé der Münchner schliesst der X2 die letzte Lücke in der X-Serie vom Einser bis zum Sechser und präsentiert sich mit 4,36 Metern Länge als kürzester Vertreter der Geländewagen-Riege. In der Seitenansicht fallen die fast rechteckigen Radläufe auf, in denen maximal 20 Zoll grosse Räder stehen. Unter anderem die sehr hohe Schulterlinie und die daraus resultierenden, schmal zulaufenden Seitenfenster verwandeln das Fahrerhaus optisch in eine flache Kanzel. Zusammen mit dem eigenständig gestalteten Heck samt recht hoch platzierten LED-Rücklichtern mit L-förmiger Lichtgrafik setzt sich der X2 deutlich vom acht Zentimeter längeren X1 ab. BMW i8 Roadster Der flügeltürige Hybridsportler ist ja schon seit einigen Jahren auf unseren Strassen unterwegs, nun folgt der nächste logische Schritt einer Sportwagenentwicklung, nämlich eine Cabrio-Variante. Dabei bleiben dem Roadster die charakteristischen Türen erhalten. Für die Frischluftzufuhr sorgt ein Softtop-Verdeck, das sich bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h in 15 Sekunden öffnen oder schliessen lässt. Da die Stoffmütze senkrecht zwischen Kabine und Motor gelagert wird, entsteht ausserdem ein um rund 100 Liter gewachsenes Gepäckvolumen. Auch technisch hat BMW den i8 weiterentwickelt: Die Batterie sorgt für eine elektrische Reichweite von 53 Kilometer beim Roadster und 55 Kilometer beim Coupé. Der Elektromotor gibt ausserdem mehr Kraft zur Systemleistung dazu, womit der gesamte Kraft-Output auf 374 PS anwächst. Wer den i8 gerne im reinelektrischen Modus bewegt, kann das mit zartem Gasfuss nun bis 105 km/h tun. Schneller geht es, wenn man die neue „eDrive“-Taste drückt. Dann fährt der i8 maximal 120 km/h im Strom-Modus.

Lexus UX

Der Crossover Lexus UX

Der Crossover Lexus UX wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 erhältlich sein

Mit der Hybrid-Limousine CT konnte sich Lexus in Europa nicht durchsetzen. Der neue UX soll es mit Rückenwind durch den SUV-Trend und einer neuen Plattform für eine aussergewöhnliche steife Karosserie mit niedrigem Schwerpunkt und agilem Handling besser machen. Die Toyota-Tochter zeigt die muskulöse Serienversion der 2016 präsentierten Studie UX. Der Crossover soll in der zweiten Jahreshälfte gegen Mercedes GLA, Jaguar E-Pace und BMW X1 antreten. Neben konventionellen Benzinern dürfte es unter der Haube auch einen markenüblichen Hybridantrieb geben, auch Allradantrieb wird wohl zu haben sein.

Polestar 1

Polestar 1 am Genfer Autosalon

Der Polestar 1 wird im Rahmen eines Abonnements mit fester Rate angeboten

Vom Haustuner zur E-Automarke: Volvos ehemaliger Sport-Ableger Polestar stellt eine seriennahe Studie seines ersten Modells als eigenständiger Autohersteller vor. Auch wenn der Polestar 1 klar im aktuellen Volvo-Designstil gestaltet ist, verzichtet er auf das Logo der schwedischen Marke und trägt stattdessen ein eigenes Emblem in Form eines stilisierten Polarsterns. Anders als die konventionellen Modelle von Volvo wird das E-Mobil jedoch zu grossen Teilen aus Carbonfaser bestehen. Unter der Haube kommt ein Plug-in-Hybrid-Antrieb zum Einsatz. Im Normalfall soll der Polestar 1 allerdings allein von einer 218 PS starken Elektromotoren-Kombination an der Hinterachse bewegt werden. Deren Batterie reicht laut Hersteller für 150 Kilometer emissionsfreie Fahrt. Auf der Langstrecke lässt sich zudem ein 2,0-Liter-Vierzylinderbenziner an der Vorderachse zuschalten, gemeinsam leistet das Motoren-Trio dann 600 PS. Der Polestar 1 wird nicht verkauft, sondern im Rahmen eines Abonnements mit fester Rate angeboten. Das Portfolio der jungen Marke wird jedoch schnell ausgebaut. Ende 2019 soll die Produktion der rein elektrisch angetriebenen Limousine Polestar 2 starten.

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Polestar 1 – Der Taser von Volvo gegen Tesla

Polestar 1 – Der Taser von Volvo gegen Tesla

Polestar 1 – Der Taser von Volvo gegen Tesla

 

Die Volvo-Tochter Polestar präsentiert in Shanghai das Modell Polestar 1, ein zweitüriges Grand Tourer Coupé mit vier Sitzen. Dieses steht auf Volvos Scalable Platform Architecture (SPA), also der gleichen Basis wie die Modelle S90, V90, XC60/XC90, liefert 600 PS und brachiale 1000 Nm (!) Drehmoment. Diese Leistung liegt genau zwischen den Tesla S-Modellen 100D und P100D, die aus rein elektrischer Kraft 428 PS/660 Nm bzw. 700 PS/660 Nm erzeugen.

Polestar 1 black, Hinteransicht

Polestar 1 – Der “fast Tesla”

Und da liegt auch genau der Hauptunterschied zwischen Polestar 1 und Telsa S; wo die Kalifornier die Energie ausschliesslich aus der Batterie beziehen, nimmt der Polestar 1 einen Benzinmotor zu Hilfe. Ein klassischer Plug-in-Hybrid halt, genannt ‘Electric Performance Hybrid’. Erst ab dem Modell Polestar 2 wird der Antrieb vollständig elektrisch sein.

Bislang war Polestar als Volvos Tuning-Schmiede bekannt. Ab 1996 in Kooperation haben die Schweden, bzw. die chinesische Muttergesellschaft Geely, das Unternehmen 2015 ganz übernommen und mit einem Batzen in dreistelliger Millionenhöhe startklar gemacht. Projektleiter und Designchef in Personalunion, Thomas Ingenlath, gibt ein paar Insights zum Wagen:

“Polestar 1 ist das erste Modell, dass das Logo der neuen Marke auf der Kühlerhaube trägt. Unter der Haube befindet sich ein komplett neuer E-Antrieb mit zwei Motoren, die über ein Planetengetriebe verbunden die Hinterachse antreiben und 218 PS liefern. Im reinen Elektrobetrieb schafft der Wagen bis zu 150km Reichweite, was vielen Kunden ermöglichen wird, ihr Ziel ausschliesslich im Elektro-Modus zu erreichen.”

Polestar Logo

Wenn das mal nicht reichen sollte, steht zusätzlich ein Volvo-eigener Drive-E Zweiliter-Vierzylinder Benzin-Motor für die Vorderachse parat. Dieser muss auch zugeschaltet werden, wenn die 600 PS/1000 NM Maximum-Performance abgerufen werden soll.

Mit den 150km Maximum-Distanz hängt der schnelle Schwede die Plug-in-Hybrid-Modelle von Audi, Jaguar oder Porsche locker ab und führt in dieser Disziplin klar. Vorerst. Denn 2019 stehen die jetzt überholten Konkurrenten mit e-Tron-, i-Pace- und Mission E-Modellen am Start, die rein elektrisch in der Lage sein werden, deutlich längere Strecken zu absolvieren. Und Telsa, ja Tesla bringt bereits heute reine Elektroreichweiten von jenseits der 600km zustande.

Polestar 1 in weisser Ausführung

Ein zukunftsweisendes Vertriebskonzept.

Ein sehr spannendes Element ist das Vertriebskonzept in Form eines Abo-Modells. “Dies soll den Kunden erlauben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren; das Fahr-Erlebnis”, wie Jonathan Goodman von Polestar erklärt. Konfigurieren und Bestellen funktioniert nur online und kaufen in diesem Sinne kann man den Wagen auch nicht. Dafür fällt eine monatliche Flatrate an, mit der Polestar seinen Kunden zusätzlich alles Mühsame rund ums Autofahren und -besitzen abnehmen will. Inkludiert sind beispielsweise Abschreibungs- und Versicherungskosten und das Abholen und Zurückbringen des Wagens bei anstehendem Service. Dazu gibt es eine Reihe von Concierge-Services wie das Ausleihen einer Skibox für die Winterferien (inkl. Montage/Demontage zu Hause) und anderen Annehmlichkeiten. Alles zentral gemanagt über eine App und monatlich abgerechnet. Die App dient dazu auch gleich als Zündschlüssel.

Polestar 1 schwarz, Hinteransicht

Es wird sich zeigen wie sich die neue Marke im Regelbetrieb behaupten wird. Das Vertriebskonzept ist auf jeden Fall ein grosser Schritt in die Zukunft und muss sich vorab beim Launch des Polestar 1 (Mitte 2019) und anschliessend beim Modell 2 (vollelektrisch, Mittelklasse, Ende 2019) und dem ebenfalls vollelektrischen SUV (2021) behaupten.

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