PANAMERICANA – Traumstraße oder Albtraum?
20.3.202245280

Die beiden Autoren Katrin Schacht und Uwe Scharf kannten sich bis zu dieser Reise über den amerikanischen Kontinent nicht.

Katrin lebte in Deutschland und ging seit 23 Jahren ihrem Job im Hessischen Landeskriminalamt nach, bis sie sich 2015 kurzerhand entschloss, alles Gewohnte aufzugeben.

Uwe lebte zu dieser Zeit in Südafrika. Er hatte sich 2001 bereits einen Traum mit der Durchquerung des afrikanischen Kontinents von Deutschland an das Kap der Guten Hoffnung im Land Rover erfüllt. Es folgten weitere interessante und spannende Reisen in Afrika. Damit einhergehend Buchveröffentlichungen wie: “Transafrika: In 100 Tagen mit dem Allrad zum Kap der Guten Hoffnung”, “Südliches Afrika: Abseits ausgetretener Pfade”, “TransNamib: Dimensionen einer Wüste” und “Kalahari: Alle Parks der Kalahari.” Nach über 15 Jahren Afrika benötigte Uwe Scharf eine Auszeit von diesem Kontinent; und so folgte 2015 der langgehegte Traum: „Panamericana“…

Ein neuer Kontinent, neue Abenteuer, neues gemeinsames Glück, eine neue junge Liebe…?

Im März 2015, als und wie alles begann: Tage wie sonst auch im Hessischen Landeskriminalamt. Ich träume mich durch meine Reisepläne; mit dem Kajak durch Kanadas Inselwelt im Westen, oder doch lieber vier Wochen mit dem Rad durch Finnland? Es ist schwierig, einen passenden Reisepartner zu finden. So probiere ich es einfach per Internet. Es gibt viele Plattformen für Reisende. Ich wähle…und finde: meinen Sechser mit Zusatzzahl.

Norilsk. Die Nickelindustrie hat die Grossstadt immer noch fest in der Hand. Verschmutzung und ein Flair wie aus Sowjetzeiten sind die bleibenden Eindrücke.

Uwe ist ebenfalls auf der Suche nach einem passenden Pendant für seine gut einjährige „Panamericana“-Tour. Aber wer nimmt sich dafür schon eine sooo lange Auszeit vom Alltäglichen und vom Job? ICH.

Innerhalb kürzester Zeit beginne ich mit völlig anderen Überlegungen, wie Kündigung des Jobs, unnötiger Versicherungen und des Mietvertrages. Was kann ich in Bares umsetzen, um die Reise zu finanzieren? Die Gedanken kreisen. Wie verrückt ist das alles? Ich kenne diesen Mann gar nicht und bin bereits in den Anfängen, mein Leben einfach neu zu sortieren und neu auszurichten? Noch ist Uwe in Südafrika, geht seiner Leidenschaft, dem Kitesurfen nach. Ich hocke zwischen Akten von Kapitaldelikten und kann mich kaum richtig konzentrieren. Übermut, dann wieder Zweifel. Gehe ich ein zu großes Risiko ein, oder ist es berechenbar? Was, wenn zwischen uns die Chemie nicht stimmt? Was verliere ich, oder kann ich doch nur gewinnen? Vorerst weiß in Deutschland nur eine Person von meinem Vorhaben. Joanna, Freundin und Arbeitskollegin; sie erlebt und erträgt jede Stimmung, jeden Zweifel, jedes Telefonat. Sie weiß bereits vor mir, dass ich den ganz großen Schritt wagen werde. Und das hilft. Die Gedanken bekommen langsam Struktur, erste Listen entstehen. Uwe macht mir via Skype immer wieder Mut und nimmt mir mögliche Sorgen. Familie und Freunde werden nach und nach von meiner Entscheidung „informiert“, und ich bin über den positiven Zuspruch von allen Seiten erstaunt. Was will ich mehr? Was habe ich für ein Glück, so wertvolle Menschen in meinem Umfeld zu besitzen, auf die ich mich auch im „Notfall“ verlassen kann und die mir hilfreich zur Seite stehen.

Anfang Mai sehe ich Uwe das erste Mal. Der Hammer; bekomme ich zu diesem möglich erscheinenden Reiseerlebnis auch noch einen neuen Mann fürs Leben? Ich mag es gar nicht glauben. Wir verstehen uns auf Anhieb und planen wie selbstverständlich das weitere Vorgehen.

Start für die große Reise soll September sein. Uwe wird wieder nach Kapstadt fliegen und den Land Rover via Container auf große Fahrt nach Montevideo schicken. 4 bis 5 Wochen sind für die „Überfahrt“ geplant. Und ich habe in der Zwischenzeit noch alle Hände voll zu tun. Die Kündigung des Jobs verläuft vorerst ohne besondere Vorkommnisse, erweist sich aber bald als Bremsklotz. Nach 23 Jahren im Amt scheint es ein großes Problem zu sein, Sabbatzeit für ein Jahr zu beantragen, selbst mein Aufhebungsvertrag benötigt Monate der Abwicklung. Die Kündigungen von Versicherungen, Post, Mietvertrag und Co. verlaufen erstaunlich reibungslos, selbst mit der Krankenkasse und der Rentenversicherung gibt es keine Probleme. Mein Mobiliar zieht nach Bayern, das Auto wechselt den Besitzer. Noch zwei Wochen im LKA, dann werde ich meinen, mir noch zustehenden Resturlaub antreten. Die Wohnung ist leer, mein Nachtlager ist die Isomatte nebst Schlafsack. Ein kleiner Vorgeschmack auf das spartanische Leben im Landy. Dort werden wir uns auf das Nötigste reduzieren müssen, im Dachzelt oder bei Schlechtwetter im Auto schlafen und draußen kochen und essen. Und das für gut ein Jahr oder länger(?) Zwei „Unbekannte“ auf gemeinsamer Tour, auf engstem Raum mit nur grobem Reiseverlauf, auf der Suche nach einmaligen Erlebnissen, und vielleicht auch auf der „Suche“ nach dem ganz großen, gemeinsamen Glück? Alles ist möglich.

Die Tage ziehen sich, aber dann ist es soweit. Abschied von Freunden und Verwandten. Mit dem letzten Arbeitstag verabschiede ich mich in eine neue Zeit und fliege noch am gleichen Abend Richtung Kapstadt. 14 Tage Kapstadt: Zeit; Sightseeing; Strand; neue, junge Liebe; freie Gedanken. Fallenlassen, Gefühle sortieren, letzte Vorbereitungen für die lange, große Reise.

1.September 2015, mein Tagebuch beginnt mit den ersten Zeilen: „VOGELFREI – keine Verpflichtungen… letzter, morgendlicher Strandlauf bei Sonnenschein und leichter Brise…“ Um 18 Uhr Ortszeit hebt der Flieger von Kapstadt ab und wir starten in unser erstes gemeinsames Abenteuer.

PANAMERICANA – Traumstraße oder Albtraum?

Das Buch birgt Momentaufnahmen unserer Reise entlang und abseits der vielgerühmten Route von Süd nach Nord. Spontan, unvoreingenommen und ohne größere Vorbereitungen geht es für uns durch 17 Länder auf dem amerikanischen Kontinent. Wir werden hingerissen sein von den gewaltigen Anden, von zauberhaften Landschaften, den bunten Märkten Süd- und Mittelamerikas und von der Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit der Menschen. Wir werden über die Weiten der USA und Kanadas staunen, abgelegene Gegenden erkunden und einfach unsere große Freiheit genießen.

Und doch wird unsere Reise auch begleitet sein von so vielen negativen Eindrücken wie Armut, Kriminalität, dem Müllproblem, der gnadenlosen Ausbeutung und Zerstörung der Natur; letzteres oft auch “zugunsten“ der überbordenden Touristenmassen an den Hotspots dieses Kontinents.

Je länger wir unterwegs sind, desto öfter werden wir uns fragen, was überwiegt: die Euphorie oder der Negativeindruck? Oder hält sich vielleicht beides die Waage?

Das Buch zu dieser Liebes- und Lebensgeschichte der beiden kannst du hier direkt bei ihnen bestellen: Sandneurosen Buchshop

Oder natürlich auch im Buchhandel: Titel „PANAMERICANA – Traumstraße oder Albtraum?“, Autoren: Katrin Schacht, Uwe Scharf, Format 19 x 12,5 x 4,5 cm, Brochiert, 800 Seiten, deutsch, 303 4/4-Farbfotos, 16 Karten, ISBN 9783939792123