Jeep Gladiator Mojave – der Wüstenrenner

Jeep Gladiator Mojave – der Wüstenrenner

Jeep Gladiator Mojave – der Wüstenrenner

 

Fast zu schön um ihn in die Wüste zu schicken: Jeep stellt die Mojave-Version des Gladiators vor. Daran wurde nochmals tüchtig rumgeschraubt.

Offroad ist nicht gleich Offroad, wie wir alle wissen. Und wenn es jemand ganz genau weiss, sind es die Entwickler bei Jeep. So wurde nicht nur der Allradantrieb des Gladiators Mojave speziell für das Wüsten-Terrain abgestimmt, sondern auch das Fahrwerk.

Der hält was aus

Der Jeep Gladiator Mojave hat Fox-Hochleistungsstossdämpfer und hydraulische Anschlagpuffer, die starke Stösse aushalten und vor Überhitzung geschützt sind. Wie das Fahrwerk wurden auch der ganze Rahmen, die Achsen und die Achsschenkel zusätzlich verstärkt.


Höher gleich besser

Die Vorderachse wird um 2,54 Zentimeter höher gelegt und mit einer Unterfahrschutz-Platte versehen. Die Bodenfreiheit misst nun insgesamt 29,5 Zentimeter. Der vordere Böschungswinkel beträgt 44,7 Grad, der hintere 25,5 Grad, gibt Jeep an.

Passend für das Terrain bekommt der Mojave 33-Zoll-Falken-Wildpeak-Geländereifen. Und sollten diese auf rutschigem Untergrund trotzdem durchdrehen: Wie beim normalen Gladiator auch lässt sich die Hinterachse für besseren Grip sperren.

V6-Motor

Angetrieben wird der Mojave vom Jeep Top-Motor, dem 3,6 Liter-Pentastar-V6 mit 288 PS. Serienmässig wird der Jeep Gladiator Mojave mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe ausgeliefert; optional gibt es auch eine 8-Gang-Automatik.

Schick, schick


Der Gladiator High Altitude fährt mit einer besonders luxuriösen Ausstattung vor, sowie 20″-Alufelgen, LED-Scheinwerfern und einem speziellen Farbmix. Innen gibt es Sitze mit Nappa-Lederbezug und schicken Kontrastnähten, auch am Cockpit, Mittelkonsole und am Lenkrad.

USA, USA, USA: Der Harley Truck F-250

USA, USA, USA: Der Harley Truck F-250

USA, USA, USA: Der Harley Truck F-250

 

Amerikanischer geht es nicht: Harley-Davidson und Ford. Zwei Ikonen der amerikanischen Kultur machen wieder gemeinsame Sache und bringen eine auf 250 Stück limitierte Harley-Davidson Version des F-250 Pickups. 

Nur noch, wenn James Dean mit Marilyn Monroe gemeinsam in einer Netflix-Serie über das Leben von John Wayne spielen würden, wäre es amerikanischer als die Kooperation zwischen Ford und Harley-Davidson. Ikonische Brands, die bereits letztes Jahr mit dem F-150 Pickup eine erfolgreiche Kooperation lancierten. Dieses Mal wurde der F-250-Pickup ausgewählt.

Orange is the new black

Wie sein F-150-Gegenstück wurde das schwarz-orange farbene Fahrzeug mit vielen Harley-Design Elementen verziert. Zum Beispiel der Kühlergrill mit dem strukturierten Wabengitter, einem mit Harley-Davidson Schriftzug verzierten Frontstossfänger mit integriertem Lichtbalken und einem Satz dunkler Fatboy-Felgen.

Bigger is better

Zusätzlich erhält der F-250 auf der Pritsche ein riesiges Harley-Davidson Emblem sowie Auspuffendrohre mit orange farbigem Akzent. Der Harley Truck sieht nicht nur beeindruckend aus, er ist es auch: 700 PS wummern unter der fetten Haube.

Wer einen haben will, sollte sich beeilen. Denn der Harley Truck wird in einer limitierten Auflage von nur 250 Stück produziert.

Fahrbericht Mercedes-Benz X 350 d: X-tra-Klasse auf Eis und Schnee

Fahrbericht Mercedes-Benz X 350 d: X-tra-Klasse auf Eis und Schnee

Fahrbericht Mercedes-Benz X 350 d: X-tra-Klasse auf Eis und Schnee

 

Auf dem Timmelsjoch – einer abgesperrten Passstrasse an der österreichisch/italienischen Grenze – können wir die X-Klasse mit V6-Turbo-Motor sowie permanentem Allrad auf Schnee und Eis testen.

Mercedes-Benz

Mit einem Doppelkabinen-Pickup über vereiste Passstrassen zu jagen, braucht schon ein wenig Mut. Ungefähr so wie auf Stelzen einen schmalen Bergweg entlang zu rennen. Doch dann die Überraschung: Der X 350 d 4MATIC fährt sich gar nicht stelzbeinig. Im Gegenteil, überraschend agil, spurtreu und überhaupt nicht wie ein Nutzfahrzeug.

Mercedes-Benz@Hochgurgl 2018

Schon nach wenigen Minuten vergisst man gänzlich den Aufbau des Autos, so easy und souverän wie der Pick-up über das schneebedeckte Eis gleitet, ohne auch nur einmal die Contenance zu verlieren. Im Gegenteil: Der Sechszylinder der Mercedes Pick-up-Klasse grippt sich auf den schneebedeckten Eisstrassen hoch als wäre er ein Pistenfahrzeug.

Mercedes-Benz@Hochgurgl 2018

Ja, wir alle wissen um die Genetik der neuen Mercedes X-Klasse: Nissan Navara, Renault Alaskan, blabla. Dabei hat der X 350 nur noch äusserlich etwas von seinen bodenständigen Brüdern. Mit dem 3,0-Liter-Sechszylinder-Dieselmotor mit Common-Rail-Direkteinspritzung, zieht Mercedes-Technik nun auch unter der Motorhaube ein und hebt sich damit klar von seiner Verwandtschaft ab. In Kombination mit dem schnell schaltenden Automatikgetriebe, permanentem 4Matic-Allradantrieb mit Low-Range-Untersetzung und optionaler Differenzialsperre an der Hinterachse ist der Pick-up für alles gewappnet, was man ihm aufbürdet.

Wir haben natürlich auch den Kleinen getestet: 
Fahrbericht Mercedes-Benz X-Klasse 250d

Mercedes-Benz@Hochgurgl 2018

Neben den üblichen Fahrmodi sind zusätzlich drei Allradmodi wählbar: 4MAT für die relaxte Anreise zum Skigebiet, 4H für die Fahrt auf verschneiten Strassen und 4L für abseits der Piste. Die Kombination aus geregelter Längsdifferenzialsperre (0–100 %), Hinterachs-Sperrdifferenzial und Untersetzung macht den X 350 d 4MATIC zum Allzeitbereit-Fahrzeug.

Edel-Lieferwagen mit Offroad-Skills

Auch wenn die X-Klasse vermutlich mehrheitlich als cooles Pendant zu den eher langweiligen SUV gekauft wird, so ist die Technik durch und durch auf Tough-Performance ausgelegt. Die Offroad-Skills des Edel-Lieferwagens sind beeindruckend: durch bis zu 60 Zentimeter tiefes Wasser kann die X-Klasse waten ohne, dass der Motor Wasser schluckt. Und mit einem Neigungswinkel von bis 49,8 Prozent sowie einer Bodenfreiheit von über 20 Zentimeter und einer maximalen Steigfähigkteit von bis zu 100 Prozent, gibt es nichts, was den X 350 d aufhalten kann. Nicht mal die Tankstelle. Der Kraftstoffverbrauch gibt Mercedes-Benz mit 9,0l/100 km an.

Ein Stern ist ein Stern

Der Stern auf dem Kühlergrill verpflichtet auch zu mehr Sicherheit – bei einem Pritschenfahrzeugen ist das nicht gerade die Paradedisziplin. Aber Mercedes wäre nicht Benz, wenn sie nicht auch dieses Problem in den Griff bekommen hätten. Es stehen mit den aktiven Brems-Assistenten und dem Verkehrszeichen-Assistenten zwei Fahrerassistenzsysteme bereit, die dem Fahrer ein gutes Gefühl geben. Als Topmodell der X-Klasse verfügt der X 350 d 4MATIC auch über den aktiven Spurhalte-Assistenten. Hinzu kommen ESP Anhängerstabilisierung, Reifendruckkontrollsystem, Notrufsystem, Tempomat und LED High Performance-Scheinwerfer, die mit jeweils sechs LEDs die hellste Leuchtkraft im Segment haben. Auf Wunsch gibt es auch eine Rückfahrkamera oder eine 360 Grad-Kamera.

Mercedes-Benz@Hochgurgl 2018

Und wie schaut’s innen aus? Je nachdem, für welche Ausstattungslinie man sich entscheidet. Die „Progressiv“-Variante umfasst unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallräder im 6-Speichen-Design, Lüftungsdüsen in Silberchrom galvanisiert, Lederbezug an Lenkrad und Handbremse, Sitze im schwarzen Stoff, das Infotainmentsystem Audio 20 USB und ein Achtfach-Lautsprechersystem.

Bei der Ausstattungslinie „Power“ gibt es einen verchromten, optischen Unterfahrschutz im Frontstossfänger, einen verchromten Heckstossfänger, 18-Zoll-Leichtmetallräder im 6-Doppelspeichen-Design, LED High Performance-Scheinwerfer, Instrumententafel mit grossem Zierelement in Pixeloptik schwarz matt und mit Oberteil in Ledernachbildung, elektrisch verstellbare Sitze in Ledernachbildung sowie das Infotainmentsystem Audio 20 CD mit multifunktionalem Touchpad.

Haben wir noch etwas vergessen? Bestimmt: Die Feature-Liste ist länger als die Wunschliste eines 9-Jährigen bei der Durchsicht des Franz-Karl-Weber-Katalogs. Kaufen wollen? Sicher scho.

Mercedes-Benz@Hochgurgl 2018

Mercedes-Benz X 350d V6 4Matic – Technische Daten

Pick-up, Länge: 5,34 Meter, breite: 1,92 Meter, Höhe: 1,82 Meter, Radstand: 3,15 Meter, Leergewicht: 2285 kg, Zuladung: 965 kg

Antrieb: 3,0-l-V6-Turbodiesel mit 7G-TRONIC PLUS Automatikgetriebe mit Low-Range-Untersetzung und optionaler Differenzialsperre an der Hinterachse, 190 kW/258 PS bei 3400/min, maximales Drehmoment: 550 Nm bei 1400-3200/min, 0-100 km/h: 7,5 s., Vmax: 205 km/h, Durchschnittsverbrauch: 9,0 l/100 km, CO2-Ausstoss: 236 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Preis: ab 53’840 Franken

Mercedes-Benz X 350d V6 4Matic – Kurzcharakteristik

– Warum: Weil man kaum auffälliger unterwegs sein kann.
– Warum nicht: Weil der Wagen einfach zu gross ist.
– Was sonst:

Elektro Pickup Truck

Elektro Pickup Truck

Elektro Pickup Truck

 

Zurück in die Zukunft: Der Bollinger B2

Bollinger B2 vs. Tesla Pickup: Das Rennen um den ersten Elektro Pickup Truck ist lanciert. New York vs. Kalifornien: Genauso wie Teslas Modell will auch der Bollinger B2 2020 in Serie gehen.

Der aus New York stammende Bollinger B2 sieht aus wie ein Relikt der Vergangenheit. Tatsächlich handelt es sich um ein zukunftsweisendes E-Mobil. Der Prototyp wird noch dieses Jahr vorgestellt – 2020 soll es schon in die Serienfertigung gehen. Mit Ecken und Kanten, designmässig nah am legendären Defender, will der Branchen-Neuling den Pickup-Markt aufmischen und macht damit Tesla ernsthaft Konkurrenz.

Pickup Truck Bollinger B2

Je ein Elektromotor pro Achse treibt Allrädler an. Die Gesamtleistung soll 388 kW / 527 PS betragen, das maximale Drehmoment 697 Nm. Von 0 auf 60 mph (96,6 km/h) soll der Elektro-Offroader in 6,5 Sekunden sprinten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 161 km/h. Mit den im Wagenboden eingebauten 120-Kilowattstunden-Batterie können bis zu 322 Kilometer gefahren werden.

Cleveres Beladungssystem

Trumpfen kann der Elektro-SUV aus New York nicht nur mit Leistung sondern auch mit seiner Vielseitigkeit, vor allem was den Transport von sperrigen, besonders langen Gütern angeht. So lässt sich der Innenraum so herunterklappen, dass die Fracht durch die Kabine zum Frontkofferraum durchgeht. Der Bollinger Motors B2 Pickup verspricht ein vielseitiger und interessanter  Truck zu werden.

Bollinger B2 von der Seite

Der Bollinger B2 kann Fracht durch die Kabine laden.

Das erst 2014 gegründete und nach dem Gründer Robert Bollinger benannte Start-up will 2020 mit der Serienproduktion starten. Genauso wie der grösste Konkurrent: Tesla. Wer macht das Rennen?

 

 

Bollinger B1 mit Kanu

Der Bollinger B2 basiert auf dem kleineren Modell B1, für den nach eigenen Angaben schon 20’000 Bestellungen vorliegen.

Jeep Wrangler Pick-up

Jeep Wrangler Pick-up

Jeep Wrangler Pick-up

 

Erste Bilder des Jeep Wrangler Pick-ups geleakt

Der Countdown für die Weltpremiere des Jeep Wrangler Pick-ups läuft. Ende November wird der “Gladiator” an der LA Autoshow zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Schon jetzt sind auf einem Forum die ersten Bilder durchgesickert.

Geleaktes Foto auf dem Jeep Gladiator-Forum

Geleaktes Foto auf dem Jeep Gladiator-Forum

Das beste zuerst: Der Wrangler Pick-up wird auch nach Europa kommen. Jeep will seinen Pritschenwagen auf Wrangler-Basis auch nach Europa bringen. Noch ist nichts offiziell, auch nicht, wann der Pick-up auf den Markt kommen wird. Nicht mal, wann Produktionsbeginn ist.

Nur soviel ist bekannt: Ende November feiert der neue Jeep Wrangler Pick-up auf der LA Autoshow seine Weltpremiere. Dies, nachdem bereits mehrere Konzept-Studien des Offroaders gezeigt wurden.

Gladiator oder Scrambler?

Eigentlich sollte der neue Jeep Wrangler Pick-up “Scrambler” heissen. Ganz nach seinem Vorfahr, dem Jeep CJ 8 Scrambler, der zwischen 1981 und 1987 angeboten wurde.

Foto: Jeep

Der US-Klassiker sollte erst Namensvetter für den Wrangler Pick-up werden.

Doch der Hersteller wollte eine viertürige Doppelkabine haben – wie schon bei der 2004 vorgestellten Studie “Gladiator”. Auch diesen gab es bereits in den 1960er Jahren – als Truck-Variante des grossen SJ Wagoneers.

Foto: Jeep

Der Klein-Lastwagen basiert auf dem verlängerten Radstand.

Alfa Romeo-Motor?

Nach Europa kommt der Jeep Wrangler Pick-up vermutlich nur mit den modernen Konzern-Vierzylindermotoren: Ein 2,2-Liter Turbodiesel mit 200 PS und der neue 2,0-Liter Benziner, der auch im Alfa Romeo Stelvio läuft, stehen da im Regal.

Foto Jeep

Der Gladiator wird es auch als Rubicon geben.

VW Tarok – SUV der neuesten Generation

VW Tarok – SUV der neuesten Generation

VW Tarok – SUV der neuesten Generation

 

Weltpremiere VW Tarok Concept – Schöner Hinterlader

Der in Brasilien präsentierte VW Tarok sieht unverschämt gut aus. Ob der Concept-Pick-up auch in Europa rauskommen wird? Die Chancen stehen gut.

Bild: Volkswagen

Vorerst nur für den brasilianischen Markt: VW Tarok.

Auf der São Paulo International Motor Show präsentierte Volkswagen der Welt das Concept Tarok. Es handelt sich um einen allradgetriebenen Allrounder mit einem cleveren Pick-up Konzept. Die Ladefläche kann durch eine klappbare Rückwand in der viertürigen, geräumigen Doppelkabine verlängert werden.

Variable Ladefläche

Knapp fünf Meter Länge und eine Tonne Zuladung: Das weist die Studie des neuen VW Tarok auf. Auffällig an dem zuerst einmal für den brasilianischen Markt konzipierten Pick-up ist neben dem Dachbügel in Targa-Optik und der viertürigen Doppelkabine besonders die variable Ladefläche. Da die Rückwand der Fahrgastzelle im unteren Bereich umgelegt werden kann, ermöglicht der Tarok auch den Transport von sehr langen Gegenständen auf seiner Pritsche.

Bild: Volkswagen

Das variable Ladeflächen-Konzept lässt auch grosse Güter zu.

Neue Wege geht Volkswagen im Segment der Pickups auch beim Interieur: Es ist weitgehend digital ausgeführt. Im Innenraum setzt VW auf eine grosse lackierte Spange, die sowohl das verglaste Infotainment-System als auch die digitale Klimasteuerung und den Tachobereich umschliesst.

Bild: Volkswagen

Moderner Innenraum auch im Pick-up.

Diesel und Ethanol

Unter der Haube steckt zumindest im Fall der Studie ein 1,4 Liter grosser Turbomotor, der sowohl mit reinem Ethanol als auch mit einem Benzin-Ethanol-Gemisch betrieben werden kann. Die Leistung liegt dann bei 110 kW/150 PS. Mit der Serienversion, die viele Details der Studie übernehmen soll, wird auch ein gleich starker Zweiliter-Diesel erhältlich sein.

Neben Brasilien könnte der Tarok auch in anderen Märkten mit ähnlichen Anforderungen an einen Pick-up angeboten werden. Hoffentlich auch in der Schweiz.

Fahrbericht Ford F-150 XLT

Fahrbericht Ford F-150 XLT

Fahrbericht Ford F-150 XLT

 

Seit mehr als 30 Jahren wurde in den USA kein anderes Fahrzeug so oft verkauft wie der Pick-up-Klassiker F-150 samt seiner Ableger. Zeit, dem Mythos im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf die Spur zu gehen. 

Mythos Ford F-150: Der ewige Bestseller

Zugegeben: So ganz wird man den Legendenstatus der Pick-up-Gattung in den USA als Europäer wohl nie verstehen. Die Fahrzeuge sind für unsere Verhältnisse zu gross, meist recht hart gefedert und fahren ohne volle Ladefläche auch nicht besonders toll. Andererseits springen ja mittlerweile sogar Premium- und Volumenhersteller wie Mercedes oder VW auf den Zug auf und bieten hierzulande Modelle mit Ladefläche und Farm-Flair an. Begründet hat die Faszination Pick-up ein uramerikanisches Modell, der Ford F-150. Seit über 30 Jahren ist der F-150 zusammen mit seinen vielen Ablegern das meistverkaufte Fahrzeug in den Vereinigten Staaten – ununterbrochen! Doch was macht den Bestseller so unwiderstehlich?

F-150: Der äussere Eindruck

Ford F-150 2018 - Front

OK, mittlerweile dürften allein der Ruf und die gewaltigen Verkaufszahlen (rund 900’000 allein in 2017) für eine gewisse Vorentscheidung bei vielen Kunden sorgen. Aber auch im Selbsttest kann man die Entscheidung, einen F-150 zu kaufen, durchaus erfahren. Alles beginnt mit den riesigen Aussenmassen. Logisch, in den USA ist alles ein a little bit bigger als hier. Gut also, dass man sich bei der Parkplatzsuche vor der nächsten Mall meistens keine Sorgen ob der Masse des F-150 machen muss. Knapp sechs Meter ist der Pick-up in der Basisversion „XLT“ lang, 1’500 Liter Gepäck passen auf die voluminöse Ladefläche. Für rund 42’000 Dollar (CHF 40’300) bekommt man bei Ford also deutlich mehr Auto, als man es sich in Europa gewohnt ist.

F-150: Innenraum

Ford F-150 2018 - Cockpit

Um in die Doppelkabine zu klettern gibt es glücklicherweise Trittbretter, die fest montiert sind. Wer den Truck nicht mit dem Schlüssel öffnen will, kann auch das digitale Zahlenschloss an der A-Säule der Fahrerseite nutzen. Klingt verrückt, ist aber so. Hat man die schwere Tür erst einmal mit den Ziegelstein-grossen Griffen zugezogen und sich an die gute Aussicht hinter dem massiven Lenkrad gewöhnt, begrüsst der F-150 den Fahrer beim Motorstart mit einem „Built Tough“ im Digitaldisplay – das passt. Nicht nur aussen ist der Pick-up riesig, auch innen ist extrem viel Platz. Die Sitze sind breit und weich, die Rückbank bietet genügend Raum für drei ausgewachsene Holzfäller samt Equipment. Man fühlt sich sicher in der geräumigen Kabine, irgendwie erhaben und ein bisschen in den US-Lifestyle integriert.

Über die Materialanmutung im Innenraum muss man nicht streiten, die ist schlicht nicht auf dem Niveau eines europäischen Genossen dieser Gattung. Aber auf so etwas scheinen die Millionen an Käufern keinen allzu grossen Wert zu legen. Hauptsache in die Mittelkonsole passen mehrere Liter Kaltgetränke und das Smartphone lässt sich an einer der vielen USB-Buchsen laden, wenn man mit Kind und Kegel zum Barbecue am See aufbricht. Ganz im Gegenteil: Die Stoff-Bezüge der Sitze runden das rustikale Flair des F-150 sogar recht charmant ab.

F-150: Auf der Strasse

Ford F-150 2018 auf Strasse

Ähnlich „oldschool“ wie die Fahrzeugklasse des F-150 ist auch seine knochige Lenkradschaltung, die sich nur mit ordentliche Muckis bedienen lässt. Das Zehnganggetriebe überträgt die Kraft des 3,5-Liter-V6 (es gibt natürlich auch einen V8) wahlweise an zwei oder alle vier Räder. Dabei reichen die 276 kW/375 PS und 637 Newtonmeter zum entspannten Mitschwimmen auf dem Highway genauso wie zum Lastenziehen: Knapp sechs Tonnen darf der F-150 bei geeignetem Equipment an den Haken nehmen. Einen kraftvollen Durchzug oder beeindruckende Höchstgeschwindigkeiten, darf man vom F-150 mit seinen 2,1 Tonnen Leergewicht und der maximalen Zuladung von rund 1,5 Tonnen allerdings nicht erwarten.

Der F-150 ist schlicht und einfach ein Arbeitstier, schliesslich wird die F-Serie in den USA genutzt wie hierzulande ein Unimog. Vom Schneepflug über das Wohnmobil bis zum Feuerwehrauto baut im Land der unbegrenzten Möglichkeiten alles auf dem Ford-Pick-up auf. Dabei bleibt zwar ein Fahrgefühl mit direkter Lenkung oder einem Fahrwerk mit ordentlicher Rückmeldung auf der Strecke, aber solange der F-150 über die gewaltigen Schlaglöcher bügelt wie ein Panzer, ist das den Käufern wohl auch egal.

Ford F-150 XLT – Technische Daten:

Viertüriger, fünfsitziger Pick-up mit Allradantrieb, Länge: 5,89 Meter, Breite: 2,03 Meter, Höhe: 1,91 Meter, Radstand: 3,68 Meter, Ladeflächen-Volumen: 1’500 Liter

3,5-Liter-V6-Turbobenziner, 276 kW/375 PS bei 5.000 U/min, maximales Drehmoment: 637 Nm bei 3’500 U/min, Durchschnittsverbrauch: 12,3 l/100 km, Preis: ab 42’000 Dollar (CHF 40’300)

Ford F-150 XLT – Kurzcharakteristik:

Warum: extrem viel Platz, praktisch, das US-Auto schlechthin
Warum nicht: unübersichtlich, innen etwas billig, kein gutes Fahrgefühl
Was sonst: RAM, GMC Sierra und andere Riesen-Pick-ups

FIAT FULLBACK: Ein Fiat für alle Fälle.

FIAT FULLBACK: Ein Fiat für alle Fälle.

FIAT FULLBACK: Ein Fiat für alle Fälle.

 

Pickups bestimmen – anders als zum Beispiel in den ländlichen Gegenden der USA – zwar hierzulande nicht das Strassenbild, sie werden aber immer beliebter. Seit Herbst 2016 hat auch Fiat mit dem Fullback sein Nutzfahrzeugportfolio um ein solches Fahrzeug erweitert. Der auf dem Mitsubishi L200 basierende japanische Italiener wird als Double-Cab (Fünfsitzer), Extended Cab (2+2-Sitzer) und Fahrgestell angeboten.

Der Fiat Fullback 4x4

“Die einen sind begeistert, die anderen schütteln den Kopf: Pickups polarisieren. Und werden immer beliebter.”

80 Prozent der Kunden entscheiden sich für den Double Cab. Auf dem Laderaum passen Gegenstände bis zu 1,52 Meter Länge, die Zuladung beträgt knapp eine Tonne und bis zu 3,1 Tonnen darf diese Version an den Haken nehmen. Eine Fünfgang-Automatik als Alternative zum serienmässigen Sechsgang-Getriebe kostet rund 2’000 Franken (brutto) Aufpreis.

Bei unseren ersten Testfahrten gab sich das Diesel-Triebwerk mit 133 kW/181 PS durchzugsstark. 430 Nm stehen ab 2’500 Umdrehungen bereit und sorgen für genügend Kraftreserven. Man kann Überland oder auf der Autobahn also entspannt cruisen, die Höchstgeschwindigkeit wäre bei 177 km/h erreicht. Allerdings wird es bei höheren Tempi recht laut, der 2,4-Liter-Motor geht durchaus kernig zur Sache. Aber ein Pickup ist schliesslich kein Sportler, sein Einsatzgebiet sind schon aufgrund seiner Länge von 5,28 Metern weniger die Innenstädte als eher die Baustellen oder Holzwegen im Wald. Für ein souveränes Durchkommen auf Schotter, losem Untergrund oder aufgeweichten und matschigen Wegen verfügt der Double Cab über permanenten Allradantrieb. Hier werden Motorkraft und Drehmoment über ein Mitteldifferenzial an alle vier Räder geleitet wird. Per Drehknopf lassen sich vier Modi wählen: Antrieb über Hinterachse, Allradantrieb, Vierradantrieb mit gesperrtem Mitteldifferenzial und Vierradantrieb mit gesperrtem Mitteldifferenzial und Getriebeuntersetzung. Auf Wunsch gibt es auch eine elektronische Differenzialsperre.

«Den Fullback gibt es nicht nur spartanisch und kärcherfreundlich.»

Das Platzangebot im Double Cab ist ordentlich. Auch hinten müssen die Passagiere nicht darben. Das Gestühl ist bequem und gibt auf holprigen Wegen guten Seitenhalt. Sitzkomfort wie in einem PW kann man natürlich nicht erwarten, schliesslich kommt hinten eine Starrachse zum Einsatz, die die Unebenheiten der Strasse recht ungefiltert an die Insassen weitergibt.

Da die Kunden ihren Pickup oft auch privat nutzen, gibt es den Fullback nicht nur spartanisch und kärcherfreundlich. Ab dem zweiten Ausstattungsniveau bietet Fiat allerlei Annehmlichkeiten und optische Hingucker. Dazu zählen unter anderem seitliche Trittstufen, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen höhenverstellbaren Fahrersitz und elektrische Fensterheber für vorne und hinten. Das ESP umfasst zudem eine Gespannstabilisierung, ausserdem ist ein Spurhalte-Warner an Bord. Darüber hinaus stehen weitere Komfortfeatures gegen Aufpreis zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Klimaanlage oder –automatik, Leder, Infotainmentsysteme oder auch eine Rückfahrkamera. Ausserdem im Angebot: Hard Top, Full-Box, Abdeckungen oder Überrollbügel.

Fiat Fullback Double-Cab – Technische Daten:

Pickup mit Double-Cab (5-Sitzer) und Allradantrieb; Länge: 5,29 Meter, Breite: 1,82 Meter (2,15 Meter mit Aussenspiegeln), Höhe: 1,78 Meter, Radstand: 3,0 Meter, max. Ladeflächenlänge: 1,52 Meter, Zuladung: 955 – 960 Kilogramm, Anhängelast: 2‘700 – 3‘100 Kilogramm, Bodenfreiheit: 20,0 – 20,5 Zentimeter

2,4-l-Vierzylinder-Diesel, Allrad zuschaltbar, 133 kW/181 PS, maximales Drehmoment: 430 Nm bei 2’500 U/min, Vmax: 179 (177) km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,9 (7,5) l/100 km, CO2-Ausstoss: 180 (196) g/km, Abgasnorm Euro 6, Preis: ab CHF 31’500 netto / CHF 34’020 brutto (CHF 33’300 netto / CHF 35’964 brutto) Werte in ( ) Fünfgang-Automatik