Warum Extreme E in der chilenischen Atacama-Wüste antritt
25.9.20221216

Obwohl die Atacama-Wüste als die trockenste (nicht polare) Region der Welt gilt, verschärft der Klimawandel die Probleme weiter. Noch schlimmer von schlimm also, und darauf möchte die Extreme E mit ihrer medialen Reichweite und als Sportveranstaltung for a purpose hinweisen. 

Ähnlich wie an vielen anderen Orten werden auch hier die durchschnittlichen Jahrestemperaturen aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels ansteigen – insbesondere in den nördlichen Gebieten des Landes, wo in den kommenden Jahren mit einem stärkeren Anstieg zu rechnen ist. Wenn die Niederschlagsmengen anderswo noch schwanken, ist die chilenische Atacama-Wüste eine der trockensten Regionen der Erde.

Das Rennen findet in der Atacama-Wüste, südlich der Centinela-Mine, 700 Meilen nördlich der Hauptstadt Santiago statt. Aber warum ist es hier so trocken?

Norilsk. Die Nickelindustrie hat die Grossstadt immer noch fest in der Hand. Verschmutzung und ein Flair wie aus Sowjetzeiten sind die bleibenden Eindrücke.
Der Klimawandelforscher von Extreme E, Professor Carlos Duarte, erklärt: “Die Atacama-Wüste, die sich über 1000 km zwischen den Breitengraden 19°S und 30°S erstreckt, ist praktisch steril. Dieses riesige Gebiet ist auf beiden Seiten von Feuchtigkeit abgeschnitten, weil es von zwei Gebirgsketten begrenzt wird, der Küstenkordillere im Westen und der Andenkordillere im Osten. Dadurch entsteht ein großer zweiseitiger Regenschatten, der das Wasser, das mit dem Wind vom Pazifik oder vom Atlantik kommt, weitgehend aufhält. Dies macht die Atacama zum trockensten Ort der Erde mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von weniger als 2 mm. In weiten Teilen der Atacama können selbst die widerstandsfähigsten Pflanzen nicht wachsen.”
Norilsk. Die Nickelindustrie hat die Grossstadt immer noch fest in der Hand. Verschmutzung und ein Flair wie aus Sowjetzeiten sind die bleibenden Eindrücke.

Darüber hinaus konzentriert sich Extreme E in Chile auch auf den Abbau von Kupfer. Da Elektrofahrzeuge nicht nur bei der Produktion, sondern auch beim Aufladen der Batterien stark auf Kupfer angewiesen sind, möchte Extreme E die Entwicklung nachhaltiger Alternativen hervorheben. Das chilenische Bergbauunternehmen Antofagasta Minerals, das als Gastgeber fungiert, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Bergbau für eine bessere Zukunft zu entwickeln und wird die Veranstaltung nutzen, um seine innovativen und integrativen Methoden vorzustellen, die diese wichtige Branche positiv verändern.

Alle Bergbaubetriebe von Antofagasta befinden sich unter anderem in der ohnehin schon trockenen Atacama-Wüste, was einen nachhaltigen Umgang mit Wasser in der Bergbauindustrie unabdingbar macht. Die Gruppe ist ein Pionier bei der Nutzung von Meerwasser und baut derzeit eine Entsalzungsanlage in Los Pelambres. Die Gruppe geht davon aus, dass bis 2025 90 % des Wasserverbrauchs im Bergbau durch rohes oder entsalztes Meerwasser und recyceltes Wasser gedeckt sein wird.

Professor Carlos Duarte erklärt weiter: “Nachhaltige Entwicklung umfasst mehrere Dimensionen: die wirtschaftliche, die soziale und die ökologische. Bei der ökologischen Nachhaltigkeit des Bergbaus geht es jedoch in erster Linie darum, Umweltbelastungen in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklus des Bergbaus zu vermeiden und zu verringern. Die Verwirklichung eines nachhaltigen Bergbaus erfordert eine starke Führung. Ohne verbesserte Nachhaltigkeit könnte die wachsende Nachfrage nach Metallen zu einem steilen Anstieg der Auswirkungen des Bergbaus auf die Umwelt führen.”

Extreme E unterstützt ausserdem die umfangreichen Gemeinschaftsprojekte, die in der Region stattfinden, vor allem dank der Arbeit von Antofagasta Minerals. Durch eigene Bemühungen hat das Unternehmen einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil von 17,8 % (innerhalb der Branche). Durch ein gemeinschaftliches Ausbildungsprogramm, konnten viele Frauen in das Unternehmen gebracht werden.

Diese Lehrlingsprogramme zielen darauf ab, die Zahl der weiblichen MINT-Studentinnen sowie der Frauen in eher technischen Positionen, z. B. als Bedienerinnen von Minenausrüstung und Wartungspersonal, zu erhöhen.

Darüber hinaus führt Antofagasta Minerals auch mehrere erfolgreiche Gemeinschaftsprojekte durch. In den Jahren 2019 bis 2021 wurden über 30 dieser Projekte in Sierra Gorda und Michilla umgesetzt – darunter ein Notfallplan für die Stadt, saubere Energie, Zahnarztpraxen, Verbesserung der kommunalen Infrastruktur, Wassereffizienz und Photovoltaik-Initiativen für Häuser.

Fotos: Extreme E & iStockphoto

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