Cupra Ateca – King of Understatement

Cupra Ateca – King of Understatement

Cupra Ateca – King of Understatement

 

Mal angenommen: Die Frau will einfach einen praktischen Kombi, der Mann jedoch einen richtigen Sportwagen. Sie findet aber alle aufgepumpten Kombis peinlich und möchte nicht röhrend und breitlatschig vor dem Kindergarten vorfahren. Er indes will auch keine biedere Familienkutsche oder langweiligen SUV, sondern etwas, das ihm eine extra Portion Fahrfreude bietet. Die Lösung: der Cupra Ateca. Wären doch alle Eheprobleme so einfach zu lösen. 

Fahrbericht Cupra Ateca

Der Cupra Ateca ist kein Kompromiss, sondern das Beste aus zwei Welten: Gebaut auf der Ateca-Plattform, aber von Cupra* als Sportwagen neu aufgebaut. Nicht wenige Details verraten, dass es sich beim Cupra um eine Rennmaschine handelt, aber keine ist so auffällig, dass es ins Auge sticht. Laien fallen die vier Endrohre, die Brembo-Bremssättel, das kupferfarbene Cupra-Logo oder die zusätzlichen Schweller nicht auf.

Cupra Ateca 2019

Praktischer Kombi; haha

Theoretisch müsste der Mann der Frau nicht mal sagen, dass der “praktische Kombi” ein 300-PS-Geschoss ist, das mit Launch-Control in 5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Er könnte ein Doppelleben führen, ohne dass Frau jemals was merkt. Zum Beispiel als Bankräuber.

Cupra Ateca 2019

Es gibt kaum ein besseres Fluchtauto: Schnell, agil und so unauffällig, dass Zeugen angeben, bloss einen Seat gesehen zu haben. Da lacht sich der Bankräuber ins Fäustchen, weil er schon längst über alle Berge ist. Und im Cupra-Modus jeder Bullenschleuder davon fährt, vor allem in den Kurven. Die 400 Nm von 2’000 bis 5’200 U/min sorgen für eine breite Beschleunigungspalette.

Cupra Ateca 2019

Keine Frage: Beim Cupra Ateca handelt es sich um ein Auto für Kenner. Ein bisschen wie früher der Lancia Delta Integrale HF. Wer jetzt sagt, die beiden Autos könne man nicht miteinander vergleichen, dem sei gesagt: Und ob!

Der spanische Lancia Delta Integrale

Sowohl der Lancia Delta Integrale unterscheidet sich optisch nur anhand der breiteren Backen, den Schürzen, der gewölbten Motorhaube und der Frittentheke von seinem biederen Basismodell.

Cupra Ateca 2019

Auch das haben der Cupra Ateca und der Delta Integrale gemeinsam. Hinzu kommt die hohe Leistungssteigerung zum herkömmlichen Seat Ateca, wie beim Integrale im Vergleich zum biederen Lancia Delta.

Cupra Ateca 2019

Wie der Integrale wird auch mit dem Cupra Rennen gefahren. Genauer gesagt, ist sogar der Name ein Kofferwort aus Cup und Race. Und der erste seiner Art. Das wollte der Integrale auch sein. Und er wird wie der Integrale auch der letzte seiner Art sein. Zumindest als reiner Vierzylinder-Turbobenziner. Schon die nächsten Modelle werden elektrische Unterstützung erhalten.

Cupra Ateca 2019

Cupra Ateca – Argumente für Ihn:

2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner, 221 kW/300 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2’000 – 5’200 U/min, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Vmax: 247 km/h, 0-100 km/h: 5,2 s. Länge: 4,38 Meter, Breite: 1,84 Meter, Höhe: 1,61 Meter. Radstand: 2,63 Meter. Preis: ab CHF 48’500 Franken

Cupra Ateca – Argumente für Sie:

Viertüriges, fünfsitziges Kompakt-SUV, Kofferraumvolumen: 485 bis 1’604 Liter Durchschnittsverbrauch: 7,4 l/100 km, CO2-Ausstoss: 168 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: D, Preis: ab CHF 48’500 Franken

*Cupra ist die neue Tochterfirma von SEAT, die sich ausschliesslich um die Entwicklung von Sportwagen kümmert. Der Cupra ist das erste Fahrzeug der Spanier, weitere Informationen gibt es hier.

Cupra Ateca by ABT

Cupra Ateca by ABT

 

Schon ab Werk ist der Cupra Ateca ein scharfes Gerät. Aber da geht noch mehr, hat sich Tuner ABT gesagt und den Renn-SUV noch verschärft. Das Resultat liegt tiefer, ist schneller und hat noch mehr Power.

Cupra extra scharf: ABT pumpt den Ateca auf 350 PS

Cupra Ateca ABT

Ja, wir mögen den Cupra Ateca. Zum Glück sieht man das spanische Sport-SUV immer öfter im Strassenverkehr. Das sportliche SUV beschleunigt schon von Haus aus in nur 5,2 Sekunden auf 100 km/h. Dafür sorgen serienmässige 300 PS, die den schnellen Spanier bis auf maximale 245 km/h spurten lassen. Schon von Beginn an war ABT Tuning bei der Entwicklung des ersten Fahrzeuges von SEAT-Tochter CUPRA.

Cupra Ateca ABT

“Doch da geht noch mehr. Wir setzen noch einmal 50 PS (36 kW) drauf. Jetzt stehen dem Kraftpaket sportliche 350 PS (257 kW) zur Verfügung”, schreibt ABT auf der Website. Für die Spur gibt es Tieferlegungsfedern und grössere 20-Zoll-Räder. Grrr, so sieht er noch schärfer aus. Und ist natürlich auch schneller. Mit dem Power Upgrade wird der Standardsprint um zwei Zehntel schneller: 5,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h .

Cupra Ateca on Ice in Andorra

Cupra Ateca on Ice in Andorra

Cupra Ateca on Ice in Andorra

 

Genau vor einem Jahr stellte Cupra das erste Auto der neuen Marke vor: der Ateca. Wir haben das Sport SUV auf den Eispisten des Ski-Resorts Pas de la Casa, hoch oben in den andorranischen Pyrenäen auf 2400 Meter über Meer, getestet.

Nur schon die Fahrt von der Meereshöhe in Barcelona auf die Passhöhe in Andorra macht extrem viel Freude. Auf der freien Strasse entfaltet der Cupra Ateca mühelos die Kraft seiner 300 PS. Dank 7-Gang-DSG-Getriebe, Launch-Control-Funktion und progressiver Lenkung kommen Rennfahrgefühle auf. Der Cupra Ateca beschleunigt in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 247 km/h. Das maximale Drehmoment von 400 Nm entfaltet sich zwischen 2000 und 5200 U/min.

Cupra Ateca, 2019 Andorra

Eigentlich ist der Cupra Ateca ungeeignet für freudiges Driften. Die 4Drive Technologie ist darauf programmiert, sofort auf Veränderungen der Fahrbahnoberfläche zu reagieren und sich Traktion zu suchen. Erst im Cupra Modus – dem Sportprogramm – lässt sich das Hochleistung-SUV quer über die Fahrbahn bewegen. Dabei liegt er stets sicher in der Hand.

Cupra Ateca, 2019 Andorra

Mit dem zuschaltbaren 4Drive System ist es möglich, die Motorkraft variabel auf die Achsen zu übertragen. Das Verhältnis reicht von einer 50:50-Aufteilung bis hin zu einer hundertprozentigen Übertragung an die Hinterachse. Die Elektronische Differenzialsperre (EDS) leitet ausserdem bei Bedarf die ganze Antriebsenergie auf das Rad mit der besten Bodenhaftung um.

Den Cupra Ateca gibt es seit November ab CHF 48’500.– zu kaufen. lleine in der Schweiz sollen dieses Jahr 1’000 Stück verkauft werden.

Cupra Ateca – Passion olé!

Cupra Ateca – Passion olé!

Cupra Ateca – Passion olé!

 

Ist es ein Sportwagen? Ist es ein SUV? Ja! Der Cupra Ateca ist beides zusammen. Und nein: Das ist nicht bloss ein aufgemotzter Seat Ateca sondern der Cupra Ateca. Wo der Unterschied liegt? Cupra – ein Kofferwort aus den Begriff Cup und Racer – heisst die neue Performance orientierte Sub-Marke von Seat. Und der Ateca ist der Erstgeborene dieses neuen Familienzweiges, von dem es schon bald Nachwuchs geben wird.

CUPRA Ateca

Starker Auftritt für den Renn-Seat.

El diabolino Cupra Ateca

Bulliger schwarzer Waben-Grill, in der Mitte funkelt das Cupra-Emblem, das an zwei stilisierte Hörner erinnert, dazu infernalischer Sound: Nein, das ist nicht der Dienstwagen des Leibhaftigen sondern der neue Cupra Ateca, der auf einer abgesperrten Strasse ausserhalb Barcelonas darauf wartet ans Limit getrieben zu werden. Wie es sich für eine echte Rennbolide gehört, verfügt auch der Cupra Ateca über eine Launch Control: Cupra-Fahrmodus ein, ESC-Sport ein, linker Fuss auf die Bremse, rechts Bleifuss – und ab geht “el Diabolino”.

Cupra Ateca

Kompakte Masse: 4,38 Meter Länge, Breite: 1,84 Meter, Höhe: 1,61 Meter.

Der spanische Allrädler hat 300 Pferdchen unter der Haube, die den Ateca in Fünfkommafastnichts von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Schluss ist erst bei 247 km/h. Das 7-Gang-DSG-Getriebe schaltet im Cupra-Fahrmodus dabei so schnell wie präzis.

El corazon

„El corazon“ des Atecas ist gemäss Cupra-Ingenieuren der „technisch beste und modernste“ Motor  aus dem Konzern Baukasten: der 2-Liter-TSI-Benziner mit vier Zylindern, Turboaufladung und Direkteinspritzung erzeugt im Cupra Ateca satte 400 Nm Drehmoment.

Cupra Ateca

Was bisher Seat Ateca Cupra geheissen hätte, wird zum Cupra Ateca.

Gepaart mit dem cleveren Allradantrieb 4Drive wird die Kraft auch auf die Strasse gebracht. Das 4Drive-System gehört zu den modernsten integrierten Antrieben. Dabei werden in Echtzeit Strassenbedingungen, Geschwindigkeit der einzelnen Räder, Lenkradposition sowie Fahrstil und –modus analysiert, um stufenlos die optimale Antriebskraft auf die einzelnen Räder zu übertragen. In der Kurve hält der Ateca selbst bei hoher Geschwindigkeit die Spur; dank progressiver Lenkung, niedrigem Schwerpunkt, der adaptiven Fahrwerksregelung DCC (Dynamic Chassis Control) und der Multilenker-Hinterachse. Gegen Aufpreis gibt es 19-Zoll-Felgen und Brembo-Bremsen, die dem Vortrieb noch abrupter ein Ende setzen.

CUPRA Ateca

Die 19-Zoll-Felgen, gibt es auf Wunsch auch in Kupfer-Optik.

Fuego en el culito

Vielleicht ist es ein Klischee, dass Latinos Feuer im Hintern haben. Tatsache ist, dieser spanische Bulle hat ordentlich “Fuego en el culito”, wie Google-Translator übersetzt. Übersetzt auf Leistung heisst das, dass der Cupra Ateca zwischen 5’300 U/min und 6’500 U/min seine Maximalleistung von 221 kW (300 PS) erreicht. Seine Muskeln lässt der Cupra Ateca aber schon in der breiten Drehzahl-Range von 2’000 U/min und 5’200 U/min spielen. Der mit 1,6 Tonnen relativ leichte Cupra Ateca beschleunigt kraftvoll aus dem Drehzahlkeller heraus und zieht durch bis die virtuelle Tacho-Nadel die 250 kratzt. Man wird vom Cupra Ateca also vor allem “el culito” sehen – zum Glück ist es mit den vier Auspuffrohrer und Heckdiffusor so hübsch geworden.

cupra Ateca

Gelungenes Heck, das den sportlichen Charakter zusätzlich betont

Fuera de carretera

Aber taugt der Cupra Ateca auch als “fuera de carretera”? Naja: Es gibt zwar einen Offroad-Modus, mit dem man auch in leichtes Gelände kann sowie ein  Schnee-Fahrmodus, der Sicherheit im Winter verspricht. Doch ein Cupra Ateca wird ebenso wie ein Porsche Cayenne Turbo nie den harten Offroad-Alltag eines Land Rover Defenders oder eines Suzuki Jimnys erleben.

CUPRA Ateca

Ende Gelände

El Performance

Innen geht es sportlich weiter. Grau-schwarzes Alcantara in den Türverkleidungen und an den Sportsitzen, Leder und einiger Zierrat im Carbon-Look im restlichen Cockpit. Alleine die Sitze signalisieren: “Es könnte schnell werden”. Vom Layout entspricht das Armaturenbrett weitgehend dem Seat-Modell, allerdings sind der 8-Zoll-Touchscreen samt Navigation und Rückfahrkamera hier ebenso serienmässig an Bord wie das virtuelle Cockpit mit 10,25“ TFT Display, das man aus anderen, eher hochwertigeren Modellen des VW-Konzerns kennt. Hier werden im Cupra Ateca auch Performance relevante Daten wie beispielsweise Öltemperatur und G-Kräfte angezeigt. An Bord sind auch Fahrassistenten wie zum Beispiel das Umfeldbeobachtungssystem mit City Notbremsfunktion.

CUPRA Ateca

Das virtuelle Cockpit zeigt auch die Performance an.

El Passion

Entwickelt wurde der Cupra Ateca von einem leidenschaftlichen Team aus Technikern und Designer, die das beste aus einem SUV herausgeholt haben. Das schafften zwar schon bereits andere Hersteller, die Power-SUVs im Angebot haben – aber keiner zu diesem unschlagbaren Preis ab 48’500 Franken. In diesem Preissegment ist der Cupra Ateca einfach eine Klasse für sich.

Abschliessend die Frage: Wer braucht schon 300 PS in einem SUV? Die Antwort: Schon über 1200 Interessenten haben sich bei Seat Schweiz gemeldet. Ein guter Kick-Start für die neu lancierte Marke, die es bei 277 ausgewählten Seat-Partnern ab Mitte November zu kaufen gibt.

Cupra Ateca – Technische Daten

Viertüriges, fünfsitziges Kompakt-SUV, Länge: 4,38 Meter, Breite: 1,84 Meter, Höhe: 1,61 Meter.  Radstand: 2,63 Meter, Kofferraumvolumen: 485 bis 1604 Liter.

Cupra Ateca 2.0 TSI 4Drive: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 221 kW/300 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2.000 – 5.200 U/min, 7-Gang-DSG mit Start-Stopp, Allradantrieb, Vmax: 247 km/h, 0-100 km/h: 5,2 s, Durchschnittsverbrauch: 7,4 l/100 km, CO2-Ausstoss: 168 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: D, Preis: ab 48’500 Franken.

Wie Seat mit Cupra neue Wege gehen will

Wie Seat mit Cupra neue Wege gehen will

Wie Seat mit Cupra neue Wege gehen will

 

Bisher trugen die sportlichen Derivate von SEAT nur diesen Beinamen, seit Februar dieses Jahres fahren sie nun eigenständig unter dem neuen kupferfarbenen Dreizack-Label CUPRA.

CUPRA Logo

Die Geburt einer neuen Marke

Der Vergleich mit den deutschen Premium Herstellern und deren Performance-Marken liegt nahe, aber Wayne Griffith (Executive VP Sales & Marketing), erklärte in einem persönlichen Gespräch, dass Seat mit neuen Marke neue Wege gehen will. 

Wayne Anthony Griffiths

Wayne Antony Griffiths. Bis zu seiner Ernennung zum SEAT Vorstand für Vertrieb und Marketing war der Sohn eines britischen Autohändlers Leiter des Vertriebs der AUDI AG in Deutschland.

„Als ich vor anderthalb Jahren zu Seat kam, haben Luca de Meo (CEO), Matthias Rabe (Executive VP Research & Development) und ich die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, wie wir die starke Submarke Cupra weiterentwickeln können. Wir wussten, dass wir keine Kopie von Mercedes-AMG oder BMW M werden wollten.

Vielmehr wollten wir etwas Neues schaffen. Etwas, womit wir auch neue Kunden ansprechen können, die heute vielleicht keinen Seat kaufen würden. Etwas, womit wir die neuen Generationen abholen, die weniger Wert auf Status legen, dafür aber umso mehr auf Individualität setzen. So wurde die eigenständige Marke mit einem hohen Anspruch an Design, Materialien, Verarbeitung und Performance geboren.“ 

Design

Materialien

Die Spanier legen viel Wert auf Design, Materialien und Verarbeitung.

Materialien

Das Cupra-Logo prangt in kupferfarbener Ausführung in der Mitte des Grills sowie an der Heckklappe.

Aber Griffith will noch mehr. Bereits vor dem Launch ist er Kooperationen mit einigen Lifestylelabels eingegangen, die exklusive Cupra-Produkte in limitierter Auflage entwickeln werden, wie zum Beispiel L.G.R., Trakatan und Fabike. 

Und immer wieder Ibiza

Nach dem Ausstieg von Fiat und dem Einstieg von Volkswagen begann irgendwie alles mit dem Ibiza, denn der war 1984 das erste, in Eigenregie entwickelte Modell der Spanier. Mit einem von Porsche modifizierten Motor, einem innovativen Design von Giugiaro und der Fahrgastsicherheitszelle von Karman hatten sich erfahrene Partner an dem Projekt beteiligt. 

Von Porsche modifizierten Motor

Der Kompaktwagen, der den Namen der Hippie- und Hipster-Insel trägt, wurde zu einem der nachhaltigsten Erfolge der Automobilgeschichte und konnte sich bis heute knapp sechs Millionen mal verkaufen. 

So war es auch der Ibiza, der den Grundstein für die nunmehr eigenständige neue Marke Cupra legte, denn sein Rennsport-Pendant, das Seat Ibiza Kit Car gewann bereits im Debütjahr 1996 die Rallye-Weltmeisterschaft in der 2-Liter-Klasse und konnte diesen Erfolg auch die beiden darauffolgenden Jahre wiederholen. Dies war die Geburtsstunde der Seat Cupra Modelle, deren erstes, höchst sportliches Strassenmodell mit dem Ibiza Cupra ebenfalls 1996 auf den Markt kam. Ende 2000 hat sich Seat wieder aus dem internationalen Rallyesport zurückgezogen und sich mit dem Seat Leon auf Rundstreckenrennen mit Tourenwagen konzentriert. Hier folgten dann in den Jahren 2008 und 2009 jeweils zwei Titel in der Konstrukteurs- und der Fahrerwertung der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. 

Cupra Ateca

Cupra Ateca

Cupra Ateca

Auch wenn es aus Markensicht logisch klingt, kam das alles für die Autowelt und Seat-Fans ziemlich überraschend. Sowohl die Neugründung der Marke, unter der ab sofort alle sportlichen Seat-Modelle und die Rennsportabteilung firmieren. Und dann wird mit dem Ateca ausgerechnet auch noch ein Kompakt-SUV das erste Modell der Sportmarke!

Cupra Ateca

Mit 300 PS, Allradantrieb 4Drive und einem neuen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe soll er das beste Beispiel für eine perfekte Balance aus Sportlichkeit, Fahrvergnügen und Alltagstauglichkeit darstellen. 

Cupra Ateca

Cupra Ateca

Der Sport-Ateca zeigt zahlreiche Details in glänzendem Schwarz. Je zwei Auspuffrohre und exklusive 19-Zoll-Aluräder gehören ebenfalls zum Auftritt.

Wenn dann auch noch der Preis stimmt, wird der neue Cupra Ateca nicht nur Performance-mässig in seinem Segment ziemlich konkurrenzlos sein. Und er sieht obendrein auch noch super sportlich aus. An der Front prangt in der Mitte des Wabengitters das neue Dreizack-Logo. Darunter befindet sich der Schriftzug Cupra in mattem Aluminium. 

Cupra Ateca

Cupra Ibiza

Das Portfolio von Cupra soll in den kommenden Jahren auf neun Modelle erweitert werden. Darunter, so wird gemunkelt, dürfte auch ein sportliches Modell mit Hybrid- oder E-Antrieb sein. Den nächsten logischen Schritt dürfte Cupra aber ziemlich sicher mit seiner Ikone, dem Ibiza gehen. 

Der erste Rennwagen der Motorsport-Sparte wird der Cupra TCR für die Saison 2018 sein. Cupra steht übrigens für kurz „Cup Racer“.

«Auch wenn Cupra Ende 2018 mit dem Ateca offziell im Handel eingeführt wird, werden schon ein paar Jahre vergehen, bis wir eine spürbare Markenwahrnehmung auf der Strasse erreichen. Dazu sind wir realistisch genug, aber wir wollen auch nicht den Fehler machen und zu sehr pushen. Begehrlich soll Cupra schon sein und nicht an jeder Strassenecke stehen,“ sagt Wayne Griffith abschliessend. 

Luca de Meo

Luca de Meo

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Autosalon Genf 2018 – GIMS

Autosalon Genf 2018 – GIMS

Autosalon Genf 2018 – GIMS

 

„Business as usual“ könnte das Motto der 88sten Auflage des Genfer Autosalons lauten. Auf kaum einer anderen Automesse wird heute noch eine derart ungenierte PS-Show geboten wie in Genf. Das offizielle Plakat der Frühjahrsmesse zeigt einen Sportwagen, der extreme Leistung und aufregendes Design verspricht. Und eben jene unverhohlene Zurschaustellung von Kraft und Luxus macht wie in den Jahrzehnten zuvor das einzigartige und besondere Flair der Messe aus. Doch da natürlich auch hier das Thema Elektrifizierung nicht wegzudiskutieren ist, weist der Autosalon 2018 eine besonders grosse Bandbreite auf.

Die Highlights des Genfer Autosalon GIMS 2018

Ganz der Genf-Tradition entsprechend präsentieren Sportwagenhersteller neueste Kreationen, die sich in puncto Leistung in der Regel weit jenseits der Vernunft bewegen. Zu den Klassikern der Szene gehören auch in diesem Jahr wieder Koenigsegg, Pagani, McLaren oder Ferrari. Diese zum Tafelsilber der Messe zählenden Marken warten mit neuen PS-Protzern wie dem Senna oder dem 488 Pista auf, die sich leistungstechnisch durchweg jenseits der 700 PS bewegen. Es geht aber noch deutlich mehr, wie die Neuheiten der exotischen Hersteller Zenvo oder Corbellati am Autosalon 2018 zeigen.

Jeep Willys 1941

Jeep Willys 1941

Ist der Autosalon 2018 also die Messe der Unvernunft?

Ja und nein, denn es gibt eben auch diverse elektrisch getriebene Premieren. Zu den wiederum leistungsorientierten Stromern zählt ein neues Auto der kroatischen Firma Rimac oder das Coupé 1 der Volvo-Tochter Polestar. Darüber hinaus zeigt VW mit der Studie I.D. Vizzion, wie die Antwort der Wolfsburger auf Teslas Model S aussehen könnte. Und dann kommen nach Genf noch einige nicht ganz so starke und nicht ganz so hoch bauende Alltagsautos für Jedermann. Dazu gehört die vierte Generation der Mercedes A-Klasse, die optisch dem Vorgänger ähnelt, dafür aber im Innenraum ein neues und höheres Premium-Niveau erreicht. Ebenfalls innen und aussen deutlich aufgefrischt hat Kia die Neuauflage des Ceed. Der neue Kompakt-Koreaner wird sich als klassischer Fünftürer und zusätzlich in einer gänzlich neuen Karosserievariante präsentieren, bei der es sich voraussichtlich um eine Shooting-Brake-Version handeln wird. In neuem Look und auf neuer Plattform fährt in Genf ausserdem die dritte Generation des Toyota Auris vor, der wieder als Besonderheit einen ökologisch korrekten Hybridantrieb bietet. Bislang von Ford noch nicht bestätigt, könnte als weitere Kompakt-Neuheit der neue Focus sein Stelldichein in Genf geben. Eine Klasse höher werden noch die Neuauflagen des Volvo V60 und des Peugeot 508 zu sehen sein. Die französische Löwenmarke zeigt zudem mit dem Rifter den Nachfolger des Hochdachkombis Partner, der als Schwestermodell Berlingo in leicht abgewandelter Form auch bei Citroen stehen wird. In einer dritten Variante wird Opel den französischen Hochdachkombi ab Sommer als Combo verkaufen, der allerdings nicht in Genf stehen wird. Opel hat erstmals seit Jahrzehnten die Messe am Lac Léman abgesagt. Für die Rüsselsheimer lautet das Motto des Genfer Autosalon 2018 in diesem Jahr also eher „Business as unusual“.

Suzuki Swift Sport

Suzuki Swift Sport

Suzuki stellt am Autosalon 2018 den Swift Sport vor

Klein, stark, leicht – die Sportvariante des Suzuki Swift präsentiert sich in der Neuauflage wieder als juveniles Spassmobil. Fahrspass verspricht vor allem das geringe Gewicht. Anders als beim alten Modell kommt kein 1,6-Liter-Saugmotor, sondern ein durchzugsstarker 1,4-Liter-Turbo zum Einsatz, der mit 230 Nm fast 50 Prozent mehr Drehmoment liefert. Geschaltet wird manuell über ein Sechsganggetriebe, das die Kraft an die Vorderräder des knapp 3,90 Meter kurzen Kleinwagens leitet. Optisch ist das Sport-Styling von eher dezenter Natur. Der vergrösserte Kühlergrill trägt ein Wabengitter, die umgestaltete Frontschürze mit zusätzlicher Spoilerlippe lässt das Gesicht forscher wirken. Dunkel unterlegte Scheinwerfer, schwarze Seitenschwelleraufsätze, 17-Zoll-Leichtmetallräder, dunkel getönte Heckscheiben und auf Wunsch ein grellgelber Aussenlack runden das Design-Programm für die Top-Variante aussen ab.

Ford Mustang „Bullit“

Ford Mustang „Bullitt“ mit 475 PS

Der Ford Mustang „Bullitt“ mit 475 PS zog am Genfer Autosalon 2018 viel Aufmerksamkeit auf sich

50 Jahre nachdem Steve McQueen in „Bullitt“ durch die Strassen von San Francisco raste, legt Ford ein Sondermodell des aktuellen Mustang als Hommage an den legendären Filmwagen auf. Der Mustang „Bullitt“ kommt mit 475 PS daher, die das Pony-Car auf 262 km/h beschleunigen. Passenderweise ist die Sonderversion im gleichen „Dark Highland Green“ lackiert wie das legendäre Filmauto, das nach 40 Jahren wieder aufgetaucht ist. Wie beim Original verzichtet Ford beim neuen Auto auf den übermässigen Einsatz von Chrom-Zierrat und setzt eher auf dunkle Akzente. Auch im Innenraum erinnert viel an das Filmfahrzeug: alle Ziernähte sind in Grün gehalten und auf dem Schaltstock des manuellen Sechsgang-Getriebes thront der gleiche, einer weissen Billardkugel ähnelnde Knauf wie im Filmklassiker aus den 60ern. Optional gibt es ausserdem Schalensitze von Recaro mit Lederbezug.

Giugiaro

Giugiaro Sybilla

Sybilla heisst die elektrisch angetriebene Limousine

Der Genfer Salon lebt nicht zuletzt von seinen aufregenden Fahrzeug-Studien. In diesem Jahr präsentiert Star-Designer Giorgetto Giugiaro die Studie einer Elektro-Limousine. Das Concept Car namens Sybilla ist in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Energieunternehmen Envision entstanden und soll zeigen, dass Elektroautos auch als Energiepuffer oder zur Notstromversorgung von Häusern genutzt werden können. Bei der Fünf-Meter-Limousine käme dem 75 kWh grossen Akku diese Aufgabe zu. In erster Linie ist das Konzeptfahrzeug von Giugiaros Studio GFG Style aber Design-Schaustück. Hingucker ist das grosse Glas-Kuppeldach, das nach vorne gleiten kann, um den Einstieg ins Fahrzeuginnere freizugeben. Zudem tönt es sich bei Sonneneinstrahlung selbstständig ab. Innen gibt es vier Einzelsitze und ein Jet-Lenkrad für den Fahrer. Letzteres wäre streng genommen nicht nötig, da die Limousine auch autonom fährt.

Audi R8 RWS

Audi R8 RWS mit 540 PS

Audi R8 RWS

Eine Audi Performance Maschine mit Heckantrieb? Vor zwei Jahren hätte es das wohl noch nicht gegeben: Damals figurierte die Performance-Division Audi Sport noch als quattro GmbH. Und was diese neue Variante des Supersportwagens Audi R8 auszeichnet, ist ein puristische Antriebskonzept: Der R8 RWS verzichtet auf die angetriebene Vorderachse und präsentiert sich als reiner Hecktriebler. Quattro passt hier also nicht. Mit diesem Konzept wird der R8 RWS zu einer extremen Fahrmaschine, die sich zwar handzahm geben kann, nach Wunsch allerdings auch gerne den leichtfüssigen Drifter herauskehrt: Die 540 PS und 540 Nm Drehmoment landen zu 100 Prozent auf der Hinterachse mit mechanischer Differentialsperre. Und so lässt sich der R8 RWS für Könner nicht nur mit der extrem präzisen, elektromechanischen Servolenkung, sondern auch mit dem Gaspedal hervorragend lenken. Das sollte man übrigens zunächst einmal auf abgesperrter Piste ausprobieren.

Cupra Ateca

Cupra Ateca

Der CUPRA Ateca kommt als Zweiliter-Turbobenziner mit 300 PS

Was in München die „M GmbH“ und in Ingolstadt „Audi Sport“ ist, soll in Martorell nun „Cupra“ werden. Trugen bisher die sportlichen Seat-Derivate nur diesen Beinamen, werden sie in Zukunft unter der Marke Cupra mit dem kupferfarbenen Dreizack-Logo ausgeliefert. Seat-Vorstandsvorsitzender Luca de Meo betitelt die Cupra-Derivate als „Liebeserklärung an den Motorsport.“ Deswegen setzt er bei der hauseigenen neuen Performancemarke auf die Mitarbeiter der Motorsportdivision des Unternehmens. Vertriebs- und Marketingvorstand Wayne Griffiths spricht dabei gerne von dem englischen Wort „sophisticated“. Mit dem Label Cupra möchte Seat eine eigene, exklusive Community aufbauen und rechnet damit, dass die Sportmodelle künftig rund zehn Prozent des gesamten Produktmixes ausmachen werden. Zur Einführung zeigt der Hersteller nun den Cupra Ateca, eine scharfe Version des kompakten SUV. Der Ateca bekommt den aus dem Leon Cupra bekannten Zweiliter-Turbobenziner mit 300 PS, Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb.

Skoda Vision X

Skoda Vision X

Skoda Vision X mit 1,5-Liter-Verbrenner für kontinuierlichen Allradantrieb.

Skoda gibt mit der Crossover-Studie Vision X einen Ausblick auf sein kleinstes SUV und zeigt die automobile Zukunft des tschechischen Autobauers. Das Concept-Car zeigt typische Skoda-Tugenden, aber die grösste Neuheit steckt unterm Blech: ein Hybrid mit kombiniertem Erdgas-, Benzin- und Elektroantrieb. Ein E-Aggregat an der Hinterachse, das seine Energie aus einem 48-Volt-Batteriesystem bezieht, sorgt im Zusammenspiel mit dem 1,5-Liter-Verbrenner für kontinuierlichen Allradantrieb. Über ein Planetengetriebe fliessen bei Bedarf bis zu 1’000 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterräder. Verpackt ist das Ganze in einem stylischen Äusseren. Der neue Skoda-Chefdesigner Oliver Stefani ist besonders stolz auf die neue Front mit neuem Lichtkonzept. Der schwarze Grill des Vision X ist übrigens aus böhmischem Glas modelliert. Hinten zeigen zum C geschwungene Rücklichter und der Hüftknick die Familienähnlichkeit zum Karoq. Und hinter der Heckklappe liegen im Genfer Unikat zwei Elektro-Skateboards für die letzte Meile durch die Fussgängerzone zum Ziel. Ernster wird es dagegen wieder bei der zweiten grossen Neuigkeit unterm Blech: das Gegenstück zum Elektromotor ist nämlich im Vision X ein CNG-Aggregat. Es lässt sich also zusätzlich zum Benzin mit Gas betreiben und soll Skoda damit beim Erreichen der CO2-Vorgaben helfen.

Subaru Outback

Subaru Outback

Subaru Outback 4×4 mit EyeSight und integriertem Spurhalte-Assistent

Des Schweizers liebster „Subi“ ist zweifelsfrei der Outback. Damit das auch weiterhin so bleibt, haben die Japaner ihr Flaggschiff optisch und technisch überarbeitet. Wie immer ist der markentypische Boxermotor und der symmetrische Allradantrieb an Bord. Anders als bei anderen Herstellern ist das Allradsystem bei Subaru keine Option, durch die ein zweiradgetriebenes Auto auf 4×4 aufgerüstet wird, sondern integraler Bestandteil des Fahrzeugkonzepts. Die symmetrischen Anordnung des Antriebsstrangs ist somit auch der Namensgeber für das Antriebskonzept: Die Kurbelwelle des Motors, das Getriebe, die Kardanwelle und alle Differentiale sind auf der Längsachse des Fahrzeugs angeordnet. Zu den technischen Neuerungen beim Modelljahrgang 2018 zählen neben neuen Leuchteinheiten eine im Kühlergrill integrierte Front-Sicht-Kamera und Seitensichtkamera sowie ein im Fahrerassistent-System EyeSight integrierter Spurhalte-Assistent.

Nissan Leaf

Nissan Leaf am tanken

Der Nissan Leaf schafft bis zu 378 km Reichweite

Elektroautos werden langsam Normalität auf unseren Strassen. So passt es ganz gut, dass der Nissan Leaf als weltweit meistverkauftes Elektroauto in der zweiten Generation sein schrulliges Blechkleid gegen eine etwas konventionellere Karosserie tauscht. Wichtigste Neuerungen neben dem Design: Mehr Reichweite. Der Stromspeicher nimmt im neuen Leaf genau den gleichen Raum ein wie im Vorgänger, hat aber deutlich mehr Kapazität. Statt wie bisher 30 kWh gehen jetzt 40 kWh Strom in den Tank. Im europäischen Messzyklus steigt die Reichweite damit von 250 auf 378 km. Der deutlich realitätsnähere WLTP-Test bescheinigt dem Leaf immerhin rund 280 Kilometer Reichweite. Geladen wird der Akku entweder über ein Typ-2-Kabel oder per Gleichstrom mit Chademo-Stecker (bis 50 kW), der die Batterie in 40 Minuten zu 80 Prozent füllt.

Hyundai Nexo

Das Brennstoffzellen-SUV Hyundai Nexo

Hyundai bringt das Brennstoffzellen-SUV Nexo schon in wenigen Monaten auf den Markt

Mit dem neuen Nexo ringt Hyundai erneut um die Öko-Krone unter den Autoherstellern mit alternativem Antrieb. Der Nachfolger des Hyundai ix35 Fuel Cell basiert auf einer eigenständigen Plattform und verfügt über eine vollständig überarbeitete Brennstoffzellentechnologie. Herzstück des Mittelklasse-SUV ist eine mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle, die einen 163 PS starken E-Motor mit Strom versorgt. Aus den gut sechs Kilo Wasserstoff in den drei Karbontanks im Unterboden generiert die Brennstoffzelle im Normzyklus Strom für knapp 600 Kilometer. Am gesamten Fahrzeug wurde viel Detailarbeit geleistet. So liess sich der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle auf 60 Prozent steigern. Die gute Aerodynamik profitiert vom flächig verkleideten Unterboden, den versenkten Türgriffen, den zweiteiligen Aero-Felgen und dem Luftkanal an der D-Säule. Um den zukunftsweisenden Charakter des Hyundai Nexo zu untermauern, verfügt die zweite Seriengeneration des Brennstoffzellen-SUV über eine Vielzahl an Fahrerassistenzsystemen. Dazu gehört auch der Blind Spot View Monitor, der beim geplanten Spurwechsel die Fahrzeugumgebung im Fahrerdisplay angezeigt.

Mitsubishi e-Evolution Concept

Mitsubishi e-Evolution Concept - Crossover und Elektromotor

Mitsubishi gewährt einen Blick in die Zukunft der Marke

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz will Mitsubishi Autofahrer besser machen. Das nun an Bord einer Studie vorgestellte Computer-System coacht sogar während der Fahrt. Crossover und Elektromotor – das soll die Zukunft von Mitsubishi sein. Wie sich beide Trends zu einem neuen Marken-Flaggschiff kombinieren lassen, zeigen die Japaner mit der Studie e-Evolution. Den Antrieb des kompakten Allraders übernehmen insgesamt drei E-Motoren, einer an der Vorderachse, zwei hinten. Das Zusammenspiel von Antrieb, Auto, Fahrer und Umwelt wird von einer künstlichen Intelligenz geregelt, die dem Menschen die Arbeit erleichtern und ihn darüberhinaus auch coachen soll. Das System analysiert dazu die Fähigkeiten des Fahrers und gibt per Sprachdialog Feedback, um diese zu verbessern. Mitsubishi spricht bei der Studie von einem Blick in die nahe Zukunft der Marke.

Volvo V60

Volvo V60 am Autosalon Genf

Der Volvo V60 ist in puncto Sicherheit vorbildlich ausstaffiert, wovon man sich am Genfer Autosalon 2018 überzeugen konnte

Nach und nach entledigt sich Volvo dem Erbe der bereits 2010 beendeten Ford-Ära. Als nächstes erneuern die Schweden den V60, der wie zuvor die Baureihen XC90/60 und S90/V90 auf der mit Neueigner Geely einwickelten SPA- statt wie bisher auf Mondeo-Plattform aufsetzt. Und damit ist bereits der technische Rahmen gesteckt: Der V60 ist einfach ein kleiner Zwilling des V90. Optisch scheint das Downsizing eher ein Vorteil, denn die Proportionen sind weniger ausladend. Wie auch die anderen V- und XC-Geschwister bietet der V60 innen ein sehr übersichtliches und schnörkellos schickes Interieur. Schalter und Knöpfe sind hier Mangelware, dafür gibt es zentral im Armaturenbrett einen 9,2-Zoll-Touchscreen, über den sich neben Navi- und Medien-Funktionen unter anderem auch Klima, Sitzheizung oder Assistenzsysteme steuern lassen. Mäusekino und Schalterwust gehören also der Vergangenheit an. Einer wichtigen Tradition der Schweden-Marke bleibt der V60 treu, denn in puncto Sicherheit ist die Neuauflage vorbildlich ausstaffiert, wie das umfangreiche Arsenal moderner Assistenzsysteme untersteicht.

New Stratos

New Stratos in Schwarz metallic

Vom New Stratos werden nur 25 Exemplare produziert – ein rares Exponat am Genfer Autosalon 2018

Alle wollten ihn, ausser Ferrari. Das Veto des Sportwagenherstellers verhinderte den Bau einer Kleinserie des New Stratos. Jetzt bekommt der Retro-Renner seine zweite Chance. Eine bereits vor Jahren angedachte Produktion des New Stratos als Hommage an den 70er-Jahre-Sportwagen Lancia Stratos wurde aufgrund des Vetos von Ferrari gestoppt. Unter dem ersten und bislang einzigen Exemplar steckte nämlich ein Ferrari F430. Mit einer Serienproduktion auf dieser Basis wollte sich der Sportwagenhersteller aus Maranello nicht einverstanden geben. Entsprechend wurde das massgeblich vom deutschen Unternehmer Michael Stoschek initiierte Projekt auf Eis gelegt und galt als gescheitert. Doch die Manifattura Automobili Torino (MAT) wird Produktion von 25 Exemplaren des New Stratos auf der Automesse ankündigen und zugleich drei Varianten des Retro-Sportlers vorstellen.

Range Rover SV Coupé

Range Rover SV Coupé

Das Range Rover SV Coupé kommt voraussichtlich als Top-Benziner mit acht Zylindern, 5,0 Litern Hubraum und Kompressoraufladung

Zurück zu den Wurzeln: Wie schon in den 70er-Jahren legen die Briten eine dreitürige Variante des Range Rover auf. Diesmal aber als streng limitierte Superluxus-Edition. Der dreitürige Range Rover ist eine Hommage an das 1970 vorgestellte Ur-Modell, das ebenfalls ohne Fondportale auskam. Erst in den frühen 80er-Jahren wurde der Luxus-Geländewagen zum heute bekannten Fünftürer. Das zweitürige SUV-Coupé krönt künftig die Range Rover-Familie. Der Luxus-Allrader wird aus Anlass des 70. Geburtstags von Land Rover in einer Auflage von 999 Exemplaren per Hand gebaut. Entwickelt wurde das Modell von der konzerneigenen Tuningabteilung Special Vehicles Operations, weshalb der volle Name „Range Rover SV Coupé“ lautet. Für den Antrieb dürfte der aus dem Fünftürer bekannte Top-Benziner mit acht Zylindern, 5,0 Litern Hubraum und Kompressoraufladung zum Einsatz kommen. Im Innenraum findet das neue Infotainment-System aus dem kleinen Bruder Velar Verwendung.

Mercedes-Benz A-Klasse

Mercedes-Benz A-Klasse in Mattgrau

Die Mercedes-Benz A-Klasse kommt wie gewohnt sportlich daher

Nach dem grundlegenden Wandel vor sechs Jahren vom Mini-Van im One-Box-Design hinzu einem sportlichen Hatchback-Modell blieben ein paar Unzulänglichkeiten. Den Kunden hat dies nicht gestört. Im Gegenteil, die A-Klasse verkaufte sich besser denn je und bildet für viele Käufer den Einstieg in die Markenwelt von Mercedes. Wie sich die neue A-Klasse nun präsentiert, lässt einen schon ein bisschen mit offenem Mund dastehen. Denn sie verfügt nicht nur über das modernste Cockpit im Hause Mercedes, sondern auch über das fortschrittlichste Bediensystem, das weltweit im Kompaktsegment überhaupt angeboten wird. Es nennt sich MBUX und könnte selbst Alexa von Amazon die Stimme verschlagen. Bei MBUX (das steht für Mercedes-Benz User Experience) läuft fast alles über die Bildschirme. Plural? Ja, die A-Klasse besitzt gleich zwei Displays, vereint unter einer riesigen Glasfläche, ganz ähnlich dem Widescreen in S- und E-Klasse. Bei so viel neuer, digitaler Ausstattung scheint der Rest der neuen A-Klasse fast zu verblassen. Design-Direktor Gorden Wagener verpasste dem Kompaktmodell gegenüber der Vorgängerversion glattere Flächen, ohne es am sportlichen Auftritt mangeln zu lassen.

BMW X2

BMW X2

Der neue BMW X2 setzt deutlich vom acht Zentimeter längeren X1 ab

Als drittes SUV-Coupé der Münchner schliesst der X2 die letzte Lücke in der X-Serie vom Einser bis zum Sechser und präsentiert sich mit 4,36 Metern Länge als kürzester Vertreter der Geländewagen-Riege. In der Seitenansicht fallen die fast rechteckigen Radläufe auf, in denen maximal 20 Zoll grosse Räder stehen. Unter anderem die sehr hohe Schulterlinie und die daraus resultierenden, schmal zulaufenden Seitenfenster verwandeln das Fahrerhaus optisch in eine flache Kanzel. Zusammen mit dem eigenständig gestalteten Heck samt recht hoch platzierten LED-Rücklichtern mit L-förmiger Lichtgrafik setzt sich der X2 deutlich vom acht Zentimeter längeren X1 ab. BMW i8 Roadster Der flügeltürige Hybridsportler ist ja schon seit einigen Jahren auf unseren Strassen unterwegs, nun folgt der nächste logische Schritt einer Sportwagenentwicklung, nämlich eine Cabrio-Variante. Dabei bleiben dem Roadster die charakteristischen Türen erhalten. Für die Frischluftzufuhr sorgt ein Softtop-Verdeck, das sich bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h in 15 Sekunden öffnen oder schliessen lässt. Da die Stoffmütze senkrecht zwischen Kabine und Motor gelagert wird, entsteht ausserdem ein um rund 100 Liter gewachsenes Gepäckvolumen. Auch technisch hat BMW den i8 weiterentwickelt: Die Batterie sorgt für eine elektrische Reichweite von 53 Kilometer beim Roadster und 55 Kilometer beim Coupé. Der Elektromotor gibt ausserdem mehr Kraft zur Systemleistung dazu, womit der gesamte Kraft-Output auf 374 PS anwächst. Wer den i8 gerne im reinelektrischen Modus bewegt, kann das mit zartem Gasfuss nun bis 105 km/h tun. Schneller geht es, wenn man die neue „eDrive“-Taste drückt. Dann fährt der i8 maximal 120 km/h im Strom-Modus.

Lexus UX

Der Crossover Lexus UX

Der Crossover Lexus UX wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 erhältlich sein

Mit der Hybrid-Limousine CT konnte sich Lexus in Europa nicht durchsetzen. Der neue UX soll es mit Rückenwind durch den SUV-Trend und einer neuen Plattform für eine aussergewöhnliche steife Karosserie mit niedrigem Schwerpunkt und agilem Handling besser machen. Die Toyota-Tochter zeigt die muskulöse Serienversion der 2016 präsentierten Studie UX. Der Crossover soll in der zweiten Jahreshälfte gegen Mercedes GLA, Jaguar E-Pace und BMW X1 antreten. Neben konventionellen Benzinern dürfte es unter der Haube auch einen markenüblichen Hybridantrieb geben, auch Allradantrieb wird wohl zu haben sein.

Polestar 1

Polestar 1 am Genfer Autosalon

Der Polestar 1 wird im Rahmen eines Abonnements mit fester Rate angeboten

Vom Haustuner zur E-Automarke: Volvos ehemaliger Sport-Ableger Polestar stellt eine seriennahe Studie seines ersten Modells als eigenständiger Autohersteller vor. Auch wenn der Polestar 1 klar im aktuellen Volvo-Designstil gestaltet ist, verzichtet er auf das Logo der schwedischen Marke und trägt stattdessen ein eigenes Emblem in Form eines stilisierten Polarsterns. Anders als die konventionellen Modelle von Volvo wird das E-Mobil jedoch zu grossen Teilen aus Carbonfaser bestehen. Unter der Haube kommt ein Plug-in-Hybrid-Antrieb zum Einsatz. Im Normalfall soll der Polestar 1 allerdings allein von einer 218 PS starken Elektromotoren-Kombination an der Hinterachse bewegt werden. Deren Batterie reicht laut Hersteller für 150 Kilometer emissionsfreie Fahrt. Auf der Langstrecke lässt sich zudem ein 2,0-Liter-Vierzylinderbenziner an der Vorderachse zuschalten, gemeinsam leistet das Motoren-Trio dann 600 PS. Der Polestar 1 wird nicht verkauft, sondern im Rahmen eines Abonnements mit fester Rate angeboten. Das Portfolio der jungen Marke wird jedoch schnell ausgebaut. Ende 2019 soll die Produktion der rein elektrisch angetriebenen Limousine Polestar 2 starten.

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