Mit Van und Hund um die Welt
15.12.20222656
Worauf man achten muss, wenn man mit einem kleinen oder eben auch grossen Hund um die Welt reist, verraten wir hier.

Uns war von Anfang an bewusst, dass ein Welpe im Bus definitiv zu schlaflosen Wochen, Stress, Alltags-Umstellung, Hunde-Schule und weiteren Herausforderungen führt! Es muss echt gut überlegt sein und auch wenn man einem Hunde-Welpen kaum widerstehen kann, so bedeutet es: Arbeit, Disziplin, Einschränkungen. Aber am Ende lohnt es sich und wir würden Alma nie wieder hergeben!

Worauf muss man achten, wenn man mit einem kleinen oder eben auch grossen Hund um die Welt reist?

Wichtig sind feste Regeln sowie regelmässiges Training, den Umgang mit anderen Hunden, aber auch mal alleine sein zu können. Die Grundkommandos Sitz/Platz/Bleib/Rückruf, das Essen erst auf Kommando zu nehmen und auch ein paar spielerische Sachen sind uns wichtig und machen das Reisen mit ihr noch besser.

Auch wenn es teurer ist, haben wir uns bewusst für einen Flug ohne Zwischenstopp entschieden, um den Stress für Alma möglichst gering zu halten. Der Langstreckenflug dauert bereits über zehn Stunden, da wollen wir nicht, dass sie zusätzlich noch mehrfach aus- und wieder eingeladen wird. Um da die Kosten für die Tickets möglichst gering zu halten, am besten frühzeitig buchen und mit der Airline abklären, ob Hunde auf dem Flug transportiert werden. Da Alma kein kleiner Hund ist, fliegt sie in einer Box im Frachtraum und muss vor dem Flug an einem Extraschalter abgegeben werden. Um sie an diese Box zu gewöhnen, haben wir sie bereits vier Wochen vor Abflug immer mal wieder drin schlafen lassen oder ihr das Essen darin gegeben. Um sie auch an die Bewegung zu gewöhnen, haben wir Alma in die Box getan, diese auf ein Longboard gestellt und sie damit ein bisschen rumgefahren. So merkte sie, dass es in der Box sicher für sie ist. Natürlich wird sie auch bei jedem der Trainings richtig gut gelobt und belohnt.

Durch das Van-Reisen in Europa haben wir sehr viele Leute kennengelernt, die mit Hund unterwegs sind und es schlichtweg lieben.

Innerhalb Europas brauchten wir für die Grenzübertritte den europäischen Heimtier-Pass, in welchem die Impfungen eingetragen sind. Bevor wir damals mit Alma Sardinien verlassen durften, musste sie gegen Tollwut geimpft werden und diese erhalten Hunde erst mit 12 Wochen. Darüber hinaus muss die Impfung 21 Tage zurückliegen, bevor sie an den Grenzen als gültig akzeptiert wird. Ausserdem muss sie gechipt sein. Für die Mittelmeerländer gibt es auch noch zusätzliche Impfungen zu beachten, wie zum Beispiel gegen Leishmaniose. Je nach Reiseziel sollte man sich dort vom Tierarzt beraten lassen.

Für die Vorbereitungen zu unserer Südamerikareise hat uns unsere Tierärztin super unterstützt. Denn hier gilt es nicht nur, den Hunde-Ausweis aktualisiert zu haben, sondern auch ein international anerkanntes Gesundheitszertifikat vorzubereiten. Für Alma bedeutete es, ihre Impfungen aufzufrischen und nachzuweisen, dass sie keine Parasiten oder sonstige Verletzungen hat. Dies wird dann ins mehrsprachige Zertifikat eingetragen, welches dann auch bei der Einreise zusammen mit ihrem Pass vorgelegt werden muss. Für die Einreise speziell nach Kolumbien mussten wir sie auch noch online beim ICA anmelden.

Nach der Landung in Bogota (Kolumbien) haben wir Alma an der Sperrgepäckausgabe abgeholt und bevor wir sie aus ihrer Box holen konnten, gingen wir mit ihr zur Einreisestelle. Dort legten wir die geforderten Dokumente vor und 10 Minuten später waren wir dann endlich mit ihr vor dem Flughafen, sie konnte ihr Geschäft machen und wir haben sie mit Futter und Wasser versorgt.

Um mit dem Hund auf dem Landweg von Kolumbien nach Ecuador einzureisen, haben wir nochmals geprüft, ob ihre Impfungen noch aktuell sind. Ansonsten war dort nichts zu beachten. Die Grenzbeamtin hat sie ausserdem völlig ignoriert und es wurde nicht einmal nach Alma gefragt.

Trotz anfänglich schlaflosen Nächten, viel Hunde-Training, Alltags-Umstellungen und weiteren Herausforderungen würden wir Alma nie wieder hergeben!

In Südamerika gibt es viel mehr Strassenhunde als in Europa. Wenn wir mit ihr spazieren gehen, kommen immer Hunde auf uns zu und bellen, weil sie ihr Revier bewachen oder auf Alma aufmerksam machen möchten. Aber alle diese Hunde möchten eigentlich nur schnuppern. Bisher hat uns keiner richtig «angegriffen». Dennoch kostet es uns immer mal etwas Mühe, die Hunde loszuwerden. Generell können wir sagen, dass die Menschen hier Hunden gegenüber sehr aufgeschlossen sind und Alma fast überall hin mit darf (Restaurants, Strand, Parks, beim Inlandflug sogar mit in den Passagierraum).

Es sei aber auch gesagt, dass gerade ein Welpe im Bus definitiv auch zu schlaflosen Wochen, Stress, Alltags-Umstellung, Hunde-Schule und weiteren Herausforderungen führt! Es muss echt gut überlegt sein und auch wenn man kaum einem Hunde-Welpen widerstehen kann, so bedeutet es: Arbeit, Disziplin, Einschränkungen. Aber am Ende lohnt es sich und wir würden Alma nie wieder hergeben!

 

Folge Alma, Helena und Chris auf der weiteren Reise durch Südamerika auf Instagram @thistimeoneway oder auf ihrem Youtube-Channel

Alma klaut nicht nur Stöcke, sondern auch Herzen.
Uns war wichtig, dass sie feste Regeln hat, dass sie Training bekommt (auch im Umgang mit anderen Hunden), aber auch mal alleine sein kann.
Um zu verhindern, dass sie etwas “….” aufschnappt, haben wir ihr auch beigebracht, das Essen erst auf Kommando zu nehmen.
Dass das Reisen mit Hund so viel besser sein könnte, haben wir uns vorher nicht ausgemalt.