Ein Caddy fürs schnelle Abenteuer

Ein Caddy fürs schnelle Abenteuer

Ab ins Micro-Abenteuer. Mit Miniküche für Hobbyköche und Panoramadach für Verliebte. Der Caddy California mit variablem Wohn-, Schlaf- und Stauraum ist ein Allrounder für Alltag und Reise.
Als California ist der Caddy nun Mitglied einer traditionsreichen Reisemobil-Familie. Er basiert auf der neuen, fünften Caddy-Generation. Die durchdachte Camper-Ausstattung im Heck bietet den Reisenden ein neues ausklappbares Bett mit Tellerfedern und hochwertiger Matratze. Mit 1’980 x 1’070 mm ist das Bett für diese Klasse üppig. Optional kann der Caddy California mit einem 1,4m2 grossen Panoramadach, inklusive einer Verdunklungsmöglichkeit für die Nacht, bestellt werden. Damit profitieren die Reisenden tagsüber von einem lichtdurchfluteten Wohnraum und haben nachts die Möglichkeit die Sterne zu beobachten.
Weitere clevere Detaillösungen sind die herausnehmbaren Stautaschen in den hinteren Seitenfenstern, die gleichzeitig auch das Fenster verdunkeln. Die Lüftungsgitter für die Fahrerhaustüren, mit denen man auch bei Regen frische Luft in den geschlossenen Camper bekommt. Ein Beleuchtungssystem mit dimmbaren LEDs bringt abends Licht ins Dunkle und sorgt so auch für ein gemütliches Leselicht.

Der Caddy California ist mit allen Assistenzsystemen des Caddy erhältlich. Ein Highlight ist der „Travel Assist“ – ein System zum teilautomatisierten Fahren über den gesamten Geschwindigkeitsbereich. Insgesamt neunzehn verschiedene Assistenzsysteme stehen für den Caddy California zur Verfügung stehen und machen so das Fahren entspannter und sicherer.

Der Caddy California basiert auf der Ausstattungslinie des Caddy Life und ist mit dem 75 PS/55 kW TDI-Motor zum Peis ab 30’370.- inkl. MwSt. erhältlich.

Sondermodell VW Caddy California Spirit mit Miniküche

Erstmalig gibt es den Caddy ab Werk auch mit einer Miniküche, die nach hinten aus dem Heck gezogen wird. Diese bietet neben einem Gaskocher und einer einfach zu reinigenden Arbeitsfläche auch einen grossen ausziehbaren Staukasten mit integrierter Besteckschublade. Das Sondermodell Caddy California Spirit mit dem 2.0 TDI-Motor und 102 PS wird zum Preis von CHF 28’550.- inkl. Mwst angeboten.

Storyteller Overland Beast Mode – Wo die Strassen keine Namen mehr haben

Storyteller Overland Beast Mode – Wo die Strassen keine Namen mehr haben

Storyteller Overland Beast Mode – Wo die Strassen keine Namen mehr haben

 

Schon wer mit dem “Mode” von Storyteller Overland auf Reisen war, kann Geschichten über Abenteuer an den extremsten Orten der Welt erzählen. Bereits mit dem ersten Mercedes-Benz Sprinter-Umbau des US-Van-Spezialisten Storyteller brauchte man keinen Campingplatz, solange Mutter Natur einen Platz in ihrem Schoss hat. 

Der bessere Mode

Doch der “Mode” war nicht genug. Der amerikanische Camping-, Van- und Overland-Experte Storyteller setzt mit dem “Beast Mode” noch einen drauf. Was das heisst? Mehr Dampf unter der Haube, mehr Energie im Wohnraum, mehr Geländegängigkeit und mehr praktischer Luxus im Innenraum. Der “Beast Mode” kann bis zu sieben Tagen autark bleiben. Theoretisch – noch handelt es sich beim “Beast Mode” um ein Konzeptfahrzeug.

Die Upgrades des Concept Vans sind unter anderem: Offroad Performance-Fahrwerk mit Hochleistungsblattfedern und Fox-Stossdämpfer. Ein modularer Aluminium-Dachträger, LED-Zusatzbeleuchtungen, ein seitlich montierter Surfbrettträger, ein schwenkbarer Reifenträger von Owl, ein hinterer Türträger sowie eine Anhängerkupplung machen den modifizierten Sprinter zum vielseitigen Abenteuer-Camper.

Praktisch und luxuriös

Im Inneren gibt es massgeschneiderte Ablagelösungen von Overland Gear Guys. Die neuen weichen Materialien ergänzen die Innenausstattung mit Innovationen von Storyteller Overland wie die selbst entwickelte zusammenklappbare Dusch-, Kühl-, Toilettenbank sowie die faltbare DreamWeaver-Rückbank, die auch zur Werkbank umfunktioniert werden kann.

Letzten Monat wurde der “Beast Mode” auf diversen RV-Shows in Kalifornien gezeigt. Aufgrund der Kundenreaktionen wird nun entschieden, ob der Extrem-Sprinter in Produktion geht. Kostenpunkt: Rund 150’000 Dollar.

Edelstahl-Holzofen von Solo Stove

Edelstahl-Holzofen von Solo Stove

Edelstahl-Holzofen von Solo Stove

 

Den Original Edelstahl-Holzofen von Solo Stove gibt es in drei Grössen: Lite (1-2 Personen), Titan (2-4 Personen) und Campfire (4+ Personen). Der beliebte Begleiter von Backpackern, Bushcraftern und Fahrzeugreisenden besteht aus zwei Teilen, dem eigentlichen Ofen und einem aufsetzbaren Windschutz. Ich habe regelmässig den Titan im Einsatz. Mit Zunder aus Kienspan und kleinen Zweigen starte ich das Feuer und lege dann dickere Äste nach, bis sich recht schnell eine gleichmässige Flamme ergibt. Jetzt kann man den Topf auf den Ring setzen und dabei weiterhin Holz nachlegen. Die Flamme brennt nahezu rauchfrei.

Die jeweils passenden Töpfe mit 900, 1800 oder 4000 ml Inhalt sind so dimensioniert, dass der Ofen platzsparend im Topf verstaut werden kann. Zunder und kleine Hölzer werden einfach im Solo Stove transportiert.

Am Ende bleibt nur ein wenig Asche im Ofen, als Zeugnis einer effektiven Verbrennung. Und aufgrund der doppelwandigen Konstruktion schonen sie den Untergrund. Bei Bedarf lassen sich Titan und Campfire auch mit einem Spiritusbrenner betreiben. Der Nachteil: man muss zusätzlich Spiritus mitnehmen. Solo Stove ist auf meinen Reisen und Wanderungen fester Bestandteil jeder Packliste.

€ 55 Lite, € 70 Titan, € 86 Campfire | solostove.com

Wild Fennec Land Rover Defender 110

Wild Fennec Land Rover Defender 110

Wild Fennec Land Rover Defender 110

 

Mit diesem “Transformer” Land Rover Defender 110 kann man unterwegs (fast) allen Komfort von zu Hause haben. Der “Wild Fennec Defender 110” wurde vom Fahrzeug-Designer Brice Bader konstruiert. Gemäss eigenen Angaben ist dieser seit Kindesalter auf der Welt unterwegs und hat Ostasien, den Nahen Osten und Nordafrika bereist. Dank Allradantrieb konnte er in die entlegendsten Ecken vordringen und hat auf diesen Trips einiges erlebt.

Als Erwachsener machte er seine Reiseleidenschaft zum Job und begann, Touren für Abenteuer-Touristen anzubieten. Wie es sich für einen echten Abenteurer gehört, verzichtete er bis anhin auch mal länger auf das komfortable, moderne Leben mit Badezimmer und weichem Bett. Dies änderte sich allerdings 2002, als er seine Partnerin kennen lernte. Um ihr, trotz angeboreren Abenteuer- und Reiselust, etwas komfortableres Reisen zu ermöglichen, begann er Custom-Offroader mit Wohnaufsätzen zu konstruieren.

Der Wild Fennec Defender transformiert sich von “Offroad” auf “Komfort” in nur 43 Sekunden

Der Wild Fennec baut sich in nur 43 Sekunden vom Offroader zum geräumigen Wohn-Schlaf-Koch-Ess-Fahrzeug, inklusive WC und Dusche. Kosten tut der “Defender 110” 50’000 Euro, was sich nach einem ziemlich vernünftigen Preis anhört.

WILD FENNEC TRANSFORMER CAMPER | EUR 50.000

Wie man sich bettet, so liegt man – der grosse Overlander Dachzelt-Test

Wie man sich bettet, so liegt man – der grosse Overlander Dachzelt-Test

Wie man sich bettet, so liegt man – der grosse Overlander Dachzelt-Test

 

Diese Kollektion an Soft Shell Dachzelten strotzt nur so vor Innovation und Qualität; das Overland Journal hat sechs Soft Shell Dachzelte unter die Lupe genommen und im harten Reiseeinsatz getestet.

Ich weiss noch genau, wie sich -50 Grad anfühlen – so als ob mit der Wärme auch alles Leben meinen Körper verlassen hätte. Ich erinnere mich an den Kampf mit der Abdeckung, wenn das Vinyl bei den frostigen Minusgraden des kanadischen Winters erstarrt. Und wie gut es tut, ins schwere Zelt mit der dicken Matratze zu klettern, das mir Schutz vor der arktischen Kälte bietet. Ein anderes Mal hat sich das Grunzen eines Löwen, der unser Lager umschlich, deutlich in mein Gedächtnis eingebrannt – ebenso meine Dankbarkeit, in einem Dachzelt hoch über der südafrikanischen „Buschveld“ zu liegen. Wie oft habe ich diese Overlander-Festungen gelobt und verteufelt, über Gewicht und Komplexität gelästert oder vor Erleichterung geseufzt, wenn ich bei Regen im überfluteten Camp hoch über Schlamm und Felsen sass.

Wie bei allen Anbau- und Zubehörteilen gibt es starke Argumente, die für oder gegen die Montage am Fahrzeug sprechen. Davon abgesehen sind Dachzelte so beliebt wie nie zuvor; vorbei sind die Tage, da die einzigen expeditionstauglichen Varianten aus Südafrika oder Europa stammten. Aber vor allem sehen wir endlich Innovationen und einzigartige, kundenspezifische Lösungen. Design, Gewicht, Qualität und Aufbau haben nicht mehr viel mit dem Original-Brownchurch von vor 50 Jahren gemein. Wir haben uns einige Monate Zeit genommen und dutzende Nächte im Freien verbracht, um Auf- und Abbau sowie das Outdoor-Leben mit sechs bevorzugten Modellen namhafter Hersteller unter die Lupe zu nehmen.

Über die Wahl vom richtigen Dachzelt

Seitdem die Zahl der Lieferanten auf über fünfzig angewachsen ist und die der verfügbaren Modelle in die Hunderte geht, beschränkt sich das Aussuchen eines Dachzeltes nicht mehr bloss auf deine Lieblingsfarbe. Es gibt Zelte für schon unter CHF 500 bei Amazon – andere kosten das zehnfache – und natürlich alles, was dazwischen liegt. Auch das Qualitätsgefälle hat sich deutlich verringert, sodass mittlerweile robuste Dachzelte in Asien und Discountmodelle in Südafrika produziert werden. Dennoch sind mehrere Attribute entscheidend für den langfristigen Einsatz und die Zuverlässigkeit.

Das richtige Dachzelt: Einfacher ist oft besser

Im Lieferumfang eines Dachzeltes sind oft Dutzende von Zubehörteilen enthalten, welche die Komplexität und das Gewicht stark erhöhen: riesige, überhängende Bodenzelte, schwere und unhandliche Markisen und Wände sowie eine Litanei von Netzen, Gurten, Schlaufen und sogar Motoren, die unterwegs möglicherweise versagen. Gewiss können zusätzliche Wände oder ein Bodenzelt eine wertvolle Ergänzung für grosse Familien sein und weitere Schlafplätze schaffen, aber in den meisten Fällen ist derartiges Zubehör überflüssig, geht zu Lasten von geringem Gewicht und kurzer Aufbauzeit und wird in der Praxis selten genutzt. Alle Zelte im Test sind ohne Vor- oder Bodenzelte.

Ein schweres Dachzelt ist dein Feind

Die zulässige Dachlast der meisten SUVs ist schnell überschritten, wenn ein Dachzelt und Full-Size-Träger angebracht werden. Es gibt nur wenige Fahrzeuge mit Dachlasten von mehr als 100 kg, häufig werden überdimensional grosse Zelte komplett mit Benzinkanistern und Hi-Lift auf durchgehenden Metallgestellen montiert. Besser ist es, kleinere und leichtere Zelte zu wählen, die auch an einfachen Querstangen befestigt werden können. Es gibt Dachzelte, die nur etwa 50 Kilo wiegen, was immer noch die Verwendung eines geeigneten Aluminiumträgers erlaubt. Berücksichtige das Gewicht von Zelt, Gestell, Zubehör und Bettzeug um sicherzustellen, dass dein Fahrzeugdach nicht überbelastet wird.

Ein Dachzelt muss schnell und bedienerfreundlich im Aufbau sein

Der Aufbau einiger Zelte kann 15-20 Minuten in Anspruch nehmen, wenn ein Bodenzelt und alle Stangen verwendet werden. Das ist oft unpraktisch, wenn man bedenkt, wie die meisten Overlander reisen. Auf- und Abbau kostet jeden Tag viel Zeit und Mühe; umso mehr, wenn die Handhabung umständlich ist. Achte besonders auf die Abdeckung, die bei manchen Modellen ein Problem sein kann, wenn sie zum Beispiel zu eng gefertigt bzw. mit zu kleinen oder schwergängigen Reissverschlüssen ausgestattet ist.

Komfort wird bei Dachzelten gross geschrieben

Eines der wichtigsten Argumente für den Kauf eines Dachzeltes ist die gute Nachtruhe; also teste die Matratze während einer Messe und lies Erfahrungsberichte vor dem Kauf. Ich kenne Käufer, die Memory-Foam und sogar Luftmatratzen nachrüsten mussten, um die fehlende Unterstützung der mitgelieferten Matratze auszugleichen. Achte auf eine Mindeststärke von 60 Millimetern und doppeldichten Schaum. Einige Zelte nutzen heute schon gepolsterte Böden oder Unterlagen, um den Komfort zu erhöhen. Auch reduzieren dickere Zeltwände den Lichteinfall und erlauben den Luxus, auch nach Sonnenaufgang weiterzuschlafen.

Die Qualität eines Dachzeltes ist wichtig

Wie bei allem, worauf wir uns fern der Zivilisation verlassen, sind Qualität und Langlebigkeit von grösster Bedeutung. Wie die billige Winde, die nicht funktioniert, wenn wir sie brauchen, ist ein Dachzelt, das beim ersten starken Wind ausfällt, eine Belastung für den Trip. Tatsächlich ist ein Bodenzelt für CHF 800 in jeder Hinsicht besser als ein CHF 800 teures Dachzelt, also ziehe die billigeren Varianten gar nicht erst in Betracht. Der Teufel steckt im Detail – achte auf Reissverschlüsse, Wandstärke, Nähte und Imprägnierung.

Der grosse Dachzelt-Test

In erster Linie ist die Bewertung eines Dachzeltes subjektiv, aber viele Attribute können objektiv überprüft werden. Noch vor 10 Jahren sah die Landschaft der Dachzelte völlig anders aus als heute, denn fast alle folgten dem südafrikanischen Design mit traditionellem Klappzelt und Stützleiter. Die Fülle der jetzt verfügbaren Modelle ist ein grosser Gewinn für den Verbraucher, macht es aber schwierig, echte Qualität und Innovation hinter der üblichen Marketing-Rhetorik zu erkennen. Daher haben wir sechs Modelle bekannter und bewährter Hersteller ausgewählt und dabei auch jüngere Unternehmen berücksichtigt, die wirkliche Innovation gezeigt haben. Unser Angebot reicht von Holz und Leinen (Eezi-Awn) bis zu neuartigen Hybriden (iKamper) und vielen Alternativen dazwischen.

Objektiv verglichen wir Gewicht, Matratzenstärke und Stabilität. Wir haben Zeiten für Quick Setup (schneller Aufbau nur zum Schlafen) und Full Setup (kompletter Aufbau inklusive aller Stangen und Lüftungsöffnungen) gemessen. Die dritte zeitgesteuerte Aufgabe bestand darin, das Zelt richtig zu verstauen, und zwar fahrbereit. Der Aufbau floss wesentlich in die Bewertung mit ein, da ich unterwegs viel zu oft den Frust von Besitzern schwerfälliger Modelle erlebt habe, die mit anfälligen Reissverschlüssen und komplizierten Wänden kämpften. Die abschliessende objektive Prüfung umfasste die Inspektion der Bauteile, Nähte und Witterungsbeständigkeit.

Subjektive Überlegungen sind wichtig für jeden Test, aber ich habe darauf geachtet, solche zu vermeiden, die stark von persönlichen Vorurteilen beeinflusst werden könnten. Ich habe Anmerkungen zu Ästhetik und Design gemacht, aber nur minimal in der Endwertung berücksichtigt. Besonders subjektiv ist die Beurteilung des Matratzenkomforts, der massgeblich von bevorzugter Position, Körpergewicht und Vorlieben des Schlafenden abhängt. Daher liste ich neben meinen Eindrücken auch Daten auf. Trotzdem kristallisierten sich schnell einige Spitzenreiter heraus; entscheidend sind Qualität, Haltbarkeit, Komfort und Aufbau.

Beim richtigen Dachzelt geht nichts über Qualität

Mit zunehmender Popularität des Overlanding kommen mehr Produkte für Reisende mit begrenztem Budget oder nur gelegentlicher Reiselust auf den Markt. Vielfalt ist gut, aber der Käufer muss wissen, ob er eine leichte, kostengünstige Variante oder für Fernreisen geeignete Ausrüstung erwirbt.

Ich habe gesehen, wie sich Leitern in der Mitte durchbogen, Markisen aus ihrer Verankerung rissen und Böden unter “nordamerikanischen” Gewichten einbrachen. Ein Dachzelt ist nicht nur unser Zuhause auf Reisen, sondern kann in vielen Situationen auch als Zuflucht dienen.

Langlebigkeit steckt im Detail und beginnt bei Beschlägen, Scharnieren und Zeltmaterialien. Achte auf stabile Rahmen ganz aus Metall und minimalen Kunststoff an den Belastungspunkten. Die Imprägnierung kann über das Material selbst (wie bei Eezi-Awn) oder mit Beschichtung und Dichtstoffen erfolgen.

ARB Simpson III – das beste Dachzelt für Raumgefühl und Privatsphäre

Im Laufe der Jahre ist ARB von Stossstangen über Fahrwerke und Sperrdifferentiale bis hin zu Soft Gear wie Dachzelten, Swags und Dry Bags gewachsen. Wir haben ihr erstes Simpson-Zelt vor 10 Jahren getestet und weiterverfolgt, wie es sich in Bezug auf Qualität und Innovation entwickelt hat. So haben sie ihren Fokus auf ein einziges Modell gelegt, ausgestattet wie die meisten Verbraucher es sich wünschen und gleichzeitig die Artikelpositionen in Produktion und Lagerhaltung minimiert. Das Ergebnis ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine breite Verfügbarkeit über ihr ausgedehntes Händlernetz.

Nimmt man das Zelt aus der Verpackung, zeigt sich eine besonders dicke und haltbare Hülle aus UV-stabilisiertem, geschweisstem PVC, die von einem robusten, dreiseitigen Reissverschluss und drei Gurten gehalten wird. Die Installation mit den mitgelieferten Schrauben, Montageschienen und Schiebeplatten verlief problemlos. Der Aufbau war einfach, dauerte aber etwas länger als bei der Konkurrenz, vor allem wegen der drei Gurten, des Reissverschlusses, der Zeltkompressionsriemen und des insgesamt strammen Sitzes der Abdeckung an den Ecken der Markisenstange. Einmal aufgebaut, werden die einzigartigen Attribute des Simpson deutlicher: darunter der umfassende Wetterschutz, den Überdach und Markise für Zelt und Eingang bieten. Die Einheit vermittelt auch ein grösseres Raumgefühl, insbesondere wenn das zugehörige Bodenzelt verwendet wird und man das Zelt in der Privatsphäre des Anbaus betreten kann.

Ich fand die 6,3 Zentimeter dicke Kaltschaummatratze bequem, aber weniger unterstützend als die Besten im Test. In den Innenraum dring aufgrund der hellfarbigen Ripstop-Wände aus Baumwollmischgewebe viel Licht. Das Verstauen des Zeltes beginnt mit dem Zusammenfalten der Markisenstangen und dem anschliessenden Umlegen des Zeltes. Es ging etwas Zeit verloren bei dem Versuch, die Abdeckung über die Markisenstange zu ziehen und den Reissverschluss, um die Kanten zu führen. Das Simpson III bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass das Anbauzelt im Preis inbegriffen ist.

CHF 1‘404 | arbeurope.com

ARB Simpson IIIPRO

  • Hochwertige Abdeckung
  • Überdachter Eingang
  • Inklusive Anbauzelt
  • Gutes Preis-Leistung

ARB Simpson IIIKONTRA

  • Markise verdeckt Blick von der Leiterseite
  • Matratze für manchen Schläfer evtl. zu weich
  • Abdeckung schwierig anzubringen (Markise)

EEZI-AWN Series 3 1400 – das Dachzelt, um das sich deine Erben streiten werden

Dachzelte sind kein moderner Trend, es gibt sie seit den ersten Automobilen. Und Eezi-Awn gibt es seit über 35 Jahren. Gründer Jack Stuhler und sein Sohn Jess sind nicht nur Hersteller, sondern selbst leidenschaftliche Overlander. Ihre Erfahrung und Hingabe spiegeln sich in der Qualität ihrer Zelte und deren Ruf für Langlebigkeit wider. Ich habe Hunderte von Nächten in Eezi-Awn Zelten verbracht. Die Serie 3 ist das neueste Modell von Dachzelten der Expeditionsklasse aus Holz, Leinen und Aluminium.

Der Aufbau ist einer der einfachsten im Test und dauert nur drei Minuten. Das 700 Denier PVC-Cover mit verschweissten Nähten wird durch Lösen eines Ratschengurtes entfernt, was viel Zeit und Energie spart. Dann zwei Kompressionsriemen lösen und die integrierte Leiter herabziehen, bis sich das Serie 3 öffnet. Der abnehmbare PVC-Regenschutz und die zwei Seitenfenster werden an beiden Türenden durch Federstahlstäbe offen gehalten. Die Enden der Stäbe werden in Stahlhülsen eingesetzt; dies macht die Montage mühelos und verstärkt den Befestigungspunkt.

Die weitere Inspektion des Zeltes zeigt durchgehend hochwertige Materialien, angefangen bei den Leiterprofilen bis hin zu den doppelt genähten Ripstop-Zeltwänden. Die Grundplatte besteht aus 9 mm Marinesperrholz, verstärkt mit Merantiholz und Aluminiumwinkeln. Zusätzliche Stabilität wird durch lange Abschnitte aus extrudiertem Aluminium sowohl auf der Dachträger- als auch auf der Leiterseite erreicht; eine robuste und langlebige Konstruktion. Die Leiter ist ebenfalls extrem stabil, dafür schwergängig. Die Leiterlänge muss der Fahrzeughöhe durch Bohren ins Profil angepasst werden, was sich in unebenem Gelände als problematisch erweisen kann und eine zusätzliche Verlängerung für höhere Geländefahrzeuge erfordert. Aufgrund der schmalen Metallsprossen ist die Leiter für nackte Füsse unbequem. Im Inneren bietet der dicke Leinen eine dunkle Höhle gegen Lichteinfall; die 6,3 Zentimeter starke, hochdichte Schaumstoffmatratze ist mit einem afrikanischen Druck verziert – man kann fast die Löwen in der Ferne brüllen hören.

Richtpreis CHF 1‘999 | eezi-awn.com | lpi.be

EEZI-AWN Series 3 1400 – PRO

  • Hochwertige Materialien
  • Einfacher Aufbau, kein Reissverschluss
  • Grosse Türen und Fenster
  • Dicker Zeltstoff verhindert Lichteinfall

EEZI-AWN Series 3 1400KONTRA

  • Insektenschutzgitter hält kleine Mücken nicht ab
  • Leiter erfordert optionale Leiterverlängerung für höhere Fahrzeuge
  • Leiter muss gebohrt werden

FREESPIRIT Adventure Series M55 – Wow, kein Reissverschluss an der Abdeckung

Freespirit kam mit dem Ziel auf den Markt, etwas Neuartiges zu bieten und die neue Adventure-Serie bietet dies sowohl für den Wochenendabenteurer als auch für den Ganzjahresreisenden. Die Adventure-Produktlinie umfasst alles, vom 1,4 Meter breiten manuellen Modell, das hier getestet wurde, über ein Dreischichtenmodell für alle vier Jahreszeiten bis hin zum elektrischen Modell, das sich per Fernbedienung öffnen lässt. Diese Dachzelte unterscheiden sich von allen anderen im Test, da sie nicht aufklappen, sondern sich über dem Fahrzeug aufrichten, was das Gewicht reduziert und den Aufbau vereinfacht.

Für den Aufbau muss man die reissverschlussfreie PVC-Abdeckung durch Lösen von zwei Gurten und vier Eckclips entfernen. Dann wird das Zelt von der Heckscheibenseite aus nach oben geschoben, bis eine Querstange einrastet. Abschliessend die Türmarkise herausziehen und mit einer aufklappbaren Stange fixieren. Es müssen keine Fensterstangen installiert werden, sodass Quick Setup und Full Setup identisch sind.

Dieser Komfort geht zu Lasten eines eingeschränkten Regenschutzes der Seiten- und Heckfenster, wenn sie zur Belüftung offengelassen werden. Neben der Tür sind zwei grosse Lüftungsöffnungen angebracht, die bei Schlechtwetter helfen. Freespirit bietet auch ein dreilagiges Innenwandset an, das dieses Modell in ein echtes Vierjahreszeiten-Zelt verwandelt.

Der schnelle Aufbau überzeugt aber das Design hat noch andere Vorteile, wie die grosse Dachhöhe und die hervorragende Aussicht aus den riesigen Tür- und Hecköffnungen. Die Leiter stützt das Zelt nicht, sodass es entlang des Aluminium-Rahmenprofils von vorne nach hinten geschoben werden kann, um über den hinteren Zugang einsteigen zu können. Aus meiner Erfahrung ist der grösste Vorteil des Designs der zusätzliche Platz für die Matratze. Dies ist zweifellos das komfortabelste Bett im Test, mit einer gesteppten 6,3 Zentimeter dicken, hochfesten Schaumstoffmatratze und Unterlage. Das Polster ruht auf einem Aluminium-Gitterrahmen, der Gewicht spart und wie ein Boxspring wirkt – innovativ.

Richtpreis $1‘695 | gofsr.com

FREESPIRIT Adventure Series M55 – PRO

  • Schneller Aufbau
  • Bequeme Matratze
  • Stützende Anti-Kondensationsunterlage
  • Flaches Design reduziert die Gesamtfahrzeughöhe

FREESPIRIT Adventure Series M55 – KONTRA

  • Minimaler Wetterschutz an teils Fenstern
  • Design nutzt gesamte Dachfläche der meisten Fahrzeuge
  • Weniger Innenraum bei ähnlicher Grundfläche

FRONT RUNNER Feather-Lite – Geringe Dachlast für den minimalistischen Overlander

Berühmt für ihre in Südafrika entwickelten Aluminium-Dachträger und weiteres Overland-Zubehör, hat Front Runner in den letzten Jahren mit Dachzelten und anderem Soft Gear-Produkten expandiert. Ihre gesamte Produktpalette basiert auf Designs von Stanley Illman, einem der Unternehmensgründer, seines Zeichens lebenslanger Overlander. Aus dieser Perspektive entstand ein leichtes, flaches Dachzelt mit einem beachtlichen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nach dem Auspacken erfordert das Feather-Lite nur minimalen Aufwand: Die Dachträgerprofile werden entsprechend der gewünschten Ausrichtung der Leiter (seitlich oder vorne/hinten) montiert. Das mitgelieferte Befestigungsmaterial gleitet in die Aluminiumprofile und wird mit dicken Platten an die Querträger oder mit entsprechenden Halterungen an den Träger geklemmt. Die Abdeckung besteht aus PVC; zwei Gurte darüber verhindern ein Aufblähen im Fahrtwind. Der Aufbau beginnt mit dem Öffnen der Abdeckung – hier war der Reissverschluss nicht so strapazierfähig wie andere im Test. Nun nur noch die Kompressionsriemen lösen und das Zelt kann geöffnet werden. Das Überzelt ist gross und bietet reichlich Regenschutz. Es nutzt weniger Federstahlstäbe als andere Zelte, ein einziger stützt das Seitenfenster. Die Regenabdeckung kann vollständig entfernt werden, um in berechenbaren Klimazonen zusätzliches Gewicht zu sparen. Dann können sich die Stangen jedoch schon bei mässigem Wind aus den Schlaufen ziehen.

Das Interieur ist einfach, was sich positiv auf Gewicht und Komplexität/Handling auswirkt. Auch das Dach hat eine Lüftungsöffnung mit Mückennetz für eine deutlich bessere Belüftung. Die Matratze ist knapp 30 Zentimeter kürzer als die Gesamtlänge, bietet aber den Vorteil, Schuhe und andere schmutzige Gegenstände vor der Matratze zu verstauen. Ausserdem reduziert es das Gesamtgewicht und ist dennoch lang genug für hochgewachsene Reisende. Ich mag auch, dass die Seitenfenster von oben nach unten mit Reissverschluss zu öffnen sind, was eine Regulierung der Ventilation ermöglicht und gleichzeitig Privatsphäre bietet. Dieses Zelt ist bewusst minimalistisch gehalten, dafür erhält der Käufer eines der leichtesten (nur 43 kg) und das flachste Zelt (30 cm) auf dem Markt.

Richtpreis CHF 1‘095 | frontrunneroutfitters.com

FRONT RUNNER Feather-LitePRO

  • Leichtestes Zelt im Test
  • Flaches Profil, wenn verstaut
  • Minimalistisches Design reduziert die Aufbauzeit

FRONT RUNNER Feather-LiteKONTRA

  • Reissverschluss der Abdeckung weniger robust
  • Mässiger Wind kann die Federstäbe herausziehen

iKamper X-Cover: In diesem einfach zu bedienenden Wunderzelt steckt viel Innovation

Mit einem einzigartigen Hartschalen/Soft Shell-Hybrid startete iKamper auf dem nordamerikanischen Markt – es lässt sich in einer Minute aufbauen und ermöglicht vier Personen, auf einer Kingsize-Matratze zu schlafen. Als Hersteller haben sie jedes neue Modell wohl durchdacht und gerade ein drittes Produkt namens X-Cover auf dem Markt platziert, das einige der frustrierenden Probleme von Klappzelten löst – vor allem die umständlichen Abdeckungen, die langen Rüstzeiten und zu wenig Platz auf dem Träger für Outdoor-Sportgeräte. Das X-Cover verzichtet auf die typische PVC-Abdeckung und schliesst stattdessen mit einer Hartschale, auf der ein zweiter Träger montiert werden kann. Eine umlaufende Schürze aus beschichtetem Leinen hält Staub und Schmutz vom Zelt fern.

Der Aufbau des X-Cover erspart einen ganzen Schritt, da das Entfernen einer Abdeckung entfällt. Allerdings müssen die beiden Plattformen voneinander getrennt werden, was aufgrund der Reissverschluss-Positionierung aber einfacher ist als bei anderen Modellen. Nach dem Öffnen die Leiter herausnehmen und an der Kante der überhängenden Plattform befestigen. Dann wird der Prozess vertrauter und das Zelt mit der Leiter aufgezogen. Es gibt einen Regenschutz, der Eingangstür und Heckscheibe abdeckt, sowie zwei separate, integrierte Rainflys für die Seitenfenster. Alle werden mit Federstahlstäben offen gehalten, die in stabilen Aluminiumkonsolen auf der Plattform untergebracht sind. Das Quick Setup dauerte knapp drei Minuten.

Der Komfort im Inneren, mit einer dicken Steppmatratze und schweren Zeltwänden, ist hervorragend. Die komplette Konstruktion erwies sich als geräuscharm, knarrte lediglich etwas im mässigen Wind beim Testen am Grand Canyon. Ebenfalls neu und einzigartig sind die wasserdichten Reissverschlüsse und das Mondfenster ist eine schöne Bereicherung. Dieses Modell wird besonders Reisende ansprechen, die ihr Sportgerät mit auf die Reise nehmen möchten.

Richtpreis CHF 2‘688 | ikamper.de

Anm. d. Red.: Wir testeten einen Prototypen, der sich leicht vom Serienmodell unterscheidet. In der Sereinausführung wird die seitliche Markise von langen Bögen gehalten und der Dachsparren ist höher für mehr Kopffreiheit.

iKamper X-Cover – PRO

  • Montage von Querträgern für Sportausrüstung
  • Keine traditionelle Abdeckung, reduziert das Gewicht
  • Revolutionäres “frustfreies” Montagesystem
  • Ausgezeichneter Wetterschutz

iKamper X-Cover – KONTRA

  • Leiter muss entfernt werden, wenn das Zelt verstaut ist
  • Bettwäsche kann nicht im geschlossenen Zelt bleiben

Tepui Ruggedized Kukenam 3 – Ein robustes Dachzelt der Expeditionsklasse

Tepui war eines der ersten Unternehmen, welches Dachzelte aus Asien nach Nordamerika importierte und sie erweiterten ihr Produktangebot um einige der preiswertesten, am besten konfigurierbaren und langlebigsten Zelte auf dem Markt. Ihre Zelte sind heute im überall zu finden. Die Mitarbeiter sind selbst begeisterte Overlander, sodass sie den Wunsch nach einem zuverlässigen und haltbaren Expeditionszelt verstanden und das Kukenam 3 so konzipiert haben, dass es den Anforderungen von Weltreisenden genügt. Bei diesem Modell wurden nur hochwertige Materialien verarbeitet, darunter ein robuster Riffelblech-Boden und 360 Gramm Zeltgewebe (40% dicker als bei den meisten Dachzelten).

Der Aufbau ist einfach: Zum Entfernen der PVC-Abdeckung werden zwei Gurtbänder an den Seiten und vom Boden gelöst. Ich fand, der Reissverschluss hätte eine Nummer grösser sein dürfen und die Abdeckung sass enger, als die der meisten anderen Zelte, was die Auf- und Abbauzeiten verlangsamt. Dann das übliche Aufstellen der Leiter und Anbringen der Regenschutz- und Seitenfensterstäbe. Die kleinen Schlitze in den Zeltwänden machten es schwieriger, die Federstäbe in die Fenster- und Markisenhülsen aus Stahl einzusetzen. Sechs Fenster und zwei Lüftungsöffnungen sorgen für eine hervorragende Ventilation.

Das Zelt ist äusserst komfortabel und mit einer der besten Matratzen ausgerüstet: Sie besteht aus einem 6,3 Zentimeter starken und hochdichten Schaumstoff mit einer 12 Millimeter dünnen Anti-Kondensationsmatte. Das Tepui verfügt auch über Gurten, die Matratze und Bettwäsche sichern, wenn das Zelt zusammengelegt wird. Die 600 Denier Ripstop-Zeltwände sind dick, geräuschdämmend und bieten einen Wetterschutz für alle Jahreszeiten. Ein nylonummantelter 18 Millimeter Aluminiumrahmen stützt das Zelt. Es gibt viele Stautaschen und zwei riesige Dachfenster. Weitere sinnvolle Details sind unter anderem Kleiderhaken an der Zelttür und unter der Plattform. Die Leiter ist stabil, gut verarbeitet und bis auf 2,59 Meter ausziehbar. All diese Eigenschaften machen ein wahres Weltenbummler-Zelt aus.

Richtpreis $ 2‘100 | tepui.com

Tepui Ruggedized Kukenam 3PRO

  • Leicht abnehmbares Überzelt für die Sterngucker
  • Nur hochwertige und langlebige Materialien
  • Hervorragende Belüftung
  • Qualitativ hochwertige Leiter

Tepui Ruggedized Kukenam 3KONTRA

  • Gewicht (82 kg) übersteigt evtl. zulässige Dachlasten
  • Abdeckung ist stramm
  • Reissverschluss ist unterdimensioniert

Das Fazit unseres Dachzelt-Tests

Im Prinzip ist ein Dachzelt unser faltbares Zuhause für unterwegs, daher wird fast jeder eine andere Grösse, Form, Farbe und Marke bevorzugen; aber Tests wie dieser zeigen echte Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle.

Für den Value Award fiel meine Wahl auf das Simpson III, das Adventure M55 und das Feather-Lite. Das ARB bietet, zusammen mit dem mitgelieferten Bodenzelt, ein riesiges Innenvolumen. Die Markise blockiert das Türfenster, verdeckt den Blick ins Freie und schränkt die Ventilation ein. Beim Feather-Lite schätze ich schon lange das geringe Gewicht und flache Profil, aber es fällt in Bezug auf Matratzenkomfort und Aufbaugeschwindigkeit hinter das Adventure M55 zurück. Letztendlich habe ich mich entschieden, den Value Award dem Adventure M55 zu verleihen, weil es erfrischend einfach aufzubauen ist und eine himmlisch komfortable Matratze bietet. Es überlebte auch Tage sintflutartiger Regenfälle und Winde auf der Overland Expo 2018 Ost – nicht ein Tropfen drang in den Innenraum ein.

Der Editors Choice Award wird, unabhängig vom Preis, immer an das beste Produkt vergeben. Anwärter waren das Kukenam, das Eezi-Awn Series III, das X-Cover und das Adventure M55. Ich nutze (und schätze) Eezi-Awn seit über einem Jahrzehnt. Die Serie III ist einfach aufzubauen und zeitlos in Design und Haltbarkeit, aber ich brauchte immer eine zusätzliche Memory-Schaumauflage, um am nächsten Morgen nicht mit Rückenschmerzen aufzuwachen. Das Tepui Ruggedized Kukenam hätte den Titel bezüglich Qualität und Haltbarkeit verdient, aber selbst ohne Crossbars oder Träger ist es einfach zu schwer für die Dachlasten der meisten SUVs. Es ist am besten auf einem Hänger oder der Ladefläche eines Pickups aufgehoben. Das Freespirit Adventure 55 lässt sich am einfachsten aufbauen und bietet (subjektiv) den höchsten Schlafkomfort. Es ist leicht und gut verarbeitet; mein einziger Vorbehalt gilt dem fehlenden Regenschutz an Seiten- und Heckfenstern (zu Lasten der Belüftung bei warmen Regengüssen, ich denke da an Wüstenmonsun und Dschungelregen). Das X-Cover bietet wundervolle neue Lösungen für alte Dachzelt-Probleme. Voll ausgestattet wiegt es mit Leiter nur 53 Kilo und verfügt über das benutzerfreundlichste Schnellmontagesystem, das ich je benutzt habe. Das Zelt ist schnell aufgebaut, obwohl ich Reissverschlüssen nicht so recht traue, nachdem ich unterwegs viele Ausfälle hatte. Ich schätze die Trägeroption für obenauf, um leichte Fahrräder, Surfboards und SUPs zu transportieren. Nach meiner Überzeugung sollte ein richtiges Overland-Dachzelt wind- und wetterfest, einfach aufzustellen (Achtung: Reissverschlüsse) und leicht (d.h. mit Dachträger unter 70 kg) sein. Ich schwankte zwischen Eezi-Awn und dem X-Cover. Dachzelte haben sich ständig weiterentwickelt, es gibt leichtere Materialien und effizientere Aufbautechniken. Würde ich heute eines dieser Dachzelte auf meinem Fahrzeug installieren, wäre es entweder das Adventure 55 oder das X-Cover – diese beiden gewinnen unseren Value Award bzw. Editors Choice Award.

Dieser Gastbeitrag stammt aus der Feder unseres Partners Overland Journal Europe. Fotos by Scott & Larry Brady. 

 

Du hast auch eine spannende Geschichte zu erzöhlen, oder machst gerne Produkt-Reviews und möchtest auch einen Gastbeitrag verfassen? Dann melde dich gerne bei uns per Email und stelle dein Projekt in Stichworten vor. Wir freuen uns darauf.

Toyota Proace Verso Family-Camper: das 4×4-Wohnzimmer mit Ququq-Campingbox

Toyota Proace Verso Family-Camper: das 4×4-Wohnzimmer mit Ququq-Campingbox

Toyota Proace Verso Family-Camper: das 4×4-Wohnzimmer mit Ququq-Campingbox

 

Der Wettbewerb “Gewinne 1 Woche Traumferien im Toyota Proace Verso Family Camper” ist leider beendet…

Camping-Fahrzeuge sind wieder in Mode und besonders im Hinblick auf die nahenden Frühlings- und Sommermonate wieder auf dem Wunschzettel vieler Outdoor-Freunde. Doch ganz günstig ist die Sache nicht. Es sei denn man stellt sich sein mobiles Wohnzimmer gleich selber zusammen. Kombiniert mit der Ququq-Camping-Box, einem ARB Simpson III-Dachzelt und einer schattenspendenden Sunseeker Trapez-Markise, ist der Toyota Proace Verso Family eine echte und familienfreundliche Alternative zu fertig ausgebauten Wohnmobilen.

Toyota Proace Verso Family Camper

Mit den Camping-Ausbauten lässt sich der Toyota Proace Verso im Nu vom Alltagsfahrzeug in ein mobiles Ferienhaus für zwei bis vier Personen aufrüsten.

Sind die Kinder etwas grösser geworden, zieht es viele Eltern wieder raus aus dem Haus und zu gemeinsamen Ausflügen in die Natur. Aus den kurzen Nachmittagsausflügen werden wieder Wochenendtrips und vielleicht kann man sogar ein paar Tage länger verweilen um, die Seele baumeln zu lassen. Aber dafür braucht es natürlich das richtige Fahrzeug mit dem nötigen Platz für die ganze Familie und das eine oder andere Utensil.

Toyota bietet hier mit dem Proace Verso eine hervorragende Basis und bezahlbare Alternative zu den gängigen Campern und Wohnwagen, für die auch gerne und schnell einmal sechsstellige Beträge fällig werden.

Toyota Proace Verso Family Camper

Der Toyota Proace Verso Family ist ein On- und Offroad-Talent

Der Toyota Proace Verso 4×4 verfügt über einen 2.0 Liter-Dieselmotor mit 110 kW/ 150 PS einem manuellem 6-Gang- oder automatischem 8-Gang-Getriebe und hat drei Fahrmodi.

Toyota Proace Verso Family Camper

Im “ECO-Modus” wird der Proace verbrauchsfreundlich nur von den Vorderrädern angetrieben. Auch im “Auto 4WD-Modus” sind primär die Vorderräder im Einsatz. Sobald die Elektronik jedoch unebenen Boden ausmacht, wird ein Teil des Drehmoments automatisch an die Hinterachse umgeleitet. Für zusätzliche Geländegängigkeit, wenn es mal nicht einfach auf den nächstbesten Camping-Platz gehen soll, kann “R.Lock” aktiviert werden, der mit der optional erhältlichen 100%-Differentialsperre korrespondiert und einen zu den wirklich einsamen Spots bringt.

Toyota Proace Verso Family Camper

Viel Komfort im Toyota Proace Verso Family

Um Gepäck, Liegestühle, Campingtisch, Picknick, Sonnencrème, Badesachen, Badminton-Schläger, Schlafsäcke, Isoliermätteli, Hängematte, Fischerrute, Wanderschuhe und was sonst noch so alles mit muss problemlos verstauen zu können, erlaubt der Toyota Proace Verso dank der für den 4×4-Antrieb verstärkten Hinterachse eine beachtliche Zuladung von 1’190 kg. Beladen werden kann der Proace über die beiden seitlichen, elektrischen Schiebetüren (optional), die sich sogar bequem mittels “Kick” öffnen lassen. Was besonders dann praktisch ist, wenn man mit allem oben genannten beladen beim Fahrzeug ankommt und den Schlüssel in der linken unteren Aussentasche der Cargo-Pants hat. Oder in der rechten?

Der Transformer unter den Campern

Für das Camping-Tuning eignen sich die Modellvarianten “Compact” und “Medium” des transformierbaren Japaners (Länge 4.61 Meter bzw. 4.96 Meter). Transformierbar deshalb, weil er abseits der freien Natur ganz einfach wieder zum Familienmobil zurück gebaut werden kann und am Montagmorgen fit für den Alltagseinsatz ist. In der “Compact”-Ausführung stehen neben den beiden freistehenden Sitzen im Cockpit eine dreiplätzige Sitzreihe im Fond zur Verfügung. Die “Medium”-Variante bietet im Fond zusätzlich drei weitere Plätze. So oder so findet eine durchschnittliche Familie bestens Platz für die Abenteuer des Alltags. Und dies auch noch viel variabler als in einem Standard-Camper. Denn die asymmetrisch geteilten Dreierbänke können nicht nur einzeln verschoben oder ausgebaut werden, auch die Lehnen lassen sich individuell verstellen oder sogar ganz flachlegen.

Toyota Proace Verso Family Camper

Auf in die Wildnis mit dem Toyota Proace Verso Family

Wenn es dann aber raus aus dem Alltag und rein in die richtigen Abenteuer gehen soll, verwandelt sich der Toyota Proace Verso Family 1, 2, 3 in einen vollwertigen Camper.

Folgende Camping-Module sind für den Proace verfügbar:

– ARB Simpson III Dachzelt mit Anbau
– QUQUQ-Campingbox
– Sunseeker Trapez-Markise

 

Auf dem gerne mal unbefestigten Pfad zum schönsten Outdoor-Camping-Platz, spielt der Proace Verso 4×4 seinen Offroad-Trumpf. Toyota hat eine lange Tradition im Bau von Allradfahrzeugen. Bereits 1951 war der Ur-Land Cruiser in Steppen und Sandwüsten unterwegs.

 

Auf dem Weg ins Abenteuer hilft einem das Safety-Sense-System mit vorausschauender Kamera bei der Abstandskontrolle und Spurhaltung. Und der sieben-Zoll-Touchscreen im Cockpit inklusive Echtzeit-Daten-Navigationssystem weist einem den Weg in die Freiheit. Ein zusätzlicher Helfer ist das raffiniert versenkbare Head-Up-Display.

Toyota Proace Verso Family Camper

Und für alle die es gerne etwas wärmer mögen, besteht sogar die Option eine Standheizung zu installieren. So bleibt der Innenraum des Toyota Proace Verso immer so angenehm temperiert wie das Wohnzimmer zu Hause.

Ist der Fluss dann erstmal durchquert und die Schotterpiste zum steilen Waldweg gemeistert, steht dem gemütlichen Familien-Outdoor-Idyll nichts mehr im Weg.

Die QUQUQ-Campingbox im Toyota Proace Verso Family

Toyota Proace Verso Family Camper

Gibt es einen besseren Kaffee als den, den man selber über dem Lagerfeuer gekocht hat? Ja! Und zwar der elegant auf dem Gaskocher der Ququq-Campingbox mit der Mokka-Maschine gebraute.

Toyota Proace Verso Family Camper

Die praktische Campingbox ist überraschend leicht und mit ein paar wenigen Handgriffen fest im Kofferraum des Toyota Proace Verso Family verzurrt. Sie bietet zwei Gaskocher, Fächer für Küchenutensilien, Geschirr und zwei Wasserkanister.

Toyota Proace Verso Family Camper

Die Küche ist innerhalb einer Minute einsatzbereit und extrem praktisch.

Toyota Proace Verso Family Camper

Mit diesem Tool lässt sich mit ein wenig Kochtalent sogar ein 3-Gang-Menü zubereiten und der anschliessende Abwasch ist im Handumdrehen erledigt.

Und das Beste dabei: nachdem der Haushalt erledigt ist, kann man sich direkt auf die ebenfalls zum Set gehörende Matratze legen und dem Singen der Vögel lauschen.

Toyota Proace Verso Family Camper

Für die Installation des Betts werden im Fond einfach die Lehnen der Sitzreihe flachgelegt et voilà, liegt einem das Nachtlager quasi zu Füssen.

 

 

Für die Kleinen das Grösste: Das Dachzelt ARB Simpson III

Etwas aufwändiger aufzubauen ist das ARB Simpson III. Wobei da ja auch deutlich mehr dran ist.

Das System wird einfach auf den Toyota Basisdachträgern montiert.

Und sobald das Simpson-Dachzelt nach etwa 20 Minuten fachmännisch aufgebaut ist, gibt es bei der Jungmannschaft kein Halten mehr.

Toyota Proace Verso Family Camper

Sofort wird die Leiter erklommen, die den Einstieg durch den Zeltboden gewährt.

Und schon kann man locker lässig und gemütlich auf dem Dach des Proace sitzen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Das Zelt ist sehr geräumig und bietet 2,40 x 1,40 Meter Abenteuerschlafen der Extraklasse.

Toyota Proace Verso Family Camper

Übrigens auch perfekt für Erwachsene und die Romantik, falls die Halblinge dann doch unten schlafen müssen.

Dazu finden die Grossen den zusätzlichen Stauraum des mitgelieferten Anbaus äusserst praktisch. Dort können die ganzen Campingutensilien und das unverzichtbare Feuerholz trocken und sauber gelagert werden.

Toyota Proace Verso Family Camper

Weil, so praktisch die Ququq-Box auch ist; ein echter Cervalat wird immer noch stilecht über dem Lagerfeuer gebraten.

Und dann steht einem gemütlichen und typisch schweizerischen Picknick nichts mehr im Weg.

Dabei spendet die grosse und einfach zu installierende Markise kühlenden Schatten.

Toyota Proace Verso Family Camper

Nach getaner Arbeit und frisch gestärkt macht Papa erst einmal eine kleine Pause. Und die Anderen sollen doch einfach machen, wozu sie Lust haben. Schliesslich bringt einen der Toyota Proace Verso Family an Orte, wo man seinen Frieden noch wirklich geniessen kann, da die Schönwetter-Camper mit ihren Fertigmobilen schon auf dem Weg dorthin kapitulieren müssen.

 

Hier geht es direkt zur Probefahrt im Toyota Proace Verso Family 4×4

Hier geht es direkt zu weiteren Informationen zum Toyota Proace Verso Family 4×4

 

 

Toyota Proace Verso Family 4×4 Compact – Preise:

Toyota Proace Verso 4×4 Family Compact – 6-Gang Handschaltung, 150 PS: CHF 43’900
Toyota Proace Verso 4×4 Family Compact – 8-Gang Automatik, 177 PS: CHF 49’200

Toyota Proace Verso Family 4×4 Compact – Technische Daten:

2.0 D-4D, 4-Zylinder-Reihenmotor, 110 kW/150 PS bzw. 130 kW/177 PS

Außenabmessungen
Länge (mm): 4609
Breite ohne Spiegel (mm): 1920
Breite mit Spiegel eingeklappt (mm): 2010
Breite mit Spiegel (mm): 2204
Höhe (mm): 1892–1950
Radstand (mm): 2925
Bodenfreiheit (mm): 150

Innenraumabmessungen
Maximale Länge bei umgeklapptem Beifahrersitz (mm): 2811
Maximale Länge hinter erster Sitzreihe (mm): 2063
Breite zwischen den Radkästen (mm): 1228
Maximale Breite (mm): 1618 Maximale Höhe (mm): 1335
Öffnungsbreite Schiebetüre (mm): 743
Öffnungshöhe Schiebetüre (mm): 1180

Abgasemission
Kombiniert (l/100 km):
6-Gang Handschaltung: 5.4
8-Gang Automatik: 5.5

Treibstoff
Diesel

Verbrauch kombiniert (l/100km)
6-Gang Handschaltung: 5.4
8-Gang Automatik: 6.0

CO2-Emissionen kombiniert (g/km)
6-Gang Handschaltung: 142
8-Gang Automatik: 159

Emissionsklasse
6-Gang Handschaltung: EURO 6
8-Gang Automatik: EURO 6 BG

CO2-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder der Strombereitstellung
6-Gang Handschaltung: 24
8-Gang Automatik: 27 Maximale

Leistung (kW / PS / U/min)
6-Gang Handschaltung: 110/ 150 / 4000
8-Gang Automatik: 110 / 150 / 4000 – 130 /177 / 3750 Maximales Drehmoment (Nm / U/min) 6-Gang Handschaltung: 370/2000-2500 8-Gang Automatik: 370/2000-2500 – 400/2000-2500

Höchstgeschwindigkeit (km/h)
6-Gang Handschaltung: 170
8-Gang Automatik: 183 – 185

Beschleunigung 0-100 km/h (s)
6-Gang Handschaltung: 13
8-Gang Automatik: 8.8 – 13

Gewicht (Modell abhängig)
Leergewicht in kg min.-max: 1’611-2’184
Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2’635-3’000
Zuladung in kg: 1’000-1’200

Max. Lasten in kg (Modell abhängig)
Anhängerlast gebremst bis 12% Steigung/ungebremst: 1’800-2’500
Dachlast: 140-170
Stützlast: 72-100

QUQUQ-Campingbox: CHF 3’400

Die QUQUQ Campingbox ist ein wahres Multitalent, mit dem dein Toyota Proace Verso für spontane Kurztrips und ausgedehnte Abenteuer bestens gerüstet ist. Packe einfach ein, was dir wichtig ist und verzichte unterwegs auf nichts.

Die QUQUQ-Campingbox verfügt über folgende Ausrüstung:
– Kocher
– Stauraum-Fächer
– zwei Wasserkanister
– zwei Schüsseln
– ein ausklappbares Doppelbett

Dachzelt ARB Simpson III: CHF 1’900

Liegefläche: 240 x 140 cm
Höhe: 130 cm
Schlafmöglichkeit: 2 Erwachsene

Der mitgelieferte Anbau kann als zusätzlicher Stauraum genutzt werden. Das System wird einfach auf Toyota Dach-Basisträgern* montiert und ist in 15 – 20 Minuten komplett aufgebaut.

Sunseeker Trapez-Markise: CHF 380

Mehr Platz zur freien Entfaltung: Mit einer Breite von ca. 255 cm und einer Tiefe von 250 cm bietet die Toyota Original Trapez-Markise zuverlässigen Schutz vor Sonne und Regen für zwei bis drei Personen.

Größe: 255 x 250 cm (130 cm an der Fahrzeugkante) inkl. zwei Stützen

 

*Toyota Dach-Basisträger: CHF 360 Querträger/Basisträger sind der Grundstein für Aufbauten auf dem Fahrzeugdach.