Offroad Schweiz? Geht nicht? Schaut mal…

Offroad Schweiz? Geht nicht? Schaut mal…

Offroad Schweiz? Geht nicht? Schaut mal…

Offroaden in der Schweiz geht nicht? Gibt’s nicht? Hmmm, nicht ganz richtig. In den wenigsten Fällen ist es zwar wirklich erlaubt und dann sind es oft eher unspektakuläre Feldwege. Oder der eigene Wald. Ja, schon klar, so einen eigenen Wald hat auch nicht jeder mal so vor der Türe. Hat man also weder Buurehof noch ist man Förster oder Jäger, wird es mit der legalen und artgerechten Haltung des eigenen 4×4 in der Schweiz schnell mal relativ schwer.

Aber es gibt sie, die Gelegenheiten. Und eine Hand voll guter Offroad-Guides in der Schweiz, die dank guten Beziehungen zu den lokalen Behörden einmalige Offroadtripps durch die Schweizer Berge anbieten. Zugegeben, so ein Offroad-Weekend ist nicht ganz geschenkt, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Denn es ist ein einmaliges Erlebnis, z.B. auf dem alten Grenzkamm zwischen der Schweiz und Italien, zwischen dem Lago di Lugano und dem Lago di Como, zu fahren. Dort, wo maximal Wanderwege eingezeichnet sind und einem selbst ortsansässige Jäger nur noch zu Fuss entgegen kommen. Reflexartig zuckt man kurz zusammen und schaut, ob der Karabiner bereits entsichert ist. Oder zumindest der Notizblock schon gezückt wurde um die Nummer zu notieren, was dann ja meist eine saftige Busse zur Folge hat. Nicht so aber diesmal. Die ganz wenigen Menschen, die wir unterwegs treffen, winken dem vorausfahrenden Guide Roland Toni von Adventure-Holidays freudig zu. Man kennt sich gut. Aber von vorne…

“Benvenuti nella nostra bella regione!”

So werden wir von unserem Guide Roland Toni herzlich begrüsst: “Auf diesem Kurz Trip werden wir neben knackigen und ausgewaschenen Offroad-Tracks auch immer wieder herrliche Panoramablicke über unsere faszinierende Berg-und-See-Region geniessen können.” sagt er und macht uns mit “…auch kulturell und kulinarisch ist diese Tour immer wieder ein spezielles Erlebnis!” den Mund noch wässriger als er eh schon ist.

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Unsere illustre Truppe besteht aus 7 Fahrzeugen inkl. dem anführenden Puch-G (links) mit den beiden Guides Markus & Roland.

Tag 1: Irgendwo oberhalb von Tesserete/Lugano tauchen wir über eine gesperrte Forststrasse in unsere Grenz-Erfahrung ein.

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Neben einem 4×4-Antrieb mit Untersetzung sind ausserdem AT-Pneus Pflicht, da es zwischen den 3 Seen, Lago Maggiore, Lago di Lugano und dem Lago di Como wirklich oft querbeet durchs Gelände geht und neben dem sicheren Halt auch spitze Steine eine Gefahr für die Gummis sind. Über einen alten Grenzpfad hangeln wir uns über Stock und Stein hinauf bis auf über 2000M.ü.M.

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Guide Roland begleitet die Teilnehmer mit seinem grossen Offroad-Know-how per Funk durch die heiklen Passagen und gibt wertvolle Tipps.

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Unser nagelneuer Jeep Wrangler Unlimited Sahara (im Originalzustand) schlägt sich prima. 

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Auf dem Berggipfel angekommen haben wir einen wundervollen Panoramablick auf die 3 Seen, Lago Maggiore, Lago di Lugano und Lago di Como, erklärte uns Roland noch vor der Abfahrt. Nun ja, oben angekommen sehe ich, dass wir nichts sehen. Aber die Vorstellung, dass das ohne Nebel ein traumhaftes Panorama wäre, reicht allen Beteiligten vollkommen. Wir freuen uns jetzt auf die erste Stärkung mit einheimischen Köstlichkeiten in unserem Rifugio.

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Nach einem extrem feinen Wildragout mit Polenta (ja natürlich über dem offenen Feuer zubereitet), geht es mit vollem Magen weiter über Stock und Stein …

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Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht so aussehen mag: die Tour ist kein Sonntagsspaziergang. Anspruchsvolle Passagen, abschüssiges Gelände und ausgewaschene Fahrrinnen verlangen vom Fahrer volle Konzentration.

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Ein langer Radstand ist im Gelände nicht immer von Vorteil. Gut wenn man eine Seilwinde zur Hand hat, um sich aus der misslichen Lage zu befreien.

 

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Am Abend erwartete uns dann das pittoreske Hotel Funiculare mit einer grandiosen Aussicht auf den See bei Nacht, der sich uns am nächsten Morgen beim Blick aus dem Hotelzimmer so präsentierte. Sonst noch Fragen?

Tag 2: Nach dem Frühstück fahren wir über mehrere anspruchsvolle Waldtracks zu einem sehr bekannten Aussichtspunkt, wo wir ein herrliches Panorama geniessen. Danach geht es weiter über stillgelegte schliffrige Skipisten mitten durch den Wald und nach einer kurzen Asphalt-Verbindungsstrecke erreichen wir einen alten, zum Teil sehr steilen Römer-Weg, der uns zu einem idyllisch gelegenen Agriturismo führt.

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Das von Roland versprochene Panorama kam - wie so viele Highlights – überraschend hinter einer Kurve und bot uns einen fantastischen Blick auf die Seen und Berge. Bei entsprechender Fernsicht sieht man sogar das Matterhorn, erklärte uns ein Berner Oberländer Tessintourist, der ebenfalls von der Schönheit der Natur an diesen Aussichtspunkt wie gefesselt war.

Auch das von Roland versprochene Panorama kam – wie so viele Highlights – überraschend hinter einer Kurve und bot uns einen fantastischen Blick auf die Seen und Berge. “Bei entsprechender Fernsicht sieht man sogar das Matterhorn”, erklärte uns ein Berner Oberländer Tessintourist, der ebenfalls von der Schönheit der Natur an diesen Aussichtspunkt wie gefesselt war. 

Auf dem Weg zum Sonntagsbraten führt uns die Tour durch die wunderschönen Bergdörfer der Lombardei, über alte Römerstrassen (die sogar heute noch von Schmugglern benutzt werden) hoch hinauf zu einer Agriturismo-Oase, die plötzlich aus dem Nichts auftaucht und ein Selbstversorgerbetrieb ist. Alles was auf den Tisch kommt, ist aus eigenem Anbau. Okay, das Bier nicht, aber der Schnaps schon.

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Nach dem leckeren Mittagessen geht es dann über verschlungene Pfade und kleine Strassen langsam wieder talwärts und Richtung Schweiz.

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Hier die ganze Tour nochmals in 2 Videos zusammengefasst … danke dafür an Gerhard, Esthi und Urs.

Und natürlich auch den anderen Teilnehmern der Tour ein grosses Dankeschön für diese zwei grandiosen Tage. Ist ja schliesslich nicht selbstverständlich, dass eine so bunt zusammengewürfelte Truppe so gut miteinander funktioniert und man sich gegenseitig hilft. Das spricht für das gute Händchen des Veranstalters, der diese Touren übrigens schon seit 8 Jahren durchführt.

 

… und als ob die vielen Kurven noch nicht gereicht hätten: Auf dem Rückweg wählte ich die wunderschöne Route über die alte St.-Gotthard-Passstrasse gen Norden.

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Ach ja, ein kleiner Hinweis noch: Alle Tracks durften nur dank speziellen Bewilligungen von Adventure-Holidays befahren werden! Also bitte nicht auf eigene Faust nachmachen, sonst ist der Karabiner vielleicht doch mal entsichert … man weiss ja nie.

Dieses eimmalig schöne 4×4 Abenteuer findest du auch hier auf unserem Marktplatz.

Der neue Defender – spektakulär unspektakulär

Der neue Defender – spektakulär unspektakulär

Der neue Defender – spektakulär unspektakulär

 

Neu ist nicht immer gleich besser. Beim Land Rover Defender schon. Auch wenn Puristen die Nase rümpfen – der Unterschied zum alten Defender ist etwa derselbe wie zwischen Smartphone und Morsezeichen. 

Keine Angst, liebe Ur-Defender-Fans: Niemand wird euch hier den Kult-Status eures Nieten beschlagenen Kastenrahmenwagen streitig machen. Der Land Rover Defender schlägt lediglich ein neues Kapitel auf. Titel des Kapitels ist: Alles ist anders, bis auf die Kernwerte und ein paar neu interpretierte Retro-Details. Dazu gehört das Reserverad am Heck, die kleinen Dachfenster und die Form. Allerdings würde man eher denken, es handle sich um die nächste Generation des Discovery. Er ist viel voluminöser als der Ur-Defender, sowohl in der Länge wie in der Breite, was auf schmalen Waldpfaden ein echter Nachteil ist. 

Schon auf den ersten Meter fällt auf: Der neue Defender lässt sich auf der Strasse bewegen wie ein normales Auto. Es ist innen ruhig wie in einer Kirche: kein Rumpeln, kein Klappern, kein Scheppern, einfach nichts. Das Fahrwerk federt leicht jede Bodenwelle aus und wirft einen nicht gleich aus der Spur wie ein Würfel in der Chügelibahn. Neu ist auch: Der Fahrer sitzt ergonomisch hinterm Steuer und nicht mehr wie ein an die Tür gedrückter Kaugummi. Das riesige Raumgefühl hat also auch seine Vorteile, zumindest Onroad. 

Wären da nicht die vielen Haltegriff-Möglichkeiten, die mehr Abenteuer versprechen als eine Fahrt auf einem Roller Coaster, würde man denken, man sässe in einem normalen Kombi. Auch auf der Autobahn klebt man trotz Vollgas nicht mehr auf der rechten Spur fest wie ein Sonntagsfahrer, sondern überholt mühelos wie in einem Range Rover. Das ist kein Zufall: Der 400 PS starke Ingenium-Hybrid-Motor (im Testfahrzeug) stammt auch vom grossen Bruder und ist beeindruckend gutmütig – inklusive tollem Sound, wenn man im “Sport”-Modus auf die Tube drückt. Wer “Sport”-Modus in Zusammenhang mit einem Defender für Unvereinbar hält: Keine Angst, die Einsteigermodelle haben das nicht. Beim Antrieb haben Kunden die Wahl zwischen einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel mit wahlweise 147 kW/200 PS oder 177 kW/240 PS sowie zwei Benzinern. Der kleinere schöpft seine Kraft aus vier Zylindern und zwei Litern Hubraum 221 kW/300 PS, der grössere aus sechs Zylindern und drei Litern 294 kW/400 PS. Eine Achtgangautomatik ist Standard.

Gemeinsam mit den Beast Drivers of Switzerland wagten wir einen ersten zaghaften Offroadtest mit dem neuen Defender – wir wollen die schicken und nagelneuen Testwagen ja nicht gleich kaputt machen … und ja, schon klar, der neue Defender kann viel mehr als hier fotografiert ;)

Die Beast Drivers of Switzerland sind ein Gentlemen-Offroad-Club aus dem Appenzell. Hier erfährst du mehr über die Zigarren zum Frühstück rauchenden und Defender fahrenden Jungs und ihre Events: https://beastdrivers.ch

Natürlich schieben die 2,418 Tonnen des Testfahrzeugs (P400 V6, 7-Sitzer) schon in jeder Kurve, aber das Voll-Aluminium-Monocoque auf der neu entwickelten D7x-Plattform halten zusammen Vertikalkräften von bis zu sieben Tonnen stand. Auf engen Bergpässen wirkt der grosse Motor zu kopflastig mit der Tendenz zum Untersteuern.  

Der Land Rover Defender ist jedoch in erster Linie ein Offroader. Und was für einer: 500 Millimeter beträgt die maximale Verschränkung, die Böschungswinkel liegen bei 38 und 40 Grad. Lässt man den Defender per Knopfdruck in den Offroad-Modus steigen, fährt man wie auf Stelzen. Das ermöglicht eine Watttiefe von 900 Millimeter und die Autowäsche direkt im Fluss. Verschiedene Offroad-Modi, eine Bergabfahrhilfe, ein 360-Grad-Kamerasystem, das unter das Fahrzeug blicken kann sowie auf die Seitenflanken und viele andere innovative Features mehr machen Offroad-Fahren selbst für Anfänger zum Kinderspiel. Statt manuelles Riegeln, regelt moderne Elektronik die Zusammenarbeit vom zweistufigen Verteilergetriebe, dem sperrbaren Mittendifferenzial, dem Luftfahrwerk (maximal 291 Millimeter Bodenfreiheit) und dem optionalen aktivem Sperrdifferenzial hinten.

Im Cockpit zieht das modernste Infotainmentsystem des Konzerns ein, inklusive neuer Konnektivitäts-Funktionen, die Over-the-air-Updates enthält. Das hat natürlich nichts mehr mit dem Ur-Defender zu tun, dessen Elektronik sich auf das Minimum reduzierte. Aber warum sollte ausgerechnet der neue Defender die Cleverness und den Innovationsgeist der Land Rover Ingenieure ignorieren? 

Fazit: Der neue Defender kann alles, was der alte auch konnte und vermutlich noch viel mehr. Aber der Spass am Offroadfahren ist mit all den elektronischen Helferlein vorbei. Das kann mitunter gefährlich sein, wenn ein Unerfahrener ins Gelände geht und nicht bemerkt, wann es kritisch wird, weil die Elektronik bis dahin alles ausgebügelt hat. 

Das grösste Fragezeichen setzen wir jedoch hinter den bis anhin fast unbegrenzten Ausbau-Möglichkeiten des Ur-Defenders. Aufgrund der sich verjüngenden Form ist kaum Platz für einen richtigen Ausbau. Auch das im Fahrzeug schlafen ist zumindest beim Testfahrzeug nicht zu empfehlen, da sich die Rücksitze nicht bodeneben versenken lassen. 

Auch wenn der neue Land Rover Defender noch ein bisschen Zeit braucht, um die Herzen der Fans zu erobern, wird in spätestens 70 Jahren auch dieser Defender Kult sein.

10 Tipps für sicheres Offroad Fahren

10 Tipps für sicheres Offroad Fahren

 

Abseits befestigter Strassen und Wege zu fahren, verlangt einiges an Können, manchmal etwas Überwindung und natürlich viel Übung. Grundsätzlich gelten aber 2 wichtige Regeln: nicht alles was gefahren werden kann, musst du fahren. Und wenn du fährst, dann immer …

…so schnell wie nötig – so langsam wie möglich.

Wir haben hier für dich 10 Tipps für sicheren Offroad-Fahrspass aus dem “AMAROK ADVENTURE GUIDE – OFFROAD IN EUROPA” zusammengestellt. Wenn du dich an diese Regeln hältst, packst du die 16 atemberaubenden Trails aus dem Guide mit links.

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Die Idee für diesen Adventure Guide war so einfach wie aufregend: mit einem ganz besonderen Amarok und einem festen Team Europa erkunden. Immer auf der Suche nach Pisten, die man befahren darf, die man bewältigen kann und die Lust auf mehr machen. Solche Strecken gibt es nicht an jeder Ecke, aber doch öfter, als man vielleicht annimmt. Heraus kam dabei ein Guide mit wunderschönen Touren quer durch Europa abseits der Strassen. Eine der Offroad-Routen führte auch durch die Schweiz, lese hier mehr dazu….

 

 

[highlight background=”#333″ color=”#fff”]10 Tipps für sicheren Offroad-Fahrspass[/highlight]

1. Allrad auch im Kopf einschalten

Nicht nur das Auto, auch der Fahrer sollte auf das Gelände vorbereitet sein. Gut ist es, vor der Fahrt eine kurze Checkliste abzuarbeiten: Stimmen die Einstellungen des Fahrzeugs? Ist die Ausrüstung vollständig? Sind alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen? Dann kann es losgehen.

2. Kenne dein Fahrzeug

Bevor es ins Gelände geht, lerne dein Fahrzeug kennen: Welche Systeme stehen dir zur Verfügung? Wie arbeiten sie? Und in welcher Situation nutzt du sie? Das ist bei jedem Geländewagentyp unterschiedlich. Informationen dazu kannst du beispielsweise dem Handbuch des Wagens entnehmen.

3. Sicherheit geht vor

Sicherheit beginnt schon mit dem Anschnallen. Im schlimmsten Fall kann das Auto kippen oder sich sogar überschlagen. Grundsätzlich gilt: Du solltest jederzeit gut abwägen, ob ein Manöver zu bewältigen ist.

4. Fahren, ohne Spuren zu hinterlassen

Offroader sind Naturliebhaber. Deshalb: nur ausgewiesene Strecken nutzen, die auch für Offroad-Fahrzeuge freigegeben sind. Und wenn du deine Fahrweise dem Gelände anpasst und dich so schonend wie möglich mit deinem Fahrzeug bewegst, kannst du viele Schäden vermeiden. So werden die wenigen Gebiete, die noch offen erreichbar sind, in einem guten Zustand erhalten.

5. Laufen gehört dazu

Wer beim Wort Offroad nur ans Fahren denkt, wird eines Besseren belehrt. Während einer Tour ist man auch schon mal zu Fuss unterwegs. Nicht selten ist eine Situation aus dem Auto heraus schwierig einzuschätzen. Generell solltest du immer wieder aussteigen, um die Beschaffenheit des Weges vor dem Befahren zu begutachten.

6. Kartenlesen ist unerlässlich

Bei der Navigation solltest du dich nie ausschliesslich auf das GPS verlassen. Auch Landkarten bleiben ein wichtiger Begleiter für Geländefahrten. Sie schaffen einen Gesamtüberblick über die Gegend, in der man unterwegs ist. Und wenn die Technik streikt, ist das Kartenlesen überlebenswichtig.

7. Gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg

Unangenehme Überraschungen möchte man vermeiden. Deshalb ist ein Check-up des Wagens vor der Fahrt Pflicht. Sollte es trotzdem mal nicht weitergehen, muss das Fahrzeug schnell und sicher geborgen werden – eine Grundfähigkeit, die jeder Offroader beherrschen sollte.

8. Sei ehrlich zu dir selbst

Nicht alle Strecken, die befahren werden können, müssen auch gefahren werden. Du solltest dich langsam an schwieriges Gelände herantasten und dich nicht zu waghalsigen Fahrmanövern provozieren lassen. Überprüfe dich immer wieder selbst, und höre auf dein Gefühl. Im Zweifel lieber umdrehen.

9. Schone dein Material

Ein Defekt an der Technik ist oft nicht mit Bordmitteln zu reparieren. Im Gelände kann ein Materialschaden daher zum grossen Problem werden – vor allem dann, wenn das Auto nicht geortet werden kann. Spätestens hier ist das GPS ein Segen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, solltest du deine Fahrweise an das Gelände anpassen.

10. Lerne von den Profis

Gespräche mit erfahrenen Offroad-Profis können dir bei der ersten Einschätzung des Geländes helfen. Zur Vorbereitung ist es zudem empfehlenswert, an einem professionellen Offroad- Training der Volkswagen Driving Experience teilzunehmen. Dort vermitteln dir Experten das nötige Know-how für dein nächstes Abenteuer.

  

Im VW Amarok offroad durch die Schweiz und Europa

Im VW Amarok offroad durch die Schweiz und Europa

Im VW Amarok offroad durch die Schweiz und Europa

 

30’000 Kilometer, 16 Offroad-Trails, 1 Amarok

Die Suche nach den schönsten Offroad-Pisten führte das Team über 16 Stationen quer durch ganz Europa. Das Ergebnis ist eine Sammlung von 16 Trails, die manchmal herausfordernd, häufig überraschend oder einfach nur faszinierend sind. Aber allesamt sind legal befahrbar. Einer dieser Trails führt auch durch die Schweiz, im Val Schons nahe Andeer (Graubünden). 

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem “AMAROK ADVENTURE GUIDE – OFFROAD IN EUROPA”

Die Idee für dieses Buch war so einfach wie aufregend: mit einem ganz besonderen Amarok und einem festen Team Europa erkunden. Immer auf der Suche nach Pisten, die man befahren darf, die man bewältigen kann und die Lust auf mehr machen. Solche Strecken gibt es nicht an jeder Ecke, aber doch öfter, als man vielleicht annimmt. Die Basis bildete ein in leuchtendem Grün folierter Amarok mit serienmässiger V6-Motorisierung, aufgerüstet mit Beleuchtung, Unterfahrschutz und Seilwinde. Ebenfalls an Bord: Kameras! Auf der grossen Europafahrt sind nicht nur Tausende Bilder entstanden, sondern auch spannendes Filmmaterial, das einen weiteren tiefen Einblick in die Abenteuer der Crew ermöglicht.

Das Abenteuer “Val Schons” kann beginnen.

 

 

Der VW Amarok erweist sich als unerschütterlicher Begleiter.

Abseits befestigter Strassen und Wege zu fahren, verlangt einiges an Können, manchmal etwas Überwindung und natürlich viel Übung. Grundsätzlich gelten aber 2 wichtige Regeln: nicht alles was gefahren werden kann, musst du fahren. Und wenn du fährst, dann immer so schnell wie nötig und so langsam wie möglich. 10 weitere Tipps für sicheres Offroad-Fahren gibt es hier von den Profis

Wer die Hektik des Alltags hinter sich lassen will, folgt im Val Schons einem der vielen Seitenwege. Dort warten atemberaubende Ausblicke – und jede Menge Idylle.

Im vierten Akt von »Wilhelm Tell« würde jetzt Landvogt Gessler durch die hohle Gasse kommen. Aber Friedrich Schillers Drama ist datiert auf 1804, nicht auf das 21. Jahrhundert. Außerdem führt der schmale Pfad nicht nach Küssnacht, wie im berühmten Theaterstück um den Freiheitskämpfer, sondern nach Sufers. Und deswegen reitet auch kein unbeliebter Tyrann durch den Wald im Schams-Tal. Stattdessen knirscht Kies unter den Rädern des VW Amarok, der – unbehelligt von Hinterhalten – auf drei unterschiedlichen Offroad-Strecken rund um Andeer unterwegs ist. Sie führen durch verwunschene Wälder, entlang saftiger Almwiesen oder in die hochalpine Zone jenseits der Baumgrenze. Die Bandbreite reicht von gemütlich bis herausfordernd.

Still ruht der See: Oberhalb des spiegelglatten Lago di Lei schraubt sich die Schotterpiste den steilen Hang hinauf

Die Berge rings um Andeer sind von einem Netz unbefestigter Wege durchzogen, die zu privaten Hütten führen, auf Almen auslaufen oder einfach im Nichts enden.

Das Befahren ist grundsätzlich möglich, bedarf aber vorheriger Genehmigung durch die Gemeinde

Trail 1: Durch den Wald ins Hochtal

Start: N 46° 35‘ 58.0“ / O 9° 25‘ 10.7“
Ziel: N 46° 34‘ 20.3“ / O 9° 22‘ 04.3“
Länge: ca. 7 km
Beschaffenheit: Naturweg, teilweise steinig

Der erste Trail führt zwischen Andeer und Sufers durch den Wald in ein Hochtal, in dem sich ausgedehnte Weiden erstrecken. Auf knapp 2’000 Metern Höhe weidet das Vieh im Frühjahr, bevor es hinauf auf die richtigen Almen geht.

Die Hütten und Ställe der sogenannten Maiensässe werden nicht mehr alle von den Bauern genutzt, einige wurden inzwischen zu Wochenendhäusern umfunktioniert

Beim Blick in die Runde breitet sich tiefe Entspannung aus. Hügel, so weit das Auge reicht.

Darin eingebettet: ein kleiner See. Im Westen ragen weiß die Splügener Kalkberge auf, die mit Teurihorn, Steilerhorn und den Pizzas d‘Anarosa knapp 3’000 Meter erreichen. Durch das Hochtal schlängelt sich der Trail Richtung Süden, kurz vor Sufers taucht er wieder in den Wald ein. Dem VW Amarok begegnet eine Gruppe Mountainbiker, die im kleinen Gang bergauf keuchen. Sie wollen noch bis zur Hütte am Cufercalhorn auf 2’385 Meter strampeln. 

Der VW Amarok gewinnt auf dem Hochplateau noch einmal 200 Höhenmeter, unbeirrt zieht der V6-Turbodiesel den Pickup den Anstieg hinauf

Trail 2: Hinauf auf eine Hochebene

Start: N 46° 28‘ 53.8“ / O 9° 27‘ 26.5“
Ziel: N 46° 28‘ 34.4“ / O 9° 28‘ 08.9“
Länge: ca. 3 km
Beschaffenheit: steinig, teilweise grob

Etwa 20 Kilometer südlich von Andeer, direkt an der Grenze zu Italien, windet sich ein ganz anders gearteter Trail hinauf auf eine Hochebene. Die Piste ist anspruchsvoller als im Wald von Andeer. Der Weg ist steinig, dennoch ohne Vierradantrieb befahrbar. Die Kehren sind so eng, dass dem VW Amarok das Rangieren gerade noch erspart bleibt. Aus Baumstämmen gezimmerte Lawinenschutzzäune lassen die Gefahren erahnen, die das steile Gelände im Winter birgt. Trotz der Barrieren ist von den Hängen abgebrochenes Geröll auf der Fahrbahn verstreut und lässt an einigen Stellen kaum eine schmale Spur frei. 

Trotz der Barrieren ist von den Hängen abgebrochenes Geröll auf der Fahrbahn verstreut und lässt an einigen Stellen kaum eine schmale Spur frei

Nun kreuzt Schmelzwasser den Pfad und fordert Vierradantrieb und Bodenfreiheit des VW Amarok.

Gleich danach versperren kleinere Steinhaufen den Weg. Trotz Kriechgang und Vorsicht am Lenkrad kratzt es hin und wieder an einer der Metallplatten unter dem Motor, Getriebe und Differenzialen. Der Trail endet oberhalb der Baumgrenze auf 2’200 Metern Höhe in Form einer Furgga, eines Passes. Dichter Wald versperrt die Weiterfahrt ins Nachbartal. Dort führt eine Strasse nach Juf, eine der höchstgelegenen Siedlungen Europas (2’126 Meter). Vielleicht ein anderes Mal. Jetzt schweift der Blick zurück zur imposanten Staumauer und zur spiegelnden Wasseroberfläche des Lago di Lei.

Der lang gestreckte See zwängt sich zwischen schneebedeckte Dreitausender, die den Vornamen Piz tragen

Furgga und Piz sind zwei Begriffe, die auf die historischen Wurzeln dieses Teils der Schweiz verweisen. Im Val Schons ist Rätoromanisch die Ursprache.

Davon zeugen in Andeer zahlreiche Inschriften auf Häusern, Ortsnamen oder Bezeichnungen auf Wegweisern

Trail 3: Auch die Bergflanke im Osten Schams-Tals hält einen Trail bereit

Start: N 46° 36‘ 55.5“ / O 9° 26‘ 29.6“
Ziel: N 46° 36‘ 31.1“ / O 9° 28‘ 00.8“
Länge: ca. 7 km
Beschaffenheit: Naturweg, teilweise steinig

Ausgehend vom Ort Pignia klettert er durch den Wald zunächst auf knapp 2’000 Meter bis zu den zwei Dutzend Häusern des Maiensässes Bavugls. Ausserhalb der Siedlung wechselt die Landschaft schlagartig. Statt Bäumen säumen nun Almwiesen den Weg. Dann versickert die Piste im Gras – um die Natur unberührt zu lassen, bleibt nur noch die Option Umdrehen. Nicht, ohne zuvor die Fernsicht zu geniessen: hinunter zum mehr als 1’000 Meter tiefer liegenden Andeer und den Hinterrhein entlang nach Norden, bei schönem Wetter bis Domleschg. 

Auf dem Rückweg dämmert es langsam im Val Schons, die untergehende Sonne wirft Farbe auf die umliegenden Berge. Der beinahe schon dunkle Wald ist still und angenehm kühl. Boden und Steine bedeckt ein grüner Teppich aus Moos, die Nadelbäume rücken undurchdringlich dicht zusammen, der Pfad wird immer schmaler – wie in einem Märchenwald.

Hinter der nächsten Biegung könnte Landvogt Gessler auf dem Pferd daherreiten. Rein theoretisch.

Den  AMAROK ADVENTURE GUIDE kann man hier bei OrellFüssli bestellen.